<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177</id><updated>2012-01-08T21:14:12.253-08:00</updated><title type='text'>Fabian in Indien</title><subtitle type='html'>Mein FSJ in Indien 2010/2011</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>41</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-1181675954970710726</id><published>2011-07-28T17:59:00.000-07:00</published><updated>2011-07-29T12:57:19.755-07:00</updated><title type='text'>Der letzte Eintrag</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;Zwölf Stunden und das wars dann. Hier versucht man dem indischen Officer zu erklären, dass die orginale Residence Permit blöder Weise schon im Festgepäck eingecheckt ist und da grüßt man den deutschen Zoll mit einem freundlichen „Guten Tag“. Plötzlich war der Spuk zu Ende. Ein Jahr gegessen. Zwölf Stunden Flug drehen zwölf Monate einfach zurück, als ob nichts gewesen wäre. Der Eindruck fürs Erste jedenfalls. &lt;p&gt;Die ersten Tage fühlten sich so an, als ob ich genau da weitermachte, wo ich vor einem Jahr aufgehört hatte. Ich wurde vom welcome commitee der Familie vom Flughafen abgeholt und zuhause standen diverse wirklich überraschende Überraschungsgäste mit Grillwürschteln und einer Menge Bier Gewehr bei Fuß. Arzttermine folgten um meinem gereiztem Darm Herr zu werden, was soweit überraschend gut gelang. Bekannte und Freunde wurden besucht, ich bekam die lange ersehnten Spaghetti Putanesca zwischen die Zähne. Es passierte soviel um meine Ankunft herum, dass ich tagelang gar nicht wirklich ankam.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das Leben zuhause musste ich wieder neu erlernen, was jedoch alles andere als schwer fiel – Erkenntnis Nummer eins: Unser Leben lebt sich so einfach, dass man sich nirgends im Alltag in irgendeiner Form anstrengen müsste. Durst, Händewaschen, Zähneputzen – Wasserhahn an, statt den Kanister am Tank befüllen und wieder zurück schleppen. Hunger – in den aus allen Nähten platzenden Kühlschrank greifen, die Mikrowelle anschmeißen oder notfalls das Ceranfeld bedienen. Anstatt der täglichen Malzeit aus Bananen und Parle G Keksen. Druck auf der Blase – mit der Zeitung aufs Sitzklo, statt sich über die stinkende und nasse Schüssel der Volunteers zu kauern. Die Liste lässt sich endlos erweitern: Keine Lust auf andere Menschen – ich mache die Tür zu und höre und sehe niemanden mehr. Ich brauche Internet – ich gehe ins Internet, und zwar wann immer ich will. Ich bewege mich mit Auto und Roller fort, ich schrubbe mich mit drei verschiedenen Shampoos, ich lebe meinen Drang aus, die Klobrille vor Sauberkeit ab zu lecken, ich inhaliere den Duft von Waschmittel in meinen Klamotten und verbringe Stunden damit, sinnlos auf der Riesencouch durch 324 Sender zu zappen.  &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Doch gleich darauf folgt Erkenntnis Nummer zwei: Gelüste, Wünsche, Träume, angesammelt in 364 Tagen, können sich in drei Tagen in Luft auflösen. Ich bin wieder drin, in der anderen Normalität, so schnell, dass ich kaum schauen konnte. Über Fragen nach Sinn und Grund unserer Lebensweise macht man sich die ersten 48 ernsthaft Gedanken, dann gibt man entsetzt auf, da es einfach zu viele Gedanken sind. Man gar nicht weiß, wo man hindenken soll. Und je länger man hier ist, desto schwieriger wird es, die letzten Zwölf Monate unter einen Hut zu bringen. Ein Dauerreiz an Fremdem, Ungewohntem und Besonderem geht von 100 auf 0 zurück – von einem auf den anderen Tag. Je mehr Zeit hier vergeht, desto mehr türmt sich alles zu einem riesigen Haufen an Emotionen und Erlebnissen auf, die kaum in Worte zu fassen sind.  &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Aber die Zeit wird ein paar Antworten bringen – so hoffe ich jedenfalls. Es stehen noch ein paar Urlaube und Besuche an, bevor ich auch das weltwärts-Programm des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (oder den unter Volunteers so genannten "Niebel-Urlaub") mit einem letzten Rückkehrer-Seminar Ende August abschließe.  &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Da dies wohl mein letzter Blog sein wird, möchte ich mich hier bei allen bedanken, die fleißig mitgelesen haben. Es hat mir selbst wahnsinnigen Spaß gemacht, mein Jahr ein kleiner Form auf Papier zu bringen. Die an manchen Stellen etwas fehlende Feinfühligkeit Land und Leuten gegenüber darf bitte unter keinsten Umständen ernst genommen werden. Dieser Hinweis zu meinem teilweise etwas übertriebenen Sarkasmus kommt zwar ein bisschen zu spät, doch wollte ich es in der Form deutlich machen und nehme das vielleicht gleichzeitig als Ergebnis meiner Erfahrungen: Indien ist ein wunderbares Land mit wunderbaren Leuten. Indien hat so viel Schönes (sehr viel ist dort weitaus schöner als bei uns). Doch einen Inder und einen Europäer könnte nicht mehr trennen – was diese Kultur auch wunderbar kompliziert macht. Den Kern indischer Kultur zu verstehen, dafür reicht kein Jahr, dafür reichen wahrscheinlich auch nicht fünf Jahre. Vielleicht kann man sie letztendlich auch nur aus der Vogelperspektive betrachten und als Außenstehender gar nicht wirklich Teil davon werden. Aber die Tatsache, dass es überhaupt eine andere Kultur gibt, die unserer so verschieden ist und doch ganz genauso richtig und wahr ist wie die unsere, ist eine Erkenntnis, die mir genügt. Hat man das einmal akzeptiert, dann kommen einem die Menschen dort nur noch halb so fremd und unbekannt vor und man kann sich tiefer hinein stürzen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-pRVjhSy3KPE/TjIJSVu-dpI/AAAAAAAAAOs/VlZcIyPnrWs/s1600/SAM_3373.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-pRVjhSy3KPE/TjIJSVu-dpI/AAAAAAAAAOs/VlZcIyPnrWs/s320/SAM_3373.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5634576294470383250" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Abschlussabend im Majur Hotel&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-AupTl1WspXA/TjIJSJKk_YI/AAAAAAAAAOk/pOpnuiFufu0/s1600/SAM_3380.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 332px; height: 248px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-AupTl1WspXA/TjIJSJKk_YI/AAAAAAAAAOk/pOpnuiFufu0/s320/SAM_3380.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5634576291096493442" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Die gesamte Freiwilligen-Mannschaft  &lt;/div&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Q6xyoiwWNkA/TjIJRzDdJKI/AAAAAAAAAOc/00CGpmG9obM/s1600/SAM_3409.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-Q6xyoiwWNkA/TjIJRzDdJKI/AAAAAAAAAOc/00CGpmG9obM/s320/SAM_3409.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5634576285161039010" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; text-align: center;"&gt;Die Rotznasen beim Abschied&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-GfLDwU4ak2k/TjIJRjcrC8I/AAAAAAAAAOU/IsFoz8LfR7w/s1600/SAM_3399.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-GfLDwU4ak2k/TjIJRjcrC8I/AAAAAAAAAOU/IsFoz8LfR7w/s320/SAM_3399.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5634576280971840450" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; text-align: center;"&gt;Sohil&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-1181675954970710726?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/1181675954970710726/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/07/der-letzte-eintrag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/1181675954970710726'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/1181675954970710726'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/07/der-letzte-eintrag.html' title='Der letzte Eintrag'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-pRVjhSy3KPE/TjIJSVu-dpI/AAAAAAAAAOs/VlZcIyPnrWs/s72-c/SAM_3373.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-4883539803367234278</id><published>2011-07-05T10:49:00.000-07:00</published><updated>2011-07-05T11:58:50.905-07:00</updated><title type='text'>Bald bald...</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 14"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 14"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CFabian%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;o:officedocumentsettings&gt;   &lt;o:allowpng/&gt;  &lt;/o:OfficeDocumentSettings&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;link rel="themeData" href="file:///C:%5CUsers%5CFabian%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_themedata.thmx"&gt;&lt;link rel="colorSchemeMapping" href="file:///C:%5CUsers%5CFabian%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_colorschememapping.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:trackmoves/&gt;   &lt;w:trackformatting/&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt; 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Es ist zwölf Uhr, man hört nur den quietschenden Expresszug, der mit 50 km/h Maximalgeschwindigkeit dahin rattert. Alle anderen schlafen. Frederik und Ida schnarchen in den Pritschen über mir, ein fetter Mann gegenüber grunzt ungesund. Der atemraubende Gestank vom völlig verseuchten Zugklo ohne Türe dringt die zwei Meter ungefiltert ins Abteil. Und ein etwas melancholisches Ende im Film „Donnie Brasco“ hat mich nun in die Laune versetzt, zum ersten Mal wirklich dem Ende entgegen zu denken.  &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Am letzten Tag des End Year Camps unserer Organisation wurde es offiziell. Das Jahr ist vorüber. Für mich sind es jetzt noch genau 16 Tage. Zwei von circa 50 Wochen, bis ich meinem hiesigem Leben den Rücken kehren und wieder in die andere Normalität zurückkehren werde. „Normal“ war für mich immer ein relativ fest stehender Begriff. Etwas, das zu mir gehört, das nicht besonders ist, hätte ich als normal bezeichnet. Der Regionalexpress war normal. Radelnd ins Orchester fahren war normal. Das von Mama gekochte Essen nach der Schule in der Mirkowelle aufzuwärmen war normal. Fischsuppe mit Reis in der Sushibar. Und Desperate Housewifes am Donnerstag Abend war auch normal.  &lt;/p&gt; &lt;p&gt;In dieses Jahr zu gehen, war nicht normal. Überhaupt nichts war darin vertraut. Man fing im Grunde von ganz vorne an. Alles Alte war unbrauchbar: Sprache, Kultur,  Mentalität, Abläufe, Geschmack. Und natürlich vermisste ich alles gewohnt Normale. Spaghetti Putanesca, die bekannten Gesichter von überall oder einfach nur Vollkornbrot am Abendbrottisch. Besonders anfangs waren Reis oder ständiger Schimmel im Zimmer ohne Privatsphäre Dinge, die mich schnell erkennen ließen, dass sich gerade ziemlich viel auf einmal verändert hatte. Und es dauerte und dauerte bis ich mich abgefunden hatte. Es überdauerte den tausendmal wiederkehrenden Gedanken, wie es denn anders und besser sein hätte können, tausende „be quiet and sit down“, tausende Liter an Durchfall. Es mussten tausend Stunden Stromausfall, Regengüsse und tausend Portionen Reis vergehen, bis ich irgendwann feststellte, dass plötzlich alles wieder normal war. Unzählige Momente, in denen man dachte, dass man sich jetzt wirklich eingefunden hat in Land und Kultur, nur um eine Monat später festzustellen, dass man sich &lt;i&gt;jetzt&lt;/i&gt; erst wirklich eingelebt hat. Und nun steht man da und sagt sich nach 11 Monaten, dass jetzt eigentlich erst der Zeitpunkt ist, an dem man wirklich eingelebt ist.  &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Normal sind ganz andere Dinge geworden: Einfach ein Taxi zum nächsten Supermarkt nehmen oder zweimal die Woche im besten Restaurant der Stadt einchecken. Sich mit unserer Wäsche- und Putzdame auf Hindi zu unterhalten und nicht auszurasten, wenn jemand ein vereinbartes Treffen eine Stunde später antritt oder gar nicht kommt. Man hat die Gesten aufgesogen (mit dem Kopf ein deutsches „naja“ wackeln, was ein indisches „auf jeden Fall“ ist), man reagiert voll entgeistert auf zu spärlich bekleidete Mädchen und würde nie über einen auf dem Boden stehenden Teller laufen. Ich rülpse, ich rotze und ich schmatze. Ich gehe ohne mit der Wimper zu zucken auf ein Klo, das bis oben hin mit Würsten gefüllt ist. Ohnehin belaufen sich 30% meiner Gesprächsthemen auf Fäkalien. Ich habe meine Menge an Plastik- oder Papiermüll auf ein Minimum reduziert. Fahrradfahren habe ich wahrscheinlich verlernt, dafür kann ich Motorradfahren – ohne Helm.  &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Mir geht Indien, die Kultur und die Menschen auf den Zeiger wie eh und je, gleichzeitig weiß ich nicht, wie es ohne werden soll. Es wird ernst und ich werde mich auf einen äußerst harten Abschied gefasst machen müssen.  &lt;/p&gt; &lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-4883539803367234278?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/4883539803367234278/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/07/bald-bald.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/4883539803367234278'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/4883539803367234278'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/07/bald-bald.html' title='Bald bald...'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-4672351485869691901</id><published>2011-06-06T07:56:00.000-07:00</published><updated>2011-07-09T03:14:21.802-07:00</updated><title type='text'>Varanasi</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Man stelle sich ein Stück Land vor. Mit einem Fluss, in dem regelmäßig Leichen vorbeitreiben und daneben die Familie Sayad bei Sonnenaufgang ihr Morgenbad bewältigt. Eine Stadt, mit Häusern so eng, dass man den Himmel kaum mehr sieht. Gassen, die so schmal sind, dass, wenn eine Kuh dazwischen steht, die Leute sich gerade links und rechts vorbei drücken können. Und, gepflastert mit Kuhscheiße überall, man aufpassen muss, wo man hintritt. Eine Stadt, in der sich gefühlt gleich viele Bettler aufhalten, wie Erwerbstätige. In der man keine Sekunde alleine sein kann. Die alle Paradoxa enthält, die ich die letzten 9 Monate entdecken konnte. Eine Stadt, die gleichzeitig so nervtötend wie faszinierend ist. Die älteste bewohnte Stadt der Welt: Varanasi!&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich bin nun wirklich in Indien angekommen. Indischer lässt es sich nicht denken. Alles was Indien an Sonderbarem, an „Nicht-Normalem“ zu bieten hat, gipfelt hier. Es ist so hektisch, dass einem selbst gar nicht auffällt, wenn man planlos stundenlang durch die Gassen rennt. Und schließlich vollkommen fertig im Hotel ankommt, vor Hitze am Zusammenbrechen. Man lehnt sich auf seinem Bett an die Hotelwand und es fühlt sich an – ohne Witz – wie eine Dampfsauna mit heißem Stein im Rücken. Man will sich die Haare von der Stirn streichen (ich habe sie mir alle gleich mal auf 3mm abrasiert) und merkt, dass es nur Schweißtropfen sind.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es ist so voll und anstrengend durch die Straßen zu ziehen, dass man sich zweimal überlegt, ob man sich aus dem 2m² Ventilatorradius seines Zimmers wegbewegen soll. Man ist froh, wenn man in der nächsten Ventilatorzone des Restaurants angekommen ist. Nun sind aber die Minuten von Hotel zu Restaurant äußerst prekär (besonders, wenn sie an den Ghats des Ganges verlaufen), denn man sieht sich ständig mit drei Sätzen konfrontiert, die es gilt, ohne Wutausbruch zu beantworten:  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;a) Want Hash, my friend? I have very good Hash! I make good price for you.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;b) Want cheep room? Is very good room!&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;c) Brother, want boat? Is very cheep boat!&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Frauen erzählen meist noch von einer Variante, die ich natürlich nicht zu hören bekam:&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;d) Hey, want Sex? (der genaue Wortlaut, nach der Erzählung einer Amerikanerin in Nepal, war: Hey, actually I'm a Gigolo. But for you I make it for free.)&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die ersten zwei Tage reagiert man noch mit Sätzen: „Sehe ich aus, als ob ich ein Boot brauche?“ Oder man versucht ihm zu erklären, dass man ja eigentlich Nichtraucher sei, er sich sein Hash, Opium und Koks also sonst wohin stecken könne. Aber spätestens ab dem dritten Tag reagiert man einfach gar nicht mehr. Und auch wenn er dir zehn Mal „Friend“ und „Brother“ hinterher ruft, man dreht sich nicht um. Sehr wichtig ist auch, keinen Blickkontakt mit irgendeinem Inder aufzunehmen, der nach Fährmann, Händler oder Drogendealer aussieht (wobei eigentlich an  nichts erkennbar, wobei wiederum es ohnehin fast alle sind). Denn damit hat man das einseitige Verkaufsgespräch im Grunde selbst eröffnet und es folgt ein: „Yes Sir, please, have a look, I have very cheep blablabala.“&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die eigentliche Ruhe und Spiritualität, die Varanasi zu bieten hätte, ist somit für einen weißen Touristen fast gestorben. Ich habe mir eines Tages die Mühe gemacht und bin um 5 Uhr aufgestanden um die im Lonely Planet so empfohlene Sunrise Boattour zu machen. Als ich mich dann zum Ganges geschleppt hatte, war ich so nicht imstande, geduldig über den Preis des Bootes zu verhandeln (war nämlich kein cheap boat), dass ich mich entnervt auf die Treppen gesetzt habe und mir einfach die ganze Szenerie einmal angesehen habe. Und da geschah das Unglaubliche: Ich wurde sicherlich für eine ganze Stunde nicht angequatscht. Niemand wollte Boat oder Hash loswerden. Vielleicht besitzen die Leute ja doch so einen gewissen Restanstand, Touristen am heiligsten Ort nicht konsequent zu quälen. Zufrieden ging ich danach wieder zurück ins Bett.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Amüsant war auch, so Manches aus dem Blickwinkel zu betrachten, der dem eines Touristen entspricht, aber manchmal doch auch wieder nicht. Zum Beispiel bieten viele Restaurants eine „Abend Live Show“ an. Man kann sich in das überteuerte Restaurant hineinsetzen und bekam ein klassisches indisches Konzert zu hören. Sitar und Tabla. Ich freute mich inwendig, meinem Tischnachbarn (ein Ungar, mit dem ich mir mein Zimmer teilte) mitteilen zu können, das dort oben der allergrößte Gradler saß. Das war geradezu peinlich, wie die beiden da herum manövrierten. Und Tag für Tag füllen die zwei das Restaurant mit Touristen, die auch für orientalische Klänge ganz offen sind.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Am 25. war mein großer Tag gekommen und es ging daran, meinen Geburtstag nicht alleine in Varanasi zu verbringen. Ich ergriff also die Instant-Friend Action Plan und lud einfach alle Leute ein, die man beim Essen, beim.... ja, hauptsächlich beim Essen trifft. So ging doch eine kleines Geburtstagsgathering zusammen, das wir zu zehnt in meiner Lodge feierten (eine völlig abgefahrene Villa im Kolonialstil im versifftesten Hinterhof Varanasis.  Total heruntergekommen, aber mit einem Charme, dass ich mir geschworen habe, dass ich im Falle, ich werde Millionär, mir diese Villa kaufen werde). Es war so heiß, sogar noch um elf Uhr abends, dass ein getrunkenes Bier nicht schnell genug in den Magen gelangen konnte, bevor es schon heraus geschwitzt war.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Am letzten Tag tat ich es dann. Die unter Touristen gefürchtetste Unternehmung in Varanasi: Ich ging im Ganges schwimmen. Kanadier erzählten von bekannten kanadischen Ärzten im auswärtigen Dienst, die tote kanadische Touristen obduzieren mussten, nachdem sie im Ganges ein Bad genommen hatten. Nach meinem Schwum konnte ich für eine Stunde nicht mehr herunter schlucken. Jedoch habe ich es trotzdem überlebt und bin inzwischen wieder heil im Projekt im erstaunlich abgekühlten Karnataka angekommen.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Meine Aufgaben hier haben sich komplett verändert: Ab nun bin ich der Collge Boys Lehrer, das heißt, meine Schüler sind teilweise älter als ich. Mal sehen, wie sich das auf meine Autoritätsfähigkeit auswirkt. Nachdem acht von zwölf gleich in der ersten Stunde nicht aufgetaucht sind, habe ich gleich mal alle unangemeldeten Ausgänge nach Kalkeri und Dharwad gestrichen und einige Anwesenheitspflichten zu Hausaufgabenzeiten ect. etwas verschärft. Das wird eine harmonische und entspannte zweite Stunde werden...&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-RXQZryuyIUI/Tez2xwnnwXI/AAAAAAAAAOM/xfMQNpwm-Bk/s1600/DSCN7850.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-RXQZryuyIUI/Tez2xwnnwXI/AAAAAAAAAOM/xfMQNpwm-Bk/s320/DSCN7850.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615134170149273970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-2bZtXbubuMA/Tez18WUOuDI/AAAAAAAAAOE/vggaSffwqHg/s1600/DSCN7846.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-2bZtXbubuMA/Tez18WUOuDI/AAAAAAAAAOE/vggaSffwqHg/s320/DSCN7846.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615133252555552818" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Mein Beweisfoto. Ich habe mich in der Suppe seelisch reinigen lassen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-MucciMN6kDk/Tez18OUv72I/AAAAAAAAAN8/d5XQeTXccls/s1600/DSCN7834.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-MucciMN6kDk/Tez18OUv72I/AAAAAAAAAN8/d5XQeTXccls/s320/DSCN7834.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615133250410245986" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der verhauteste Innenhof der Gegend&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-9HibLOk9MX0/TeztXARkxdI/AAAAAAAAAMM/zdny4ruRpdQ/s1600/DSCN7710.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-9HibLOk9MX0/TeztXARkxdI/AAAAAAAAAMM/zdny4ruRpdQ/s320/DSCN7710.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615123814890653138" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Meine Villa mit Partyvorgarten&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-u4Sk2WdGtI8/Tez17eICjFI/AAAAAAAAAN0/_KoPuwRXQMk/s1600/DSCN7832.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-u4Sk2WdGtI8/Tez17eICjFI/AAAAAAAAAN0/_KoPuwRXQMk/s320/DSCN7832.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615133237472037970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Geburtstagsgruppe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-Hyht9mwcdA4/Tez16zn9PfI/AAAAAAAAANs/U23F7frXefE/s1600/DSCN7830.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-Hyht9mwcdA4/Tez16zn9PfI/AAAAAAAAANs/U23F7frXefE/s320/DSCN7830.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615133226063183346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-AGyKuauzADA/Tez16QBRlfI/AAAAAAAAANk/ErCpdXz1rfc/s1600/DSCN7824.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-AGyKuauzADA/Tez16QBRlfI/AAAAAAAAANk/ErCpdXz1rfc/s320/DSCN7824.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615133216505697778" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ist schon nett, sich so bei 40°C durch die Mittagshitze radeln zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-ZuEj9h-34CY/TezzLvwXpOI/AAAAAAAAANc/OI0rnQBgm6I/s1600/DSCN7817.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-ZuEj9h-34CY/TezzLvwXpOI/AAAAAAAAANc/OI0rnQBgm6I/s320/DSCN7817.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615130218547619042" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die varanasische Skatergang&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-QvjeBWlvxEo/TezzLeLN8KI/AAAAAAAAANU/czJHvP--VGw/s1600/DSCN7815.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-QvjeBWlvxEo/TezzLeLN8KI/AAAAAAAAANU/czJHvP--VGw/s320/DSCN7815.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615130213828391074" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-8gsWcNYsCEY/TezzKuutGjI/AAAAAAAAANM/DNQlsqq4Ajc/s1600/DSCN7813.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-8gsWcNYsCEY/TezzKuutGjI/AAAAAAAAANM/DNQlsqq4Ajc/s320/DSCN7813.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615130201092332082" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-rlGqOjk07GY/TezzKJ9p_5I/AAAAAAAAANE/gCJ6SkWQE0w/s1600/DSCN7812.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-rlGqOjk07GY/TezzKJ9p_5I/AAAAAAAAANE/gCJ6SkWQE0w/s320/DSCN7812.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615130191222931346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-OWJIIrRlqik/TezzJrbxHRI/AAAAAAAAAM8/ii9E4xiKy5k/s1600/DSCN7807.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-OWJIIrRlqik/TezzJrbxHRI/AAAAAAAAAM8/ii9E4xiKy5k/s320/DSCN7807.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615130183027727634" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-RvHZN0_hKPs/TeztYgDHPuI/AAAAAAAAAMs/_yOim_HVAnk/s1600/DSCN7733.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-RvHZN0_hKPs/TeztYgDHPuI/AAAAAAAAAMs/_yOim_HVAnk/s320/DSCN7733.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615123840599801570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Leichenverbrennungsghats. Man sieht es leider nicht aber hinter dem Holz werden 300 Leichen pro Tag auf Scheiterhäuften verbrannt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-ynwkJX32nDw/TeztYdSoUgI/AAAAAAAAAMk/9Dcshu3Oljo/s1600/DSCN7775.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-ynwkJX32nDw/TeztYdSoUgI/AAAAAAAAAMk/9Dcshu3Oljo/s320/DSCN7775.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615123839859577346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Mein erster Schlangenbeschwörer; wäre auch eine Schande gewesen, ein Jahr in Indien verbracht zu haben und das nicht gesehen zu haben.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-p9TjKX3QBVw/TeztX_FC9QI/AAAAAAAAAMc/sRCOCwLgjN0/s1600/DSCN7724.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-p9TjKX3QBVw/TeztX_FC9QI/AAAAAAAAAMc/sRCOCwLgjN0/s320/DSCN7724.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615123831749539074" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Mein Anti-Hitze-Haarschnitt&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-0q4TfVTnwH8/TeztXTk68fI/AAAAAAAAAMU/m6z5Phiz468/s1600/DSCN7728.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-0q4TfVTnwH8/TeztXTk68fI/AAAAAAAAAMU/m6z5Phiz468/s320/DSCN7728.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5615123820072071666" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-9HibLOk9MX0/TeztXARkxdI/AAAAAAAAAMM/zdny4ruRpdQ/s1600/DSCN7710.JPG"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-4672351485869691901?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/4672351485869691901/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/06/varanasi-man-stelle-sich-ein-stuck-land.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/4672351485869691901'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/4672351485869691901'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/06/varanasi-man-stelle-sich-ein-stuck-land.html' title='Varanasi'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-RXQZryuyIUI/Tez2xwnnwXI/AAAAAAAAAOM/xfMQNpwm-Bk/s72-c/DSCN7850.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-212699345159707773</id><published>2011-05-20T12:02:00.000-07:00</published><updated>2011-05-22T05:43:37.733-07:00</updated><title type='text'>Nepal</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;Die Gruppe hatte sich im Laufe der Reise inzwischen von vier auf zwei verkleinert, als Philipp und ich am 5. Mai die Grenze nach Nepal überschritten. Wobei Grenze &lt;a name="_GoBack"&gt;&lt;/a&gt;ein kaum haltbarer Ausdruck ist für das, was Indien und Nepal offiziell teilen sollte: Ein Ort namens Kakarbitta, eine Straße voll mit Geschäften, Fahrradrikschas überall. Dann kam eine Brücke mit einem Haufen untätig herumstehender Polizisten und Soldaten. Das gleiche Bild auf der nepalesischen Seite der Brücke. Wir marschierten munter darüber, mit Pass in der Hand und warteten darauf, dass jemand unser Visum genau kontrollieren würde; nichts, überhaupt nichts. Kein einziger wollte unseren Pass sehen, die 40$ Visagebühren hätten wir uns sparen können. Das ist zwar bei Österreich auch nicht anders aber für zwei Länder, bei denen eins das andere ständig annektieren will, ist das schon ein bisschen lasch. Der erste Eindruck, den Philipp und ich von Nepal (und auch schon des hohen Nordens Indiens) hatten, bezog sich auf Mädchen. Plötzlich sah man Mädchen wieder in kurzen Hosen herumlaufen! Und dann schauen die dich auch noch an! Auf offener Straße! Alles ausgemachte Schlampen da oben im Norden! Also wirklich, keinen Funken Anstand bei dieser Jugend... Nein, man hatte wirklich das Gefühl, dass gesellschaftliche Konventionen und Restriktionen immer weniger wurden, je nördlicher es ging. Das war schon in Darjeeling so, aber in Nepal war es nochmal deutlicher spürbar. Mädchen schauen nicht scheu zu Boden, sobald man sie anblickt, Frauen grüßen von sich aus mit einem deutlichen „Namaste“ - undenkbare Situationen in Karnataka. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;xml&gt;&lt;w:latentstyles deflockedstate="false" defunhidewhenused="true" defsemihidden="true" defqformat="false" defpriority="99" latentstylecount="267"&gt;&lt;w:lsdexception locked="false" priority="0" semihidden="false" unhidewhenused="false" qformat="true" name="Normal"&gt;&lt;w:lsdexception locked="false" priority="9" semihidden="false" unhidewhenused="false" qformat="true" name="heading 1"&gt;&lt;w:lsdexception locked="false" priority="9" qformat="true" name="heading 2"&gt;&lt;w:lsdexception locked="false" priority="9" qformat="true" name="heading 3"&gt;&lt;w:lsdexception locked="false" priority="9" qformat="true" name="heading 4"&gt;&lt;w:lsdexception locked="false" priority="9" qformat="true" name="heading 5"&gt;&lt;w:lsdexception locked="false" priority="9" qformat="true" 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schnell nach Pokhara, von wo aus es auf einen achttägigen Treck um den Anapurna (8000 irgendwas Meter) gehen sollte. Da Philipp aber noch in Kahtmandu bleiben wollte, dachte ich mir, jung und spritzig wie ich doch bin: Machste eben alleine. Bekräftigungen von allen Seiten: Ja klar, das ist ein Touristenhighway da hoch, da findest du auf jeden Fall ein Haufen Wanderfreunde, mach nur. Nun beging ich aber zwei Fehler. Der erste war, dass ich diesen Leuten Glauben schenkte, die alle in der Zeit von November bis Februar dort oben waren – also in der vollen Hauptsaison. Der zweite, dass ich mich entschied, den Jomson Treck (das ist eigentlich der Abstiegsweg des großen Annapurna Circuit Trecks) zu machen. Sollte ich das Ergebnis in einem Filmtitel benennen, würde es nach meinem großen Bergsteigervorbild Heinrich Harrer „Sieben Tage in Nepal“ werden. Ich stampfte sieben Tage lang durch die Prärie und alle Leute, die ich traf, waren die, die mir entgegenkamen und mich ungläubig fragten, wieso ich den hier hinauf gehe. Das raubt einem zugegebenermaßen anfänglich doch ein wenig die Motivation aber als erfahrener Gipfelstürmer weiß man ja: Niemals entmutigen lassen. Georg ist extra nach Nepal um dort in einem buddhistischen Kloster eine Woche schweigend zu meditieren. Ich habe dies und Wandern extrem zeiteffizient verbunden. Nachdem der Anfang des Trecks auch noch die westlichen Wälder Augsburgs hätten sein können (bis auf die Hüttenpreise: 50 Cent bis max. 2€ die Nacht; incl. heißer Dusche), begann es ab dem Ort Ghasa (2000m) richtig spannend zu werden. Steinwüsten bei lauen 15°C, die Sonne brennt knüppelhart nieder und ohne es zu merken – denn es ist ja kalt und ein wahnsinniger Wind bläst einem um die Ohren – holt man sich in kürzester Zeit einen äußerst unangenehmen Sonnenbrand. Deswegen auch dieses supersexy Handtuch auf so manchem Bild, denn ich hatte dabei, was ich nicht brauchte (Winterausrüstung gegen ca. -20°C) und nicht dabei, was ich dringend gebraucht hätte (z.B. Hut oder einfach nur Sonnencreme). Flusstäler, von wo aus man rechts und links die 8000er stehen sieht und einen Hindutempel und Buddhagompa neben dem anderen. Ich fühlte sich wie in einem Karl Mai Film (außer natürlich die Tempel); ich wartete ständig auf hunderte Indianer, die langsam, entgegen der Sonne nur schemenhaft zu erkennen, nebeneinander aufgereiht hinter einem Bergkamm auftauchten. Ein langsames „uhuuu“ aus der Bansuriflöte und ein paar Tablaschläge. Einfach weggerannt wäre ich ihnen mit meinen 15kg sinnlosem Gepäck, denn ich war derart in Form nach meinen strammen Tagestouren, dass ich schon die Packpferde mit ihren Sherpas mit Leichtigkeit überholte (waren allerdings auch nur Ponys mit jeweils 70kg beladen).&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:latentstyles&gt;&lt;/xml&gt;&lt;/div&gt;&lt;xml&gt;&lt;w:latentstyles 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Indianerphantasien beschäftigte, ließ sich auf zwei Arten entgegenwirken: Da der Weg nicht schwer zu laufen war, konnte ich zum einen ausgezeichnet lesen. Ich habe mir einen ausgezeichneten Roman eines Mario Vargas Ilosaüber die Diktatur in der dominikanischen Republik der 60er besorgt. Die zweite Möglichkeit, der monotonen Steigung (ha, wer schnallts?) zu entkommen, war mein mit einer seit Ewigkeiten gleicher Stücke gefüllter Ipod. Unter anderem befand sich dort auch noch eine Vorlesungsreihe darauf, die man bei Itunes University herunterladen konnte. Eine Philosophie-Vorlesungsreihe zum Wahrheitsbegriff des Anselm von Canterburry in &lt;i&gt;De veritate&lt;/i&gt;, gehalten von einem einem Prof. Maarten Hoenen an der Universität zu Freiburg. Stundenlang lernend durch die Natur wandern; was gibt es Schöneres? Wenn das in einer zukünftigen Philosophievorlesung drankommen wird, dann werde ich da aber sowas von abstreben! &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;Das Ziel meiner Wanderung war die Stadt Muktinath auf 3800 Metern, die für Hindus wie Buddhisten ein überaus wichtiger Pilgerort ist. Hier traf ich in der Tempelanlage einen Saddhu aus Karnataka. Sofort kamen wir natürlich ins Gespräch, wo er genau her sei, was ich denn dort mache ect. Am Ende erhielt ich eine Einladung für ein Abendessen in der Pilgerabsteige in Muktinath. Schon aus Kostenersparnisgründen nahm ich dankend an (eine Portion Reis mit Gemüse und Dhal – das arme-Leute Essen schlechthin – kostet dort oben unverschämte 3,50€!). Das Abendessen war der Oberhammer. Ich sollte mich in dem Hinterhof der Polizeistation einfinden, da dort der Übernachtungsplatz für die Pilger sei. Der Saddhu aus Karnataka nahm mich herzlich in Empfang und führte mich zu einer Tür, die mir ungefähr bis zum Bauchnabel ging. Kroch man dort hindurch, fand man sich wieder in einem dunklen, großen Raum mit sehr niedriger Decke. Keine Möbel, eine einzige Glühbirne, sonst nur Kerzen. Nur schemenhaft konnte man die sechs im Raum verteilten Gestalten sehen, alle auf dem Boden sitzend in Decken eingehüllt. Keiner sprach ein Wort. Mein Saddhu war ehemals Software Engineer in Bangalore und sprach daher fließend Englisch. Es wurde Dhal Bat gekocht, die nepalesische Bezeichnung für Reis mit Dhal und Gemüse. Anfangs dachte ich, das Saddhutum sei mehr ein reines Pennerdasein (ist es ja zum Teil auch, denn der Lebensunterhalt wird mit Betteln verdient) und wenn ich die Kollegen betrachtete, machte es auch genau den Anschein. Doch mit der Zeit hatten mich die anderen entdeckt und kamen interessiert zur Kochecke herüber. Es stellte sich heraus, das fast alle hochgebildet waren und die meisten sehr gut Englisch konnten. Der eine hatte ein Geschäft in Goa (hatte auch Business studiert), der andere war lange in Kathmandu tätig (der einzige nepalesische Saddhu). Es wurde ständig Charras geraucht – also Haschisch – denn das ist in Nepal irgendwie nichts anderes mehr als eine Nudelsuppe zu essen; oder aufs Klo zu gehen. Gras wächst in jedem Guesthouse im Blumentopf am Fenster, in den Bergen kann man das Zeug frisch vom Weg abpflücken und die Bauern schimpfen, dass dieses Unkraut ihnen den letzten Nerv raubt. Auffallend war, dass diese Menschen das hatten, was den meisten Indern fehlte: Ein Interesse an der Welt und allem, was über den täglichen Horizont hinausgeht. Die Kerle waren geschichtlich bewandert, wussten wo Deutschland liegt und dass es mal geteilt war oder hatten theologisch was drauf (so gut wie kein gläubiger Hindu kann dir etwas über seine Religion erklären; man macht es einfach so aber man fragt nicht warum oder wieso). Es war einfach ganz leicht ersichtlich, dass diese Menschen mehr gesehen hatten als ihr Dorf und vielleicht noch das Nachbardorf – kein Wunder, denn so mancher wanderte seit 30 Jahren in Indien herum; das bildet!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;Ein äußerst befriedigender Abend, der mir aber aufgrund der Schärfe des Ei-Sabbgis meinen Darm gefühlt einmal umstülpte und ich das dritte Mal auf meiner Reise krank wurde (hatte sich aber schnell wieder beruhigt).&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;Inzwischen bin ich in einem kleinen Bergdorf namens Tansen gelandet, wo ich zwei andere Freiwillige, die hier arbeiten, kennen gelernt habe. Der letzte Abschnitt meiner Reise wird Varanasi sein, von wo aus es 48 Stunden mit dem Zug in mein Projekt gehen wird; jeeeeeeeha!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:latentstyles&gt;&lt;/xml&gt;&lt;br 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href="http://4.bp.blogspot.com/-W8wvjZf-xgc/TdkDCLmkq4I/AAAAAAAAALw/8D_vBRHIfoA/s1600/DSCN7397.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-W8wvjZf-xgc/TdkDCLmkq4I/AAAAAAAAALw/8D_vBRHIfoA/s320/DSCN7397.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609518146875861890" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Anreise mit blinden Passagieren&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-AVdZcTzpC9U/TdkDC5WCUgI/AAAAAAAAAMA/daztc8pm6IA/s1600/DSCN7497.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-AVdZcTzpC9U/TdkDC5WCUgI/AAAAAAAAAMA/daztc8pm6IA/s320/DSCN7497.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609518159154532866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Wasserfallpool in Ghasa, man konnte prima Baden gehen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:lsdexception&gt;&lt;/w:latentstyles&gt;&lt;/xml&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-BeuPHZbGRgs/TdkDCtJP6HI/AAAAAAAAAL4/NYH4849CheU/s1600/DSCN7504.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-BeuPHZbGRgs/TdkDCtJP6HI/AAAAAAAAAL4/NYH4849CheU/s320/DSCN7504.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609518155879671922" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-W8wvjZf-xgc/TdkDCLmkq4I/AAAAAAAAALw/8D_vBRHIfoA/s1600/DSCN7397.JPG"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-xy8tl5CihXk/TdkBgUZuvOI/AAAAAAAAALo/dr3pFW1hivA/s1600/DSCN7669.JPG"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-Y4CEN00tpsg/TdkBfUdqtGI/AAAAAAAAALg/7Vvm7a8ReeA/s1600/DSCN7649.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-Y4CEN00tpsg/TdkBfUdqtGI/AAAAAAAAALg/7Vvm7a8ReeA/s320/DSCN7649.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609516448447378530" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Muktinath&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-xZUj3BZApng/TdkBfAOiKNI/AAAAAAAAALY/Ej5_8G_b35A/s1600/DSCN7643.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-xZUj3BZApng/TdkBfAOiKNI/AAAAAAAAALY/Ej5_8G_b35A/s320/DSCN7643.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609516443015194834" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Die Saddhutruppe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-smSBPu_0JDo/TdkBepYenFI/AAAAAAAAALQ/KV3hNe6op0o/s1600/DSCN7634.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-smSBPu_0JDo/TdkBepYenFI/AAAAAAAAALQ/KV3hNe6op0o/s320/DSCN7634.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609516436882889810" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-NJZ_3ZybePc/TdkAQgcLsvI/AAAAAAAAALI/z4VjkrwFS0U/s1600/DSCN7633.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-NJZ_3ZybePc/TdkAQgcLsvI/AAAAAAAAALI/z4VjkrwFS0U/s320/DSCN7633.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609515094452712178" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-sEpCLTLJArQ/TdkAQHovGFI/AAAAAAAAALA/mjWJ1hSzrPo/s1600/DSCN7662.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 344px; height: 257px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-sEpCLTLJArQ/TdkAQHovGFI/AAAAAAAAALA/mjWJ1hSzrPo/s320/DSCN7662.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609515087794477138" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-EVQbhuuz1Ws/TdkAPnabTsI/AAAAAAAAAK4/UsvYlZ5-Bso/s1600/DSCN7615.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 348px; height: 260px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-EVQbhuuz1Ws/TdkAPnabTsI/AAAAAAAAAK4/UsvYlZ5-Bso/s320/DSCN7615.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609515079144525506" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Schalalalaaaaaaa, am tibetischen "Gipfelkreuz" auf ca. 4200m&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-o7Nsu5XHgeI/TdkAPVvU6sI/AAAAAAAAAKw/j00AdjUoOx4/s1600/DSCN7571.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 329px; height: 246px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-o7Nsu5XHgeI/TdkAPVvU6sI/AAAAAAAAAKw/j00AdjUoOx4/s320/DSCN7571.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609515074400348866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Tibetische Gompa from se inseid&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-xK6S7Aqe2Es/Tdj-8TZ_tZI/AAAAAAAAAKo/q9Xy3IT6I5Y/s1600/DSCN7583.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 247px; height: 329px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-xK6S7Aqe2Es/Tdj-8TZ_tZI/AAAAAAAAAKo/q9Xy3IT6I5Y/s320/DSCN7583.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609513647844865426" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Pilger in Muktinath&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-65DcgEAxxSQ/Tdj-7gbIaZI/AAAAAAAAAKg/tkMvGMYW1AU/s1600/DSCN7601.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 347px; height: 260px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-65DcgEAxxSQ/Tdj-7gbIaZI/AAAAAAAAAKg/tkMvGMYW1AU/s320/DSCN7601.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609513634159421842" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Mein Saddhu aus Bangalore&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-LalRGCscQ-I/Tdj-7Z64wDI/AAAAAAAAAKY/GC8Mha34Pag/s1600/DSCN7554.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 345px; height: 259px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-LalRGCscQ-I/Tdj-7Z64wDI/AAAAAAAAAKY/GC8Mha34Pag/s320/DSCN7554.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609513632413564978" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-AYXJLZeg0go/TdbGQ8LrXII/AAAAAAAAAKQ/8DHfntBVvxw/s1600/DSCN7546.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-AYXJLZeg0go/TdbGQ8LrXII/AAAAAAAAAKQ/8DHfntBVvxw/s320/DSCN7546.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5608888380271844482" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Die Wuestenoase Kakbeni&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-DmzZQJIVZq0/TdbGQW7TEkI/AAAAAAAAAKI/yJEy87_qSyo/s1600/DSCN7541.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-DmzZQJIVZq0/TdbGQW7TEkI/AAAAAAAAAKI/yJEy87_qSyo/s320/DSCN7541.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5608888370271031874" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Uhuuuuu, dam dam dam&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-AYXJLZeg0go/TdbGQ8LrXII/AAAAAAAAAKQ/8DHfntBVvxw/s1600/DSCN7546.JPG"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-CCnlbsdJGkk/TdbBejEdAhI/AAAAAAAAAKA/DpEekpnBgWA/s1600/DSCN7540.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-CCnlbsdJGkk/TdbBejEdAhI/AAAAAAAAAKA/DpEekpnBgWA/s320/DSCN7540.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5608883116490686994" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-CCnlbsdJGkk/TdbBejEdAhI/AAAAAAAAAKA/DpEekpnBgWA/s1600/DSCN7540.JPG"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-SXUAaXl0kcY/TdbADQkQVtI/AAAAAAAAAJ4/eAvlCBTcmns/s1600/DSCN7439.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 352px; height: 263px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-SXUAaXl0kcY/TdbADQkQVtI/AAAAAAAAAJ4/eAvlCBTcmns/s320/DSCN7439.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5608881548155705042" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Poonhill (3200) mit Tasse Kakau&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-xy8tl5CihXk/TdkBgUZuvOI/AAAAAAAAALo/dr3pFW1hivA/s1600/DSCN7669.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 266px; height: 354px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-xy8tl5CihXk/TdkBgUZuvOI/AAAAAAAAALo/dr3pFW1hivA/s320/DSCN7669.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609516465610734818" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Es nimmt doch ein bisschen mit&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-212699345159707773?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/212699345159707773/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/05/normal-0-false-false-false-en-us-ja-x.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/212699345159707773'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/212699345159707773'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/05/normal-0-false-false-false-en-us-ja-x.html' title='Nepal'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-W8wvjZf-xgc/TdkDCLmkq4I/AAAAAAAAALw/8D_vBRHIfoA/s72-c/DSCN7397.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-8078897381665486753</id><published>2011-04-30T02:50:00.000-07:00</published><updated>2011-04-30T03:12:18.039-07:00</updated><title type='text'>Zweiter Urlaubsblog</title><content type='html'>Der anstrengende Teil begann mit Mumbai und Kalkutta, zwei eigentlich sehr interessante Städte. Mumbai hatte neben einigen imposanten Kolonialbauten auch ein Nachtleben, was für Indien die totale Ausnahme ist. Ab 11 Uhr nachts gibt es nämlich selbst in Städten wie Bangalore oder Delhi im Grunde nur noch einen Chai&lt;a name="_GoBack"&gt;&lt;/a&gt; am Straßenstand aber sonst ist alles tot. In Mumbai ging im Hafenviertel noch bis um ein Uhr die Sause, was man sich nach 9 Monaten Kalkeri natürlich nicht entgehen lassen darf. Am Ende war es dann zu viel Sause, weshalb es mich in der letzten Nacht vor dem Abflug nach Kalkutta volkommen zerlegt hat. Schüttelfrost, Fieber, ect… Malariaängste beflügelten mich dann sogar noch zu einem Krankenhausbesuch am nächsten Tag, wo ich mich im Untersuchungszimmer plötzlich neben einer Toten wiederfand (wollte schon „Hallo“ sagen, habe es aber dann geschnallt). Der Flug wurde trotzdem durchgezogen und nach einer mäßig entspannten Nacht am Kühlschrank-Flughafen Kalkutta, dachte ich, nun wird die Wiege indischer Kultur, der Schauplatz aller Indien-Romane, das Cliche „Indien“ schlechthin, einmal zielstrebig erkundet: Nach zwei Tagen Ruhe im Hotel hatte ich solchen Durchfall, dass ich dachte, mein Darm zieht es gleich mit raus – Auftakt zu Krankenhausbesuch Nummer II. An den Tropf, um der Dehydration vorzubeugen (jeder Tropfen Wasser, den ich trank, lief aber sowas von schnurstraks durch, da war einfach kein Ausweg mehr). Damit war dann Kalkutta auch gesehen. Das Hotel war schön, das Krankenhaus auch, und weiter ging es mit dem Nachtzug nach Darjeeling, dem Teemekka, dem Vatikan der Teetrinker. Hier erschlug uns zuerst einmal die Kälte. 2000m liegt die Stadt im Vorhimalayaland. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, wieder Berge zu sehen und die Skijacke (die man in Kalkutta fassungslos mit sich herumträgt) auszupacken. Die Leute bekommen Schlitzaugen, sind entspannter, überall Buddhisten und Tibeter, das Gehupe nimmt ab und der ganze Stress fällt plötzlich von einem ab. Hier will man so schnell nicht mehr weg. Ich muss mir zwar noch jeden Tag die ultimative Folter geben, wenn ich den anderen beim Pizzaessen zusehen muss, denn ich weiß, dass das wieder im Chaos enden würde. Aber die Stadt allein lohnt sich schon echt. &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-r3F1RX0uP0g/TbvdyyxdRdI/AAAAAAAAAJQ/nccPo1hza-M/s1600/SAM_2010.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 378px; height: 282px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-r3F1RX0uP0g/TbvdyyxdRdI/AAAAAAAAAJQ/nccPo1hza-M/s320/SAM_2010.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5601314426257753554" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Hinterhof in Kalkutta&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-7NdRy_aa0Ek/TbvdyVQcrEI/AAAAAAAAAJI/K--q8Pu6n0o/s1600/SAM_2004.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 341px; height: 255px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-7NdRy_aa0Ek/TbvdyVQcrEI/AAAAAAAAAJI/K--q8Pu6n0o/s320/SAM_2004.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5601314418334673986" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Schulbus in Kalkutta&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-_Nl6eViFix0/Tbve6aqNXpI/AAAAAAAAAJg/mXmv7iJJnw0/s1600/SAM_2067.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-_Nl6eViFix0/Tbve6aqNXpI/AAAAAAAAAJg/mXmv7iJJnw0/s320/SAM_2067.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5601315656735481490" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Darjeeling I&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-7CohYFJOafg/Tbve6LsctkI/AAAAAAAAAJY/2pToOdfjdUI/s1600/SAM_2066.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-7CohYFJOafg/Tbve6LsctkI/AAAAAAAAAJY/2pToOdfjdUI/s320/SAM_2066.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5601315652718343746" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Darjeeling II&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-PD40RMZCix8/TbvgItviqlI/AAAAAAAAAJw/Pd3rED6iqzY/s1600/SAM_2115.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-PD40RMZCix8/TbvgItviqlI/AAAAAAAAAJw/Pd3rED6iqzY/s320/SAM_2115.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5601317001887918674" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;tibetische Gebetsfahnen, Darjeeling&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-folG-tXdxLA/TbvgIW4no1I/AAAAAAAAAJo/u1_ljywpUVU/s1600/SAM_2082.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-folG-tXdxLA/TbvgIW4no1I/AAAAAAAAAJo/u1_ljywpUVU/s320/SAM_2082.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5601316995751977810" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia; text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Teegarten&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-8078897381665486753?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/8078897381665486753/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/04/zweiter-urlaubsblog.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/8078897381665486753'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/8078897381665486753'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/04/zweiter-urlaubsblog.html' title='Zweiter Urlaubsblog'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-r3F1RX0uP0g/TbvdyyxdRdI/AAAAAAAAAJQ/nccPo1hza-M/s72-c/SAM_2010.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-2383057389541004834</id><published>2011-04-21T02:34:00.003-07:00</published><updated>2011-04-21T23:23:14.094-07:00</updated><title type='text'>Erster Urlaubsblog</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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Dieser Eintrag wird gerade in einem Bus nach Gokarna geschrieben, dem ersten Ziel unserer großen Reise – Sex, Drugs and Rock’n Roll. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Es passiert unter der strengen Aufsicht von den drei Indern auf der Hinterbank, die uns völlig entgeistert über die Schulter schielen, wie man denn einen Fernseher mit in den Bus nehmen kann.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die Schulkinder sind schon seit dem 4. April&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;außer Haus und die letzten zehn Tage konnte man in der Unterhose im Schulwald herumrennen. Das Essen war ausgezeichnet, da dié Küche mit dem Budged, das sie sonst für 200 Schüler plus Angestellte zur Verfügung hat, nun für die 15 übriggebliebenen Volunteers und Officeworker kochen konnte. Kokusnusschatni, Idlis, Chicken und alles, was das indische Gourmetherz begehrte wurden von Kamlagi Tag für Tag in der Küche gezaubert. Und die Ferienarbeit war auch nicht zu aufreibend: ein bisschen Streichen, ein bisschen Aufräumen und Zeugnisse schreiben. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und um sich von diesen zehn schwerem Ferientagen zu erholen, fahren Frederik und ich in den sechswöchigen Urlaub in Norden Indiens. Die Route sieht folgendermaßen aus: Strandurlaub in Gokarna (ein bisschen südlich von Goa), Drogenexzesse in Goa, von Mumbai einen Flug nach Kalkutta, wo wir dann zu viert sein werden. Darauf eine Tour nach West-Bengal nach Dargeeling, die Teestadt Indiens ganz im Norden. Darauf scharf abbiegen in Richtung Westen und den Mount Everest in Nepal besteigen (naja, vielleicht eher drumherum laufen). Kathmandu, die Hauptstadt Nepals, mit einem Freiwilligen, der dort arbeitet erkunden und womöglich ein bisschen Trekken gehen. Und zum Abschluss –&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;wieder südlich innerhalb Indiens –&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Varanasi.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;21.04.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Gokarna und Goa: done. Das Hirn ist herausgekifft, alle pseudoindischen Touristenspeisen ausprobiert (der Nutella-Banana-Parota ist der absolute Oberknaller) und die indische Langhosenblässe ist abgelegt. Von Goa aus sind wir heute mit dem Sleepersbus nach Mumbai gefahren. Eine Supersache, diese Sleepersbusse, obwohl ich wahrscheinlich mit dreizehn aus diesem Bett herausgewachsen bin. Der erste kulturelle Besuch in Mumbai galt McDonalds. Nach acht Monaten als Eremit fühlte man sich wieder in der Zivilisation. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und im Moment sitzen wir, glücklich die horrenden Hotelpreisen umschifft zu haben, in der Wohnung eines Couchsurfers, den Frederik ausfindig gemacht hat. Der erste Inder seit 8 Monaten, der mehr als zwei Bücher im Haus hat. Bombay ist schon wieder eine ganz andere Welt.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-SOCLfF0ggtM/TbEBDXLMmdI/AAAAAAAAAIg/wQPyxclCAvk/s1600/P1000946.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-SOCLfF0ggtM/TbEBDXLMmdI/AAAAAAAAAIg/wQPyxclCAvk/s320/P1000946.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5598256969070451154" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-JuPec2qrN-o/TbD-jCB5AbI/AAAAAAAAAIY/icYwp1GWm_w/s1600/P1000999.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-JuPec2qrN-o/TbD-jCB5AbI/AAAAAAAAAIY/icYwp1GWm_w/s320/P1000999.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5598254214615204274" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-qeU1ratdxws/TbEBEet3ViI/AAAAAAAAAIw/8VEy6vJ8Svc/s1600/P1010001.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-qeU1ratdxws/TbEBEet3ViI/AAAAAAAAAIw/8VEy6vJ8Svc/s320/P1010001.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5598256988274775586" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-rdQMmWemIe4/TbEBDky_eXI/AAAAAAAAAIo/UD_SahEAAYQ/s1600/P1000996.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-rdQMmWemIe4/TbEBDky_eXI/AAAAAAAAAIo/UD_SahEAAYQ/s320/P1000996.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5598256972727023986" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-SOCLfF0ggtM/TbEBDXLMmdI/AAAAAAAAAIg/wQPyxclCAvk/s1600/P1000946.JPG"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-UcV5Pw8XV_8/TbEQHI9u1KI/AAAAAAAAAJA/r9CRlG7Pvjg/s1600/P1010025.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-UcV5Pw8XV_8/TbEQHI9u1KI/AAAAAAAAAJA/r9CRlG7Pvjg/s320/P1010025.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5598273526649771170" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-2383057389541004834?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/2383057389541004834/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/04/erster-urlaubsblog.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/2383057389541004834'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/2383057389541004834'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/04/erster-urlaubsblog.html' title='Erster Urlaubsblog'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-SOCLfF0ggtM/TbEBDXLMmdI/AAAAAAAAAIg/wQPyxclCAvk/s72-c/P1000946.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-5438464134722355899</id><published>2011-04-07T09:45:00.000-07:00</published><updated>2011-04-07T10:02:00.111-07:00</updated><title type='text'>Ein Elternabend im Dschungel</title><content type='html'>Letzten Sonntag war das große say goodby für alle Kinder, die jetzt in die großen sechswöchigen Ferien entlassen wurden.&lt;br /&gt;Die Eltern trafen dabei auf einen hoch organisierten Stab an Voluntären und das meine ich ausnahmsweise einmal nicht ironisch. Jay und das Team im Office hatte gute Arbeit geleistet um diesen Tag völlig unindisch ablaufen zu lassen. Die Vorbereitungen passten und alles funktionierte recht unkompliziert (ich war vielleicht auch am chilligsten Posten und so mancher würde mir jetzt wahrscheinlich ins Genick springen; außer vielleicht Frederik, der vier Stunden den Ausgang bewachen musste).&lt;br /&gt;Die Schule hat nämlich ein ziemlich unverschämtes Problem, das aber natürlich auch begründet werden kann: Ein  großes Desinteresse der Eltern an der akademischen und musikalischen Ausrichtung der Schule.&lt;br /&gt;Das Problem (und gleichzeitig auch der Sinn der Schule) ist, dass fast alle Kinder aus sehr armen, ungebildeten und problematischen Haushalten kommen. Bauern, die oftmals gar kein eigenes Land besitzen, Busfahrer, Bauarbeiter, Prostituierte und Familien, in denen die Eltern gestorben sind, der Vater säuft oder nicht arbeiten geht. Diese Leute waren größtenteils gar nicht in der Schule, können nicht lesen oder schreiben, oder haben maximal ein paar Jahre in irgendeiner Dorfschule verbracht. Und wer selbst nie Bildung erlebt hat, versteht auch den Sinn und Wert von Bildung nicht. Die meisten sind zwar der Schule dankbar, da sie kostenlose Unterkunft und Verpflegung zur verfügung stellt. Dass das "Nebenprogramm" von Musikunterricht und akademischen Stunden aber die eigentlich Essenz darstellt, ist manchen nicht so ganz klar.&lt;br /&gt;Das sollte an diesem Tag ein wenig korrigiert werden und meiner Meinung nach ist das auch ein wenig gelungen.&lt;br /&gt;Der Tag begann mit langsamem Eindröppeln der Eltern ab 10:00 Uhr. Am Office mussten sich alle eintragen und bekamen einen „Parent's Pass“ von Ida, der Grinsefrau am Customer Care Stand auf der Officeveranda. Unterschrieben wurde mit Daumenabdruck. Das war schon ein Anblick: Die ganzen Bauern in ihren Lungis und ihren zentimetertiefen Rissen in den Hornhäuten ihrer Füße (wer sein Leben lang barfuß den Acker umpflügt, der hat irgendwann Füße... eieiei) zu sehen, um den Hals einen professionellen Parent's Pass baumelnd. Doch die Kinder waren sehr glücklich, ihre Eltern mit etwas zu sehen, das sonst nur sehr wichtige Personen bekommen.&lt;br /&gt;Vor dem Mittagessen gab es ein kleines Konzert der Kinder, dem die Eltern aber auch nur bedingt folgen können. Das muss man sich vor Augen halten, dass die Kinder der dritten Klasse sprachentechnisch und künstlerisch meist mehr draufhaben, als ihre Alten. Und nach dem Mittagessen mussten sich alle Eltern ohne Kinder in der Yogahall versammeln, beim wohl ersten Elternabend ihres Lebens. Alle auf dem Boden auf Chettais, Familienväter rechts, Mütter links.&lt;br /&gt;Matthieu hielt eine Rede in Hindi und Rajeswari, unsere Hindilehrerin, übersetzte in Kannada. Von dem, was ich verstanden habe, war es eine sehr gelungene Rede, die den Eltern ein bisschen näher bringen sollte, was Musik und Bildung überhaupt für einen Sinn hat. Sie bekamen zu hören, wie Musik die Hirnseiten vernetzt und wie wichtig sie sei, um den eigenen Horizont zu erweitern. Denn das fehlt diesem Land noch stark, der Blick über den Tellerrand von Familie, Dorf und vielleicht Schule. Dann kam er zu den echten Märchengeschichten dieser Schule. Krishna Sutar, einer der ältesten, wurde bei einem Besuch eines landesweit bekannten Sängers eingeladen, im Grunde seine Jüngerschaft anzutreten und mit ihm in den Norden zu gehen, wo er eine Ausbildung kostenlos erhält, für die andere ein Vermögen hinblättern müssen. Vom Schafshirten aus Belgaum zum Meisterstudenten nach Dheli in die Landeshauptstadt.&lt;br /&gt;Zweites Märchen war das der Schülerin Ansuja, die zwar nicht mehr in KSV wohnt (weil sie sich entschlossen hat, nicht Musik im College zu studieren) aber ihr Science-Studium noch von hier finanziert bekommt. Sie hat ausgezeichnete Noten und wenn alles glatt läuft und in ihrem Abitur 90% erreicht, fängt sie nächstes Jahr ihren Medizin Bachelor an.&lt;br /&gt;Als Matthieu so sprach sah man manchen sichtlich gerührten Muttis an, wie ihnen gerade das Licht aufging, was ihre Kinder hier eigentlich machen.&lt;br /&gt;Avinash hat schließlich noch zwei Elternreden sehr schlau eingefädelt, die jedoch auch sichtlich zu den wenigen Gebildeteren gehörten. Darin hat ein Vater den anderen Eltern eingeschärft hat, dass sie  sich nicht immer danach erkundigen sollten, wie denn das Essen hier ist und ob sie auch genügend Schlaf bekämen, sondern auch einmal nach dem akademischen Fortschritt fragen sollten.&lt;br /&gt;Matthieu führte noch einmal an, dass KSV nichts von ihnen haben wolle, kein Schulgeld, keine Schuluniformen, nichts, außer die Unterstützung und den Rückhalt der Eltern.&lt;br /&gt;Dass das wichtig ist, war an dem sehr bedauerlichen Fall von Shridevi aus der zehnten Klasse zu sehen. Die Eltern verheirateten die siebzehnjärige in den Halbjahresferien im Oktober. Avinash hatte allerhand zu tun, dass sie wenigstens ihren 10ten-Klasse-Abschluss machte, denn die Eltern wollten sie eigentlich schon im Februar verheiraten. Ob dieser Abschluss da ist oder nicht, mein Gott, wer braucht denn schon so etwas, wenn man sein Leben lang in der Küche stehen wird und Chapattis macht. Und das ist das ernüchternde: Man reißt sich den Arsch auf und finanziert über Jahre hinweg die Ausbildung und den Musikunterricht, die Möglichkeit wäre da, sie ans College zu bringen und dann kommt der Clan und holt das Mädel zurück an den Herd, wo es hingehört. In irgendeine andere Familie eines Kerls, den sie noch nie gesehen hat und mit dem sie jetzt Kinder machen muss...&lt;br /&gt;Es sind die Momente, wo einem wieder einfällt, was man hier eigentlich macht. Zwangsläufig werden diese Kinder einfach irgendwann zu ganz normalen Nervensägen, die man eben unterrichten muss. Aber dann kommen wieder die Momente, an denen man plötzlich versteht, wo die Veränderung einsetzen soll.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-5438464134722355899?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/5438464134722355899/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/04/ein-elternabend-im-dschungel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/5438464134722355899'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/5438464134722355899'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/04/ein-elternabend-im-dschungel.html' title='Ein Elternabend im Dschungel'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-1167989727844162341</id><published>2011-03-31T09:57:00.000-07:00</published><updated>2011-04-12T10:23:26.863-07:00</updated><title type='text'>Die indischen Todsünden</title><content type='html'>&lt;o:p style="font-family: georgia;"&gt;&lt;/o:p&gt;  &lt;p face="georgia" class="MsoNormal"&gt;Wenn zwei Kulturen aufeinander treffen, dann ist der eine entsetzt, was hier alles veboten ist, der andere was beim einen alles erlaubt ist. Nach einer Zeit in Indien hat man sich schon des Öfteren mal an den Kopf gefasst, wie sich Menschen zu bestimmten Sachen verhalten können. Aber irgendwann und irgendwo findet man doch für alles immer seine Begründung (manchmal auch wirklich nicht).&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p face="georgia" class="MsoNormal"&gt;Hier ein kleiner Kulturkatallog über Dinge, bei denen man sehr schnell mit dem kulturellen Todesblick gestraft werden kann:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Tabakkonsum&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Über das Rauchen habe ich, meine ich, schon mal gesprochen. Die wichtigste Regel Indiens gilt auch fürs Rauchen: Der Mann darf alles, die Frau eher so weniger alles. Tabak wird hier auf drei Wege zu sich genommen. Erstens, Pan kauen. Da kann man eigentlich gar nichts falsch machen – zumindest aus indischer Perspektive. Da dürfen Frauen mitmachen, man kann es überall machen, das Einstiegsalter für Betelnüsse liegt auch recht niedrig. Aus europäischer Sicht jedoch ist das nur eklig: roter Rachenraum mit roten Zähnen, überall diese Herumrotzerei, 60 mio. Fälle von mouth cancer in Indien jährlich, die Leute können nicht mehr ordentlich miteinander reden, weil sie den Mund voll rotem Saft haben (letzteres findet sich jedoch auch in unserem Kulturkreis, bei Leuten, die ihren Drogenkonsum in Form des hochästethischen Snus-Lutschens ausleben müssen). Zweite Form des Tabakkonsums ist das Beedi-Rauchen: Ein Eukalyptusblatt gerollt, gefüllt mit Taback. Eine Packung mit 24 Stück kostet 8 Rs (12 ct.).&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3033/2295396552_b33991727c.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 375px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3033/2295396552_b33991727c.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt; Die teurere Variante ist das echte Zigaretten Rauchen. Hier kostet eine Packung mit 20 Stück aber gleich 50 Rs. Da sich das die meisten Inder aber nicht leisten können, hat eine echte Zigarette hier mehr den Stand einer Zigarre bei uns – man kauft sich eine, wenn man sich einmal etwas gönnen möchte. Und mit &lt;i style=""&gt;einer &lt;/i&gt;meine ich auch eine Zigarette. Deswegen kann man am Kiosk auch oft nur eine halbe Schachtel kaufen, da die andere Hälfte schon einzeln verkauft wurde. Als ich für die weiblichen Süchtlinge einkaufen gehen müssen und 10 Packungen „Goldflakes“ am kleinen Busbahnhofskiosk bestellt habe, schaute der Kioskwala ganz verdutzt und rannte mit meinem 500 Rs- Schein in den nächst größeren Laden um dort für mich einzukaufen, weil er selbst gar nicht so viel hatte. Und für Beedis und Zigaretten gilt, nochmal, die Regel: Machst du das als Frau, bist du einen Prostituierte. An Holi hat Phillip zwei Deutsche Abituerientinnen mitgebracht, die gerade in Indien Urlaub machen. Ich hoffe schwer, dass diese zwei niemals auf meinen Blog stoßen, aber das muss an dieser Stelle gesagt sein: Wie man sich so anstellen kann, war uns allen ein Rätsel. Ihnen wurde einhundert Mal erläutert, dass sie nirgends im Zusammenhang mit der Schule rauchen dürfen, da ja schließlich niemand will, dass damit assoziiert wird, die Kinder aus dem Dorf würden von ausländischen Schlampen unterrichtet. Nein, sie wollen sich aber jetzt Zigaretten im Dorf kaufen, ob ein Junge mitkommt oder nicht, das sei ihnen egal. Diese Menschen müsse man doch endlich mal ein bisschen emanzipatorisch aufklären... Ich bin hier wirklich zum Feministen geworden aber wo der Gedanke von Emanzipation und Gleichstellung überhaupt nicht existiert, da muss man eben sehr behutsam voran gehen. Und nicht als europäischer Trampel mit Scheuklappen durch uralte indische Sitten zu pflügen. Da fährt&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;man besser zum Kiffen nach Goa und bleibt da, bis der Flieger geht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:georgia;"&gt;Alkohol&lt;span style=""&gt;                                                         &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Alkohol ist hier so unverhältnismäßig teuer, dass man sich fragt, wie Indien ein Alkoholproblem haben kann. Aber es existiert. Und das kriegt man mehr als einmal zu hören, wenn man sich mit den Kindern über ihre Eltern unterhält. Sehr viele von denen sind nämlich hier, weil ihre Mütter arbeiten gehen müssen, da der Vater überhaupt kein Geld mehr nach Hause bringt. Oder er lässt das, was er verdient, direkt im nächsten Liquor Shop. Auch unsere neue Hostel-Mama für die kleinen Mädchen, die hier jetzt arbeitet und einen echt liebevollen Job macht, ist nur hier, weil ihr Mann alles versäuft und die Kinder zwischenzeitlich von der Oma aufgezogen werden. Und das, wie gesagt, bei horrenden Preisen (zumindest von Bier): eine Halbe „Kingfisher strong“ kostet in Karnataka 1,30€ (das einzige wirklich indische Bier, was ich bisher hier gesehen habe; ich will nicht wissen, wer dafür geschmiert werden musste, dass es bei 1,2 Mrd. Menschen eine einzige einheimische Biersorte gibt).&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-q99PY2vQd_o/TZS2BKBhjiI/AAAAAAAAAIA/loH6sRjsJ8c/s1600/From%2BSylvian%2BDever%2B%252847%2529%25282%2529.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 276px; height: 368px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-q99PY2vQd_o/TZS2BKBhjiI/AAAAAAAAAIA/loH6sRjsJ8c/s320/From%2BSylvian%2BDever%2B%252847%2529%25282%2529.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5590293168460500514" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Wenn man das in Öttinger umrechnet, kriegt man immer ein bisschen Heimweh. Matthieu meinte, die Preise für Zigaretten und Alkohol sei deswegen so hoch, da das die einzig verlässliche Methode für den Staat sei, an Steuern zu kommen. Denn für die Einkommenssteuer wird einfach der Steuerfahnder geschmiert, der den Behördenchef schmieren muss, welcher wieder den Politiker schmieren muss, der ihm den Job als Behördenchef&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;verschafft hat. Auch für Alkohol gilt im Übrigen die einfache Formel: Frau + Alkohol = Schlampe, die nichts dagegen hat, angefasst zu werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Karten und Wetten&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Beides ist in Indien verboten, was ziemlich lächerlich klingen mag. Als wir im „Infosys“, dem Campus des Softwaregiganten aus Bangalore waren, haben wir dort in der Mensa alle möglichen Kartenspiele durchprobiert. Plötzlich kam einer der Aufseher, nahm uns die Karten aus der Hand. Entweder wir hörten sofort damit auf, oder er müsse uns hinauswerfen. Er hätte sicherlich auch bei Didl- UNO Karten keine Untschied gemacht. Warum das so ist, habe ich in Hampi erfahren, wo Trauben von dreißig Indern um ein Kartenspiel auf der Straße herumstehen und die Hunderterscheine auf den Boden werfen&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Dass Inder schnell ein Hang zum Exzess entwickeln, scheint auch beim Wetten der Fall zu sein. Ich wollte mit einem Lehrer wetten, dass Pakistan Indien bei der Cricket-WM im Halbfinale schlägt. Als ich das Yeshwand erzählt habe, war dieser ganz entsetzt, da ich das nicht in meiner Vorbildfunktion als Leher machen könne. Es sei verboten da Inder sehr schnell ihre Häuser verwetten und damit ihre Familie in die Obdachlosigkeit stürzen. Und diesen Wert wolle ich doch nicht den Schülern lehren… Habe es natürlich doch gemacht und 300 Rs verloren. Verdammter Schrottsport! Sowas langweiliges…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Kleidung&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Kleidung ist keineswegs verboten, man kann aber vieles Verbotenes machen. Oberstes Gebot auch hier: Mann darf alles, Frau muss ganz genau aufpassen. Der Mann hat nur einige Solls. Zum einen gibt es da die lange Hose. Eine Respektsperson bei der Arbeit trägt eine lange Hose. Und seien es 45 Grad, man läuft bei der Arbeit nicht mit kurzer Hose herum. Zuhause darf man dann in Shorts oder im Lungi, dem indischen Männerrock, herumlaufen. Das war einer der Punkte, wo ich noch lange angeeckt bin. Zum einen, da mein Zuhause ja gleichzeitig mein Arbeitsplatz ist. Und zum Anderen, da ich es einfach sau blöd fand, im Sommer in langen Hosen herum zu laufen. Genauso verhält es sich mit Stilarten: Ein H&amp;amp;M T-Shirt im Used Look &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;mit weitem V-Ausschnitt muss nicht unbedingt in Indien gerade cool sein. Und das bekommt man schnell in stichelnden Nebensätzen der Kinder zu hören. Am Anfang dachte ich mir dabei: Ja, wenn die Inder halt keinen Geschmack haben, dann muss das ja nicht für mich gelten. Die Einsicht, dass unsere Kleidungsart keinen normativen Wert besitzt, ließ sehr lange auf sich warten (irgendwann fängt man sogar an, die verschiedenen Schnurrbartstile positiv zu analysieren).&lt;br /&gt;Für Frauen stellt sich das Problem verschiedener „westlicher“ Stilarten gar nicht, denn westliche Klamotten sind für die ohnehin tabu. Einfache Regel: Keine Rundungen. Zu diesem Zweck muss eine Frau immer in Schlabberhosen herumlaufen, die Knöchel bedeckend und den Hintern kaschierend. Das wichtigste Kleidungsstück ist aber die Dupata, eine Art Schal der über der Brust hängen soll um auch wirklich alles unkentlich zu machen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-hxDziaPAKLg/TZS6GMPa5dI/AAAAAAAAAIQ/L4HLj7oTmTE/s1600/Anasuya%2BLamani%2B%25282%2529%25282%2529.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-hxDziaPAKLg/TZS6GMPa5dI/AAAAAAAAAIQ/L4HLj7oTmTE/s320/Anasuya%2BLamani%2B%25282%2529%25282%2529.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5590297653001512402" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt; Total unpraktisch, weil man das Ding alle 20 Sekunden wieder nach oben schieben muss (der Sari hat diesen Brüsteblocker schon mit eingebaut). Das mag auch wieder übertrieben klingen aber hat natürlich irgendwo wieder seinen Sinn. Es ist in gewisser Weise auch ein Selbstschutz, der der kulturell bedingten Notgeilheit der indischen Männerseite irgendwie versucht Herr zu werden. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: georgia;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-q99PY2vQd_o/TZS2BKBhjiI/AAAAAAAAAIA/loH6sRjsJ8c/s1600/From%2BSylvian%2BDever%2B%252847%2529%25282%2529.JPG"&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 14"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 14"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CFabian%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;o:officedocumentsettings&gt;   &lt;o:allowpng/&gt;  &lt;/o:OfficeDocumentSettings&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;link rel="themeData" href="file:///C:%5CUsers%5CFabian%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_themedata.thmx"&gt;&lt;link rel="colorSchemeMapping" href="file:///C:%5CUsers%5CFabian%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_colorschememapping.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; 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Was genau dahinter steckt, konnte wieder niemand so genau erklären, weshalb hier die Wikipedia-Erklärung kommt: Holika sollte auf Befehl ihres Vaters ihren Bruder umbringen, der sich weigerte, seinen Vater als Gott zu verehren. Holika hatte die Fähigkeit, nicht verbrennen zu können und so sprang sie mit ihrem Bruder ins Feuer. Jedoch verbrannte an dieser Stelle die böse Holika und ihr Bruder blieb unversehrt. Was das allerdings mit den Farben zu tun hat, verstehe ich trotzdem nicht so ganz. &lt;?xml:namespace prefix = o /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Aber zunächst zum größten Problem, das mit Holi und anderen Feirtagen verbunden ist. Viele Inder haben ja (hatte ich glaube ich irgendwo schon mal erwähnt), einen etwas unkontrollierten Hang zur Flasche. Dieser tritt ganz besonders an den großen Festtagen zu Tage, die der Inder als Aufforderung zu Massenbesäufnissen nimmt. Wenn dann also in Dharwad die Straßen voll sind mit Menschen ohne Selbstkontrolle, dann muss das zwar nicht für einen Inder unangenehm sein, doch als weißer Mann hält man sich dort lieber raus. Von Frauen rede ich hier gar nicht, denn selbst eine indische Frau schließt sich am besten gleich zu Hause ein. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Das ist auch der Grund, warum die Kinder an Holi auch nicht mehr in der Schule bleibt,&lt;span style="font-size:+0;"&gt; &lt;/span&gt;sondern in den Wald gehen. Holi vor drei Jahren sah nämlich so aus, dass so mancher Kerl aus Kalkeri betrunken in die Schule kam, um mit den Volunteersmädchen mal ordentlich Holi zu „spielen“: Bei diesem Spiel wurde die Brustregion besonders intensiv eingefärbt. Wer weg rannte und sich im Zimmer verschanzen wollte, bekam die Farbe dann durch das Fenster hinterhergeworfen. Es müssen unschöne Szenen gewesen sein. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Somit machten sich alle Kinder dann auf den zwanzig minütigen Weg zur nächsten Wiese. Dort wurden alle Farben herausgeholt – es gab gelb, violett, blau und grün – und die Schlacht konnte beginnen. Zu Holi kamen uns drei ICDEler (Hanna, Georg und Phillip aus Mysore) besuchen. Georg und Phillip hatten die geniale Idee, sich ein indisches Politikerdress zu kaufen (lange weiße Kurta mit weißer Hose) und so hat jeder mit seinen schäbigen Wegwerfklamotten gegen die drei stilvollen (oder auch maßlos dekadenten) Deutschen abstinken müssen. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://lh6.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo5Pak6zdI/AAAAAAAAATM/PmnVhWCvoaU/s640/CIMG3776.JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 613px; DISPLAY: block; HEIGHT: 480px; CURSOR: pointer" border="0" alt="" src="https://lh6.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo5Pak6zdI/AAAAAAAAATM/PmnVhWCvoaU/s640/CIMG3776.JPG" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Hier der Vorher-Nachher-Vergleich. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://lh5.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo4qxpLp_I/AAAAAAAAATE/tx04Jkwa-74/s640/CIMG3809.JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 618px; DISPLAY: block; HEIGHT: 480px; CURSOR: pointer" border="0" alt="" src="https://lh5.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo4qxpLp_I/AAAAAAAAATE/tx04Jkwa-74/s640/CIMG3809.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://lh6.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo5Pak6zdI/AAAAAAAAATM/PmnVhWCvoaU/s640/CIMG3776.JPG"&gt; &lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Nach einer guten Stunde waren die zwanzig Kilo Farbe schließlich verballert und gewonnen hatte, wer sich am meisten eingesaut hatte.&lt;span style="font-size:+0;"&gt; &lt;/span&gt;Am Ende wurden die Trommel heruasgeholt und die älterein Schüler verhalfen der Waldlichtung zum ganz eigenen Privatclub – die ganz nebensächlichen Vorteile einer Musikschule.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://lh3.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo92F1E0QI/AAAAAAAAAUI/u9P1zky--08/s640/IMG_6157.JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 614px; DISPLAY: block; HEIGHT: 480px; CURSOR: pointer" border="0" alt="" src="https://lh3.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo92F1E0QI/AAAAAAAAAUI/u9P1zky--08/s640/IMG_6157.JPG" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Spannend wurde es nochmal, als es daran ging, die Farbe von der verschwitzten Haut wieder ab zu bekommen. Dafür sind wir mit ein paar von den älteren Schülern zum Honapurlake gelatscht – etwa 40 min Fußweg von der der Schule aus –&lt;span style="font-size:+0;"&gt; &lt;/span&gt;und wollten uns dort sauber baden. Doch nicht einmal eine Stunde Schwimmen mit Seife und Bürste hat das Zeug aus Haaren, Kopfhaut und allen anderen Körperteilen wegbekommen. Bis jetzt – &lt;span style="font-size:+0;"&gt;&lt;/span&gt;fünf Tage später – habe ich immer noch einen roten Bauch. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://lh3.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo-IMZccnI/AAAAAAAAAUQ/LaxuZT4pgNI/s512/IMG_6175.JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 384px; DISPLAY: block; HEIGHT: 512px; CURSOR: pointer" border="0" alt="" src="https://lh3.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo-IMZccnI/AAAAAAAAAUQ/LaxuZT4pgNI/s512/IMG_6175.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Auf jedem Bild hat Chetan immer etwas in der Hand, das einfach super in Verbindung mit seinen Segelohren aussieht. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://lh4.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo9Pq-rerI/AAAAAAAAAT4/nSN3cH2aT3U/s640/IMG_6137.JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 616px; DISPLAY: block; HEIGHT: 480px; CURSOR: pointer" border="0" alt="" src="https://lh4.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo9Pq-rerI/AAAAAAAAAT4/nSN3cH2aT3U/s640/IMG_6137.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://lh3.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo9VfMrDwI/AAAAAAAAAUA/uzb0pwf5H7U/s640/IMG_6127.JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 621px; DISPLAY: block; HEIGHT: 480px; CURSOR: pointer" border="0" alt="" src="https://lh3.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo9VfMrDwI/AAAAAAAAAUA/uzb0pwf5H7U/s640/IMG_6127.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://lh3.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo81GYUTJI/AAAAAAAAAT0/X2XIf--8jfg/s512/IMG_6077.JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 384px; DISPLAY: block; HEIGHT: 512px; CURSOR: pointer" border="0" alt="" src="https://lh3.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo81GYUTJI/AAAAAAAAAT0/X2XIf--8jfg/s512/IMG_6077.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Die englische kühlere Variante von Holi. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://lh5.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo6gojcnAI/AAAAAAAAATs/hY1CRms5vHc/s512/IMG_1297%20%282%29.JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 384px; DISPLAY: block; HEIGHT: 512px; CURSOR: pointer" border="0" alt="" src="https://lh5.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo6gojcnAI/AAAAAAAAATs/hY1CRms5vHc/s512/IMG_1297%20%282%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Es gibt einfach Kinder... was soll man da noch sagen ;D &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://lh3.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo6NkxqHZI/AAAAAAAAATg/CQz_D4rqSsQ/s512/IMG_1294%20%282%29.JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 384px; DISPLAY: block; HEIGHT: 512px; CURSOR: pointer" border="0" alt="" src="https://lh3.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo6NkxqHZI/AAAAAAAAATg/CQz_D4rqSsQ/s512/IMG_1294%20%282%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Ruksanna, meine Top-Schülerin in der Neunten (gibt aber auch nur ein Mädchen), rüstet sich zum Kampf.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Es gibt neue Bilder auf &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;http://picasaweb.google.com/fabian.hafner/Indien1008209#&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-4838136398503955680?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/4838136398503955680/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/03/holi-das-farbenfest.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/4838136398503955680'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/4838136398503955680'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/03/holi-das-farbenfest.html' title='Holi, das Farbenfest'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh6.googleusercontent.com/_lUnpSJB2Ghw/TYo5Pak6zdI/AAAAAAAAATM/PmnVhWCvoaU/s72-c/CIMG3776.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-12733414093523491</id><published>2011-03-17T03:56:00.000-07:00</published><updated>2011-03-18T01:48:28.196-07:00</updated><title type='text'>Auftreten auf Indisch</title><content type='html'>Am letzten Sonntag durfte ich mich schließlich auch in die Reihe der großen Musik- Pandits und Ustads einreihen: Mit einem sagenhaften Debue vor 600 Zuschauern hat sich Mohasin Khan and Friends die Herzen der indische Konzertgängerschaft erspielt.&lt;br /&gt;Es begann mit vollkommen nervigen Proben mit dem Sohn meines Sitarlehrers. Dieser ist ein äußerst begabter Musiker, der einen Sitar-Wettbewerb nach dem anderen abräumt, jedoch auch ein sehr anstrengender Kerl, weil er sehr genau weiß, wie gut er ist. (Ein Glück, dass die Inder kein Deutsch können…). Jedenfalls musste ich ihm zuerst einmal erklären, dass ich noch nie in meinem Leben improvisiert habe und wir alles ganz langsam, Stück für Stück, durchgehen und alles aufschreiben müssen. Das hat äußerst lange gedauert und ich fühlte mich in mein erstes Unterrichtsjahr zurückversetzt. Dauernd wurden Absprachen bezüglich der Proben nicht eingehalten, er hat mich nicht zurückgerufen – Proben auf indisch eben.&lt;br /&gt;Am schwersten fiel mir das Einhören in die indischen Tals. Der Tala ist der Rhythmus, von der Tabla gespielt und funktioniert folgendermaßen: Wie es verschiedene Rags gibt (das sind soetwas wie Tonarten) gibt es auch verschiedene Rhythmusstrukturen. Der Tal „Tintal“ zum Beispiel, enthält 16 Schläge, wobei die in vier „Takte“ aufgeteilt werden. Nun kann man aber nicht so schön mit dem Fuß mitklopfen wie bei unseren 4/4 Takten, da manche Takte und Schläte überhaupt nicht betont werden. Daraus wird dann ein Mix aus Offbeats, Achteln und Vierteln, die von Vornherein in der Rhythmusart schon vorgegeben sind. Das ganze scheint einem Inder schon so in Fleisch und Blut übergegangen sein, dass das gar nicht erklärenswert scheint und somit musste ging es noch langsamer.&lt;br /&gt;Nach vier Proben hatte ich dann etwa 4 Seiten notiert und alle Musiker trafen sich am Samstag Abend bei den Khans im Haus: Sitar, Flöte (ein Flötenlehrer aus Hampi), Tabla (ein Musikstudent), ein elektronisches Schlagzeug und eine Sängerin aus Dharwad. Hier musste ich dann feststellen, wie viel Zeit sowas eigentlich brauchen sollte, so einen Chorus drauf zu kriegen: Beim Flötenlehrer hat es ca. 30 Minuten gedauert bis alles klar war. Es wurde bis um neun Uhr abends geprobt und ich sollte am nächsten Tag wieder früh um 9 Uhr da sein. Kein Minute später, denn der Santurspieler (die indische Hackbrettversion) komme schon um sieben und dann würde sofort zum Proben angefangen. Natürlich nimmt man sich so eine Aussage als Deutscher zu Herzen und so habe ich mir sogar vom Busbahnhof ein Rickshaw genommen um um 8:58 Uhr vor der Haustür zu stehen. Auf dem Weg die Liste der vergessenen Dinge gemacht: ordentliche Schuhe (ich lebe seit einem halben Jahr in den selben blauen Badelatschen für 1,20€), meine Konzertkurta und einen aufgeladenen Akku für meinen Foto. Angekommen durfte ich dann feststellen, dass pünktlich 9 Uhr eben doch nicht 9 Uhr ist. Alle sprangen noch im Schlafanzug herum, die einen mussten sich erst waschen, die andern noch frühstücken ect. Typisches mit-den-Augen-Rollen eines Deutschen als ich die Szene des Musiker-sleepovers beäugte.&lt;br /&gt;Der Santurspieler traf dann um 11 Uhr ein – ein Musiker aus Mangalore – und er hatte es einfach noch schneller raus als der Flötist, was mich total deprimierte – es waren so ungefähr 10 Minuten. Eine kurze Generalprobe und alle ab ins Taxi  nach Dandeli– mein Sitarlehrer war auch dabei. Nur wegen mir, meinte er, was ich aber nicht so ganz glaubte.&lt;br /&gt;In Dandeli kamen wir in einer Papierfabrik an, wo in der örtlichen Konzerthalle die Ehrung von 5 Leuten aus Karnattaka stattfand, die hier einen Life Time Achievment Award ausgehändigt bekommen sollten. Nach einem Caterer Buffet wurden Instrumente gestimmt, Sound gecheckt und mir wurde erklärt, wo ich sitzen sollte. Da wurde mir auch langsam klar, was die größte Leistung dieses Abends sein würde: Eine Stunde ohne Positionswechsel im Schneidersitz zu sitzen.&lt;br /&gt;Ein merklicher Unterschied zwischen indischen und europäischen Konzerten ist, dass in Indien die Show anfängt, bevor das Publikum da ist. Denn da kein Konzertgänger pünktlich sein kann, ist es ein ständiges Eindröppeln der Zuschauer (weswegen große Künstler immer am Ende spielen, wenn der Saal dann brechend voll ist). Aber nach etwa zehn Minuten war die Halle mit sicherlich 600 Leuten gut gefüllt.&lt;br /&gt;Während unserer Performance stellte sich dann heraus, dass für die gemeinsamen Stücke die Spielverteilung etwas ungerecht war. Als wir alleine geprobt hatten, hatten alle auf ihren Improvisationsteil verzichtet (den ich nicht hatte, weil ich es einfach nicht drauf habe) und so haben wir alle nur den Chorus geprobt. Jetzt versuche man aber mal 10 Minuten lang, während sich die anderen totimprovisieren, wichtig auszusehen. Da kommt man sich ziemlich blöd vor. Wichtig dabei ist das „kya bad hey“ (sowas wie „wow, what to say“) immer wieder nach abgeschlossenen Soli einzuwerfen um allen zu zeigen, dass das wirklich super war, was der Kollege gespielt hat.&lt;br /&gt;Am Ende (also als letzter, also als der Saar brechend voll war) durfte ich mit Drumpad fünf Minuten allein improvisieren, was dann natürlich alles rausgerissen hat. Der Saal hat gekocht… mehr oder weniger. Vielleicht auch, weil es so heiß war.&lt;br /&gt;Als Dankeschön hat jeder dann ein wunderschönes Holzbrett bekommen, mit einem Muster aus verschiedenen Holzarten hineingeschnitzt. Wir hatten noch auf dem Rückweg überlegt, ob wir es gegen eine Wassermelone eintauschen sollen aber jetzt taugt es als Rückenlehne im Volunteershaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-5zg_mI47AZY/TYHq7-11J9I/AAAAAAAAAHw/jVLhW8qNlkQ/s1600/SAM_0894.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-5zg_mI47AZY/TYHq7-11J9I/AAAAAAAAAHw/jVLhW8qNlkQ/s320/SAM_0894.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5585003329118087122" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-9kiVRZbq5DA/TYHq7eQ0EBI/AAAAAAAAAHo/aJxCI-IT91c/s1600/SAM_0893.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-9kiVRZbq5DA/TYHq7eQ0EBI/AAAAAAAAAHo/aJxCI-IT91c/s320/SAM_0893.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5585003320372891666" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-12733414093523491?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/12733414093523491/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/03/auftreten-auf-indisch-am-letzten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/12733414093523491'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/12733414093523491'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/03/auftreten-auf-indisch-am-letzten.html' title='Auftreten auf Indisch'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-5zg_mI47AZY/TYHq7-11J9I/AAAAAAAAAHw/jVLhW8qNlkQ/s72-c/SAM_0894.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-2071233930597966813</id><published>2011-03-09T06:31:00.000-08:00</published><updated>2011-03-21T10:29:06.034-07:00</updated><title type='text'>Wie es ist, ein Lehrer zu sein</title><content type='html'>Es ist ja eigentlich schon eine witzige Sache: Drei Monate, nachdem man selbst hinter der Schulbank für die als unsinnig erachteten Hausaufgaben verantworten musste, muss man nun selbst Kindern erklärt, was Zucht und Ordnung bedeutet.&lt;br /&gt;Auf gewisse Weise ist das Lehrersein natürlich weitaus unentspannter als das Schülersein. Man muss immer vorbereitet sein, man muss als erwachsenes Vorbild agieren und kann nicht mehr jeden Schmarn mitmachen. Ich sage immer „Shit“ in meiner neunten Klasse, das sollte ich mir abgewöhnen. Da schauen sie mich immer ganz entsetzt an. Zumal Fäkalausdrücke in Indien noch weitaus schwerwiegender sind als bei uns, denn der Inder hat wieder eine sehr besondere Beziehung dazu: Auf der einen Seite wischt er sich mit der Hand den Hintern ab, auf der anderen stieß das Kastensystem für Jahrhunderte alle Menschen, die beruflich mit Fäkalien in Berührung standen, regelrecht aus der Gesellschaft aus.&lt;br /&gt;Der Sprung vom Regelbefolger zum Regelgeber verlief allgemein ziemlich schnell. Letzte Woche musste ich wohl aber übel eine Gruppe Jungs verpfeifen, die in der Nacht den Fernsehkasten aufgebrochen haben und sich heimlichen einen gemeinschaftlichen Sleepover mit Film genehmigt hatten. Blöder Weise musste ich da aber um halb eins dran vorbei laufen, als ich aus dem Office noch meinen Laptop holen wollte. Darauf wurde der gesamten Schule der sonntägliche Movie gestrichen, bis sich ein Freiwilliger für die Aktion findet, der gesteht. Juhu, Beliebtheit Ade!&lt;br /&gt;Jedoch zurück zum Unterrichten: Man staunt immer wieder, wie unglaublich geschmiert manche Schulstunden verlaufen, wie eloquent man einen Störer in die Schranken verweist, ihn dabei vor der ganzen Klasse bloßstellt, den Lacher auf seiner Seite hat und damit auf voller Linie abkassiert. Nein, ich verhalte mich schon so fair wie möglich. Wie gut und schnell manche der Kinder voran kommen, zur Streberriege aufholen und wie manch stiller Schüler (meist sind es die Mädchen, die nicht den Mund aufkriegen) aufblüht und auch kräftig mit reinschreit, ohne sich zu melden.&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite staunt man aber genauso, wie furchtbar schlecht manche Stunde verlaufen kann. Stunden, die irgendwie vergessen wurden, vorzubereiten oder wo das Thema einfach von sich aus so langweilig ist, dass man dabei selbst einschläft. Oder, wo einfach keiner Bock hat: Der eine ließt in seinem Comic, der andere bohrt in der Nase und schaut aus dem Fenster und die drei Mädchen in der Ecke lausen sich gegenseitig und sind dabei lautstark in irgendein Thema auf Kannad vertieft. Chetan schaut dich interessiert mit seinen Segelohren an, wobei dir das total egal ist, weil du weißt, dass er sowieso kein Wort versteht, von dem was man sagt. Und Shabeer pfurzt so eklig um sich, dass sich keiner mehr konzentrieren kann. Dann lässt du den einen aufstehen und Kniebeugen machen, der andere kommt mit ausgesterckten Händen an die Wand. Der nächste wird mit der Bestrafung von 5 Seiten "I follow my teacher" ruhig gestellt. Und die Mädchenriege am Ende des Klassenzimmer muss den Abend mit Tellerwaschen der Klassen 1-4 bestreiten. Da werden die 45 Minuten zur Hölle und man kommt ernüchtert ins Volunteers-Hauptquartier zurück. Worst Case ist allerdings die Stunde direkt nach dem Mittagessen – und wenn ich direkt sage, dann heißt das wirklich 5 Minuten Zeit zur Verdauung. In diesen Stunden sitze ich die ersten 10 Minuten auf der Chettai und schaue untätig dem Treiben in der Klasse zu.&lt;br /&gt;Etwas betrübt muss ich das Niveau in meiner Neunten betrachten.&lt;br /&gt;Ich bitte um Rückmeldung, wenn sich jemand zutraut, dass er dieses Gedicht in der neunten Klasse verstanden hat:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;When in disgrace with fortune and men's eyes,&lt;br /&gt;   I all alone beweep my outcast state,&lt;br /&gt;And trouble deaf Heaven with my bootless cries,&lt;br /&gt;   And look upon myself, and curse my fate,&lt;br /&gt;Wishing me like to one more rich in hope,&lt;br /&gt;   Featur'd like him, like him with friends possess'd,&lt;br /&gt;Desiring this man's art, and that man's scope,&lt;br /&gt;   With what I most enjoy contented least:&lt;br /&gt;Yet in these thoughts myself almost despising,&lt;br /&gt;   Haply I think on thee,--and then my state&lt;br /&gt;(Like to the lark at break of day arising&lt;br /&gt;   From sullen earth) sings hymns at heaven's gate;&lt;br /&gt;For thy sweet love remember'd such wealth brings&lt;br /&gt;   That then I scorn to change my state with kings'.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für diesen Shakespeare musste ich selbst etwa eine Stunde mit Wörterbuch in meinem Kämmerlein schwitzen. Das erkläre aber nun mal ein paar Neuntklässlern, wobei Mantesh, meine linguale Speerspitze sich üblicherweise so verständigt: „Fabian, me one plate give – kitchen want“.&lt;br /&gt;Nun muss man an dieser Stelle ein wenig weiter über das indische Schulsystem ausholen. Unsere Kinder sprechen nämlich im Vergleich zu den anderen Dorfkindern, die auch den Shakespeare lesen sollen, ein hervorragendes Englisch. Ein Jugendlicher in Kalkeri bekommt meist gerade so zusammen, wie man nach dem Namen fragt und wie man sich erkundigt wo es denn hingehen soll. Ansrpuch und Realität gehen hier soweit auseinander, dass man total verzweifeln möchte. Denn am Ende des Jahres steht eine Prüfung, in der gefragt wird: Was sagt Mr. Rao in Zeile 34 zu seinem Sohn? Das heißt, dass die Geschichten und Gedichte nicht nur verstanden, sondern zudem noch auswendig gelernt werden müssen. Was passiert also, wenn nicht einmal die Englischlehrer in den Dorfschulen den Stoff verstehen? Sie drängen die Schüler dazu, wild zu spicken und geben ihnen die Lösungen vor. Sogar im großen zehnte-Klasse Abschluss. Da KSV aber etwas seriöser sein will, kommen nun bei den Prüfungen teilweise katastrophale Ergebnisse zusammen.&lt;br /&gt;Die Examen sind in drei Wochen, dann werde ich das volle Ausmaß meiner nicht erbrachten Lehrleistung zu spüren bekommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-2071233930597966813?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/2071233930597966813/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/03/wie-es-ist-ein-lehrer-zu-sein.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/2071233930597966813'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/2071233930597966813'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/03/wie-es-ist-ein-lehrer-zu-sein.html' title='Wie es ist, ein Lehrer zu sein'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-3430565584813720915</id><published>2011-02-25T06:12:00.000-08:00</published><updated>2011-02-25T06:15:31.716-08:00</updated><title type='text'>Was bisher geschah</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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  &lt;w:lsdexception locked="false" priority="61" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Light List"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="62" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Light Grid"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="63" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Shading 1"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="64" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Shading 2"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="65" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium List 1"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="66" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium List 2"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="67" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Grid 1"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="68" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Grid 2"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="69" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Grid 3"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="70" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Dark List"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="71" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Colorful Shading"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="72" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Colorful List"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="73" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Colorful Grid"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="60" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Light Shading Accent 1"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="61" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Light List Accent 1"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="62" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Light Grid Accent 1"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="63" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="64" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt; 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Das geschah an seiner Hochzeit letzte Woche. Im Vorfeld wurde von den geladenen Lehrern Geld für ein gemeinschaftliches Geschenk gesammelt, womit drei Kochtöpfe gekauft wurden, worüber sich Deepack sicherlich wie ein Schneekönig gefreut hat. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die Hochzeit bot einiges, jedoch war man eher enttäuscht, hatte man durch diverse Indienfilme doch eher das Bild einer einzigen Megaparty im Kopf. Die Patil-Familie ist jedoch schwer konservativ und so bestand das zweitägige Fest eigentlich nur aus Essen und einer unendlichen Zeremonie. Der Bräutigam war dreißig, die Braut war 18 und gesehen haben sie sich vorher kaum. Höhepunkte der Zeremonie waren das gegenseite Einschmieren der zu verheirantenden mit einer gelben Paste und das anschließende Wettwaschen zwischen der Familie des Bräutigams und der der Braut. Das Paar musste sich außerhalb der riesigen Feierhalle (die nur für Hochzeiten gebaut wurde) auf zwei Holzplanken setzen und wurden um halb drei Uhr nachts im engen Kreis der Familie mit Wasser übergossen und sauber geschrubbelt. Außen herum spannten die vier ältesten unverwittweten Frauen der Familien ein Quadrat mit einer kleinen Schnur, die Ecken duch einen kleinen Wasserpot mit Kokusnuss darin gesteckt. Der Pot mit Kokusnuss stellt immer die Göttin Laxmi dar, die Geld-Göttin. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Wettbewerb war jedoch vollkommen unfair, da der Mann nur Lungi (Handtuchrock) und Hemd wechseln musste, die Frau ihren kompletten Sari. Somit hat natürlich auch Deepack gewonnen und durfte eine supersexy Krone aufsetzen, die die Frau erst am nächsten Tag tragen durfte. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Was auch noch ziemlich unfair war, war die endgültige Zeremonie am nächsten Tag. Die Frau bekommt feierlich eine Halskette als Zeichen ihres geleisteten Gelöbnisses (außerdem später noch einen Fingerring und zwei Zehringe, damit es auch wirklich jeder kapiert, dass diese Frau nicht mehr zu haben ist). Der Mann kriegt… nichts. Ich will hier ja gar nichts unterstellen aber für uns sah das schon so ein bisschen nach der kulturell begründeten Erlaubnis aus, dass der Mann seinem zugewiesenen Sexualpartner mal entfliehen darf. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Weiteres Highlight dieser Woche: Es regnet. Der Klimawandel erhält endgültig Einzug in den indischen Wetterzyklus. Seit circa November gab es keinen einzigen Tropfen mehr und es ist ein eigenartiges Gefühl, wieder Wolken am Himmel zu sehen. Für uns ist das spitze, ein wenig Abwechslung in den staubigen Alltag zu bekommen. Aber für die Trockenzeit ist es extrem ungewöhnlich und ist ein weiteres Zeichen, wie stark sich die Monsunrhytmik verschiebt (früher konnte man den Tag vorhersagen, wann der Monsun einsetzt; die letzten Jahre konnte man sich nicht einmal mehr auf den Monat verlassen). &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Frederick hat beim Kondolenzbesuch unserer Hindilehrerin, deren Vater im Alter von 50 unerwartet an einem Herzinfarkt verstorben ist, die Pickels aufgegessen. Pickels sind eine Gewürzbeilage, die man nicht isst, sondern nur dippt. Das führte zu einer wunderbaren Erheiterung der Trauergemeinschaft. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Desweiteren: Unser Internet ist kaputt und unser einziger Tisch in unserer Hütte war kaputt. Bei letzterem hat sich ein Elektriker draufgestellt, um eine Glühbirne auszutauschen. Es fällt auf, dass bei indischen Handwerksbesuchen meist hinterher mehr kaputt ist, als zuvor. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-3430565584813720915?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/3430565584813720915/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/02/was-bisher-geschah.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/3430565584813720915'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/3430565584813720915'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/02/was-bisher-geschah.html' title='Was bisher geschah'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-8370646562478847575</id><published>2011-02-18T08:36:00.000-08:00</published><updated>2011-02-27T05:34:08.452-08:00</updated><title type='text'>On property</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: right;"&gt;18.02.11&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich werde jetzt immer meine Titel englisch benennen, das klingt einfach viel internationaler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei uns ist das Verhältnis von Dingen und ihrem Besitzer ziemlich deutlich. Gehört etwas mir, darf mir das keiner ohne Erlaubnis entwenden, es sei denn, er weiß, dass er es darf oder ich habe es ihm erlaubt. Wenn ich mein Pausenbrot in der Schule auspacke, dann ist es ganz selbstverständlich mein Recht, dieses Brot alleine zu essen. Ich kann zwar etwas abgeben, aber das ist meine Entscheidung und es zwingt mich keine kulturelle Norm dazu.&lt;br /&gt;In Indien ist das anders. Hier scheint zu gelten: Alles gehört allen. Die sogenannte Sharing Mentality. Wenn ein Kind einen Strauch Bananen von ihrem Vater, der Bananenfarmer ist, geschenkt bekommt, muss das arme Kind eine Banane nach der anderen abdrücken. Wenn einer mit einer Tüte Chumari (indische Nudelchips) von seinen Eltern gebracht bekommt, dann wird das brav unter allen im Klassenraum verteilt. Nicht nur für die guten Freunde, sondern auch  für  die, die man nicht leiden kann. Neulich kam die Mutter von Ravikumar, einem Kind mit einem unglaublich großen Kopf, mit einer Geburtstagstorte in die Schule. An dieser Stelle sei gesagt, dass die indische Gebäck- und Kuchenkultur mit der unsrigen in keinster Weise vergleichbar ist. Es sieht zwar immer aus wie ein guter Kuchen, weil er außenrum so schön kitschig-bunt verziert ist, schmeckt aber immer gleich und nicht sonderlich gut. Für Pralinen haben die Inder aber ein recht gutes Substitut gefunden. Alle Pedhas (Süßigkeiten) werden hier aus einer Art Rohteigmasse/Marzipan gemacht.&lt;br /&gt;Jedenfalls, anstatt die besagte Geburtstagstorte mit seinen besten Freunden zu teilen, oder gar alleine zu essen (wie ich es gemacht hätte), wurde die Glocke geläutet und die ganze Schule hat sich angestellt, um ein daumengroßes Stück Kuchen entgegenzunehmen. Ich finde das total bewundernswert, denn meine Art von Teilen (wenn es Essen angeht) besteht meist darin, den Teil, den ich nicht mehr schaffe, großzügig den anderen zu überlassen.&lt;br /&gt;Interessant ist auch der Besitz von Wasser. Wasser wird hier als so essentiell erachtet, dass es dafür keinen richtigen Besitzer gibt. Verweigere niemals einem Inder einen Schluck Wasser aus deiner Flasche! Es kann passieren, dass man sich eine Flasche Wasser kauft (kostet hier ca. 25 Cent) und man im Bus von drei Leuten im Bus mit „Pani chaie“ (wörtlich: water is needed) angeredet wird. Da kommt man sich schon ein bisschen blöd vor, dass die Flasche plötzlich nur noch halb so voll ist wie davor. Jedoch steht dir selbst genau das gleiche Recht zu, nach Wasser zu fragen. Auch kann man einfach in der Stadt an einen Essensstand gehen und den obligatorisch immer bereitstehenden Wasserkrug wortlos leertrinken. Ein „dürfte ich freundlicherweise einen Schluck nehmen“ ist vollkommen überflüssig .&lt;br /&gt;Schön zu beobachten ist das auch beim Pankauen. Die Dinge, die man für einen Panshot braucht sind: Tabak, klein verrieben in der Hand, ein Panblatt, Betelnüsse und eine Art Kalkmasse. Die Kalkmasse ist glaube ich dazu da, die Zähne danach wieder vom Rot des Panblattes auszubleichen. Nun sitzen 20 Pankauer im Bus und dem einen fehlt das Blatt, der andere hat gerade keinen Tabak, der dritte braucht das Tuna (Kalkmasse). So gehen ständig alle Utensilien im Bus herum, keine Frage, ob mir mein Nachbar bekannt ist oder nicht. Und wieder kein „Entschuldigung, dürfte ich liebenswerter Weise einen Klecks Ihres Tunas haben“ sondern mehr ein Stoß mit dem Ellenbogen und „Hm!“ mit Verweis auf die Tunapackung des Gegenübers.&lt;br /&gt;Überhaupt drückt der Inder Dankbarkeit und Höflichkeit kaum durch eine höhere Anzahl von  Worten aus.  Es gibt zwar Übersetzungen für „Please“, oder „Thank you“, die werden aber nur sehr selten gebraucht. Zum einen gibt es diese Respektsformen, zum Beispiel beim Imperativ:„Jana“ heißt im Infinitiv „gehen“. Kann aber auch sehr rüde „geh“ heißen. Mit steigendem Grad an Höflichkeit wird daraus: jao, jaie und jaiega – es würde mir außerordentliche Freude bereite, wenn Sie, verehrte(r) Herr/Dame, sich zum Gehen ermuntert fühlten. Zum anderen wird aber sehr oft Dankbarkeit über Mimik oder Gestik geregelt, was es für einen Nichtinder sehr schwierig macht, nicht unhöflich aufzufallen.&lt;br /&gt;Zurück zum Eigentum. Die Sharing Mentality geht sogar so weit, dass hier Kinder geteilt werden. Kamlaji, unsere Köchin, die auch in der Schule wohnt, hat vier Töchter aber eigentlich fünf. Nur vier deshalb, weil sie eins ihrer Schwester gegeben hat, die keine Kinder bekommen konnte.&lt;br /&gt;Am deutlichsten kann man das Verhältnis von Besitzer und Eigentum daran festmachen, wenn man sich anschaut, wie Diebstahl behandelt wird. Kürzlich ist Reka, der Frau unseres General Managers, ein Fahrrad gestohlen worden. Jemand aus Kalkeri ist in der Nacht zur Schule gekommen und nahm das (unabgeschlossene) Fahrrad einfach mit. Am nächsten Tag kam ein mit unseren Schulkindern befreundeter Kerl in die Schule und verriet, dass das Fahrrad in Kalkeri sei. Also ist Reka nach Kalkeri gegangen, bat um das Fahrrad und hat es auch wiederbekommen. Aber auf die Idee, zur Polizei zu gehen und einen Diebstahl zu melden, ist niemand gekommen.&lt;br /&gt;So blöd das klingt, aber hier scheint die  Schuld bei demjenigen zu liegen, der das Fahrrad nicht ordentlich angeschlossen hat. Wenn ich in Dharwad ein Motorrad abstelle, es nicht abschließe und es geklaut wird, dann bin ich nicht nur schuld, weil ich so blöd war, sondern scheine dadurch meinen Anspruch auf Eigentum verwirkt zu haben. Auch wird man zum Beispiel in Indien niemals ein Haus finden (wenn es nicht gerade aus Bambus und Kuhdung besteht), das unvergitterte Fenster besitzt. Es scheint hier nach der Devise zu gehen: „Wenn ich mein Eigentum nicht ordentlich sichere, steht es mir auch nicht zu.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-8370646562478847575?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/8370646562478847575/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/02/on-property.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/8370646562478847575'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/8370646562478847575'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/02/on-property.html' title='On property'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-5305574419072133680</id><published>2011-02-10T01:03:00.000-08:00</published><updated>2011-02-10T02:09:17.197-08:00</updated><title type='text'>Auf einen Tee beim Dalai Lama</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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Wer ist der Dalai Lama?“, meinten meine Neuntklässler, als ich stolz verkündet habe, dass ich am Samstag His Holiness besuchen werde.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Ja, ich fand es schon besonders, auch wenn kaum einer der Schüler oder auch Angestellten (die Lehrer, weiß ich nicht) von ihm je gehört hatten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top: 12pt;"&gt;Wir fuhren zu siebt ins drei Stunden entfernte Mundgod, eine tibetische Exilgemeinde, in der derzeit um die 8000 tibetische Mönche leben. Hier residierte der Dalai Lama für eine Woche, gab Unterricht und hielt diverse buddhistische Pujas ab. Schon die Ankunft dort war besonders: Natürlich waren alle Hotels und Pensionen in diesem eigentlich vollkommen untouristischen Ort restlos ausgebucht und somit standen wir abends um halb zehn im langsam aussterbenden Stadtzentrum von Mudgod. Wir fragten übriggebliebene Omlettbruzler, ob vielleicht bei ihnen zuhause noch ein Dach frei wäre, wo man seinen Schlafsack ausrollen könne, aber keiner &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;wollte sich drauf einlassen. Wohl, weil wir mit einer Gruppe von sieben Ausländern auch nicht besonders vertrauenserregend wirkten. Wir fühlten uns ein bisschen wie die buddhistische Variante von Josef und Maria, die zur Ankunft seiner Heiligkeit keine Herberbe mehr finden kann. Arianne entdeckte jedoch schließlich irgendein Schild, worauf etwas von Sisters of Charity geschrieben stand, und da dachten wir: Ha, die können uns ja gar nicht ablehnen. So fanden wir uns drei Minuten später vor einem kleinen Krankenhaus wieder, eine Madonna hinter dem Tor groß beleuchtet. Wir seien von weit hergekommen und alle müde und jetzt ist es schon so spät und wir hätten auch nichts zum Schlafen ect. und zack, hatten wir zwei leere Krankhauszimmer mit Bad (so sauber, wie ich noch keins in Indien gesehen habe) und Ventilator; Jungs und Mädchen wurden natürlich sofor t getrennt, da gab es überhaupt keine Diskussion. Das hatte die Oberschwester gleich klar gemacht. Aber freundlich waren da alle, das war der Wahnsinn.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top: 12pt;"&gt;Tags drauf standen wi r um sechs auf der Matte, damit wir die Spiritualität dieses Ortes möglichst lange auf uns wirken lassen könnten, so die anderen Volunteers. Bei mir hat aber um diese Uhrzeit überhaupt nichts gewirkt. Wir nahmen ein mäßig gutes Sirah zu uns, eine Art süßer Couscous, und begaben uns mit dem Rickshaw ins 10 Minuten entfernte tibetische Camp.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top: 12pt;"&gt;Es war ein eigenartiges Gefühl, plötzlich unter lauter roten Roben umherzulaufen und tausenden von schlitzäugigen Tibetern, die sich alle für dieses Event absolut schick herausgeputzt hatten. Die Nicht-Mönche hatten ihre traditionellen tibetischen Gewänder an, einen Verschnitt aus Sari und Kimono (der viel schöner sind als die südindische Tracht). Nach Angaben waren dort 10000 Mönche und sicherlich nochmal soviel tibetisches Besuchervolk.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top: 12pt;"&gt;Wir schafften es, in den inneren Teil des Tempel zu gelangen, auch wenn wir nur Plätze ganz hinten bekamen. Von dort konnten His Holiness jedoch wunderbar sehen. Dann ging es los: der Dalai Lama kam einmarschiert, einen Haufen weiterer Obertibeter im Schlepptau. Einige von ihnen spielten mein Lieblingsinstrument, die Shenai (die nervige indische Oboe, wer sich erinnert). Als das Gequacke verstummte, setzte ein unglaubliches Gröhlen ein. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Die Mönche, die vorne am Altar saßen, brummten ins&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Mikro.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top: 12pt;"&gt;Der Samstag dehnte sich dann schließlich auf sagenhafte 8 Stunden Unterricht aus. Wir hatten keine Ahnung, um was es ging. Eine Synchronübersetzung vom Tibetischen ins Englische konnten wir zwar auf Frequenz 100 mit unseren Mp3 Playern empfangen, doch das heißt nicht, dass man dann irgendwas über Tatras und Mantras versteht. Am Anfang sprach er noch recht viel über sich aber dann wurde es vollkommen buddhistisch-theologisch und ich nahm mir mein Hindibuch zum Lernen. Des schlimmste jedoch war, dass man diese 8 Stunden (mit zwei Pausen) im Schneidersitz durchstehen musste. Mein Rücken ist immer noch im Arsch. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top: 12pt;"&gt;Ich schätze, diesed Gegröle hat sicherlich offiziell irgendeinen spirituellen Sinn aber insgeheim dient es nur dazu einen aufzuwecken, wenn man mal wieder eingepennt ist. Du schlummerst semigemütlich vor dir hin, Kopf auf dein aufgestelltes Knie gelegt, und plötzlich machte es „Brumm“, volle Kanne aus allen Lautsprechern im Tempel, du schreckst hoch, wischst dir den Sabber vom Mund und tust dann so, als ob nichts gewesen sei. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top: 12pt;"&gt;Die andere Ablenkung waren die Brotzeitpausen, eine höchst sympatische Eigenschaft des buddhistischen Gottesdienstes. Das geht bei den Christen ein bisschen knausriger zu, nur so ein Stück Brot und wenn man Glück hat kriegt man noch einen Schluck zu trinken (ja, ich weiß, theologisch ist das jetzt total daneben). Bei den Buddhisten wird da voll aufgetischt: Zuerst kamen ca. 100 Mönche mit überdimensionalen blechernen Teekannen in den Tempel hineingerannt! und haben jedem Teilnehmer einen tibetischen Buttertee in den vorher ausgeteilten Pappbecher gegossen. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Anschließend gab es ein rundes tibetisches Fladenbrot, leicht gezuckert, auch von rennenden Mönchen aus großen Wannen serviert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top: 12pt;"&gt;Dass diese Mönche gerannt sind, ist deßhalb so besonders, da in Indien niemand rennt. Wenn mal jemand rennt, dann ist das um entweder einen Sitzplatz im Bus zu kriegen oder um der erste Schaulustige an einem blutigen Autounfall zu sein (war auf der Strecke nach Goa zu lernen). Vielleicht rennt man also in Tibet mehr als in Indien. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top: 12pt;"&gt;Neben der Zeremonie hat man so einige abgefahrene Bekanntschaften machen können: Ein buddhistischer Mönch namens Michael, in Deutschland geboren, in Californien aufgewachsen, bekennend schwul (scheint nicht so schwierig wie evangelischen Pfarrhäusern zu sein). Ein Ehepaar aus den Niederlanden, beide in einem italienischen buddhistischen Kloster lebend. Und ein weiterer Exiltibeter (mit der ersten Exilgruppe aus Tibet nach Indien geflohen), der 1980 für sieben Jahre in Tübingen studiert hat, dort sein Mönchtum abgelegt hat und eine amerikanische Frau geheiratet hat. Letzteren werde ich auf jeden Fall nochmal treffen, das hab ich mir schon vorgenommen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top: 12pt;"&gt;Am Sonntag gab es dann ein weiteres kulinarisches High light. Viele Menschen hatten Essenspackete gesponsort (Früchte, Kekse, Mangosäfte, Zwieback ect.) und die wurden alle einzelnd vor dem Dalai Lama abgesegnet und dann an die Leute verteilt. Dazu wurden vorher Stofftüten ausgeteilt, in die man dann seine Brotzeit einpacken konnte. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-top: 12pt;"&gt;Zum Schluss konnte dann nochmal jeder ins Auto winken und so fuhr seine Heiligkeit im Lamamobil zur letzten Zeremonie für den inneren Kreis, wo keine Ausländer zugelassen waren. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-5305574419072133680?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/5305574419072133680/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/02/auf-einen-tee-beim-dalai-lama.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/5305574419072133680'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/5305574419072133680'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/02/auf-einen-tee-beim-dalai-lama.html' title='Auf einen Tee beim Dalai Lama'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-1654278568700395258</id><published>2011-02-09T06:26:00.000-08:00</published><updated>2011-02-09T06:28:20.218-08:00</updated><title type='text'>Ein halbes Jahr in Indien</title><content type='html'>Ein halbes Jahr ist vorbei, ein weiteres steht vor mir. Es gab Hochs und Tiefs, keine Frage, manche Tiefs waren sogar ziemlich tief. Aber die Zeit treibt einen Alltag ins Dahinleben, der es  inzwischen sehr schwer macht, noch viel über die eigene Situation, über seine Motivation und die Frage, ob dieses Jahr denn sinnvoll war, nachzudenken. Kalkeri ist mein zweites Zuhause geworden.  Die Wochen fliegen nur so vorbei, die fehlenden Jahreszeiten tun ihr übriges, dass man jegliches Gefühl verliert, wieviel eigentlich ein Monat ist.&lt;br /&gt;Im Moment ließe sich eigentlich über nichts klagen, außer über meinen Stuhl. Also, ich habe jetzt seit zwei Wochen einen Stuhl in meinem Zimmer (auch einen Tisch) aber der ist in Ordnung. Er ist zwar nicht besonders schön, ein roter Plastikstuhl mit mäßig schönem Blumenmuster in der Rückenlehne, aber zum Sitzen ist er prima. Der andere Stuhl, der,  der weniger Konstanz hat (obwohl der rote Plastikstuhl auch nicht gerade sonderlich stabil ist) ist, wie gesagt, weniger zufriedenstellend. Er will sich seit zwei Monaten nicht mehr so recht erholen und verträgt sich immer weniger mit der lokalen Masala-Kultur (scharf, für alle, die nie beim Inder einkehren).  Aber… lassen wir das. Ich kriegen von den anderen schon immer zu sehr geschimpft, dass ich sie zuviel darüber wissen lasse.&lt;br /&gt;Mehr zu den Dingen, über die man nach sechs Monaten Indien wirklich sprechen sollte.&lt;br /&gt;Das Lehrersein gefällt mir mal mehr, mal weniger, je nachdem, wie ich die Kinder unter Kontrolle habe. Seit zwei Monaten unterrichte ich meine 20 Drittklässler ohne Hilfslehrerin und es dauerte schon eine Weile bis ich meine knallharte Linie gefunden hatte. Aber inzwischen rumpelt alles hoch, sobald ich das Klassenzimmer betrete und schreit im Chor: „Good Morning, Hafner Sir“, salutiert und setzt sich wieder. Ja… so ungefähr läuft das.&lt;br /&gt;Das, was ich aus diesem Jahr mitnehmen will, nimmt langsam Gestalt an. Ich lerne ein bisschen Sitar mit meinem Guru Hamid Khan, in Hindi verstehe ich langsam so machen Satzbrocken und ich beginne Mentalität, Religion und Kultur so langsam miteinander zu verbinden und ansatzweise zu verstehen.&lt;br /&gt;Neulich, als ich mit zweien meiner Drittklässlern eine reading-class hatte, glaubte ich dahingehend etwas wichtiges kapiert zu haben. Wir lasen ein englisches Göttercomic, das ich in unserer kleinen Schulbibliothek gefunden hatte. In dem Comic, in dem es um die Transzendenz und Deszendenz der Göttin Ganga geht, bringt ein mächtiger Sadu (also eigentlich ein Nicht-Gott, mehr ein Weiser) mit einer Hm-Silbe 60.000 Brüder des Prinzen Amsuman um, indem er sie alle auf einmal in Flammen aufgehen lässt. Sie hatten den Sadu unverschämt behandelt. Daraufhin geht der Sohn des Prinzen auf die Suche nach seinen 60.000 Onkels. Als er den Sadu findet und erfährt, dass alle tot sind, überlegt er nur, wie man die Brüder vor der Hölle bewahren und doch noch in den Himmel bringen könne. Kein Wort von Zorn oder Ärger gegenüber dem Waisen, der mal eben 60.000 Leute verbrannt hat.&lt;br /&gt;Die Geschichte fand ich ziemlich eindrücklich, weil sie ganz gut eine Eigenart indischer Mentalität widerspiegelt. Hier regt man sich über gar nichts auf, wirklich überhaupt nichts. Die indische Gelassenheit ist kein Sprichwort sondern eine Lebenseinstellung. Wenn einhundert  Menschen in den Bus stürmen bevor auch nur einer ausgestiegen ist und dabei irgendwelche Omas mit zehn Kilo Kartoffeln auf dem Kopf über den Haufen gerannt werden, dann stört das niemand. Wenn sich an der Ladentheke einer vollkommen dreist vordrängelt, obwohl andere schon seit Minuten warten, dann ist das egal. Wenn bei Veranstaltungen keiner der vier Lautsprecher funktioniert und nur eins  der vier Mikros, anyway. Wenn das Klo eines Nobelrestaurants aussieht wie drei Jahre lang reingekackt und noch nie sauber gemacht, dann ist das halt so. Bei uns ist ein Arbeiter in eins der Volunteershäuser eingebrochen und hat Geld und Kreditkarten geklaut. Als er von einem Volunteer in flagranti ertappt wurde, musste er ins Office kommen, die Dinge zurückkommen und hat Hausarrest bekommen. Niemand wurde besonders ärgerlich zur Brust genommen oder laut angegangen. Da kommt man sich schon blöd vor, wenn man sich darüber aufregt, dass sich hier niemand aufregt.&lt;br /&gt;Avinash (Schulleiter) meinte in seiner Erklärung über das Puja (also das indische Gebet), dass man nicht, wie bei uns, betet, um Unheil abzulenken, sondern um es besser ertragen zu können. Wenn ich also etwas falsches gemacht habe, dann werde ich vom Karma bestraft und daraus gibt es überhaupt kein Entrinnen. Alles was mein persönlicher Gott mir geben kann, ist, dass ich mein schlechtes Karma mit Gelassenheit hinnehme. Ich bin nicht unendlich traurig und zornig, fange an, alles in Frage zu stellen, sondern nehme es als gottgegeben und damit unumstößlich hin. Das mache ich sogar, wenn ich selbst nichts für mein schlechtes Karma kann. Haben meine Vorfahren ein schlimmes Verbrechen begangen, kann auch noch die dreißigste Generation die Strafe ausbaden müssen. Bin ich in die Kaste der Toilettenputzer hineingeboren, dann habe ich halt Pech, aber aufregen tue ich mich nicht. Auch probiere ich nicht , mich daraus zu befreien, sondern nehme es als meinen Platz oder Aufgabe in der Welt hin.&lt;br /&gt;Ich glaube, das ist es, was alles so easy macht. Die Vorstellung, dass sich ohnehin nichts ändern lässt. Das ändert sich zwar gerade in irrsinnigem Tempo, was große lebensbestimmende Dinge wie den Beruf angeht (weniger ist die Veränderung aber beim Thema arrangierte Ehe zu finden). Aber an den kleinen Dingen im Alltag ist das wunderbar spürbar.&lt;br /&gt;Mitnichten will ich hier etwas kritisieren, denn es ist im Grunde eine sehr besonnene Art, mit dem Alltag umzugehen, die ich sicherlich zurück in der stressigen Welt doch das ein oder andere Mal vermissen werde.&lt;br /&gt;Was schwer bleibt und mir allgemein auch recht aussichtslos erscheint, ist, eng mit Einheimischen anzubandeln. Dazu ist mein Dorf Kalkeri einfach zu, nennen wir es, entlegen. Diejenigen, mit denen man auf einen Nenner kommt, scheinen obligatorisch einmal in der IT-Hochburg Bangalore gelebt haben zu müssen. Das scheint irgendwie freizumachen von Vorstellungen wie: alle Weißen Menschen sind glücklich; alle Weißen sind Millionäre und jeder Inder muss möglichst schnell nach Europa oder Amerika. Bei uns haben das Avinash und der Accountance Yeshvand, mit denen man schon mal auf einen Mangojuice nach Dharwad gehen kann (Bier geht ja immer nicht, weil sie erstens nicht trinken und zweitens man sich in diese fixerstubenähnlichen Liquor Stores hineinsetzen müsste, wo die Alkoholleichen über dem Tresen liegen).&lt;br /&gt;Ich hoffe für die nächsten sechs Monate, dass sich diese Begegnungen noch etwas mehren, denn man ist hier schon sehr stark in seinem Europäerkreis eingebunden (mit Gründerfamilie sind wir inzwischen 16 Volunteers).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-1654278568700395258?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/1654278568700395258/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/02/ein-halbes-jahr-in-indien.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/1654278568700395258'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/1654278568700395258'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/02/ein-halbes-jahr-in-indien.html' title='Ein halbes Jahr in Indien'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-7805853118244784437</id><published>2011-01-30T01:38:00.000-08:00</published><updated>2011-01-30T08:37:48.231-08:00</updated><title type='text'>Abwesenheitsnotiz</title><content type='html'>&lt;span style="" lang="EN-US"&gt;I was out of office  on last Thursday, 27 of Jan. Blog requests could not be forwarded to  me. A one day meeting had to be summoned on the beach of Gokarna due to  the excessive labour conditions in Kalkeri. Tight finances caused a  sleepover on the beach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TUT-T5uw0CI/AAAAAAAAAG8/1d_igg1-yQA/s1600/P1000475.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TUT-T5uw0CI/AAAAAAAAAG8/1d_igg1-yQA/s320/P1000475.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5567854657204703266" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TUT-TWTBi5I/AAAAAAAAAG0/fQmdwfWvvmg/s1600/P1000471.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TUT-TWTBi5I/AAAAAAAAAG0/fQmdwfWvvmg/s320/P1000471.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5567854647693118354" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TUT-TD0LnEI/AAAAAAAAAGs/U_7bACNqrLE/s1600/P1000470.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TUT-TD0LnEI/AAAAAAAAAGs/U_7bACNqrLE/s320/P1000470.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5567854642731916354" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TUT-SggRh1I/AAAAAAAAAGk/Si0YB099H5I/s1600/P1000468.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TUT-SggRh1I/AAAAAAAAAGk/Si0YB099H5I/s320/P1000468.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5567854633253177170" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 14"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 14"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CFabian%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; 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Im Grunde also der Tierhasserblog der III.  Denn jetzt ist es offiziell: Idli machte mich in der Nacht zum 17. Januar  zum unglücklichen dreifachen Vater. Alle Volunteers kamen von einer 12€ Essensorgie zurück (damit war – nur zum Vergleich – ein gutes  drittel Monatsgehalt unserer Junglehrer verfressen; an einem Abend). Am selben Tag hatte  Sao, einer unserer Arbeiter, eine eins-A Drahtkonstruktion an allen Türen angebracht, damit sich der Hund nicht mehr durch unsere Türen Quetschen kann und den Boden für seinen Brutplatz umgraben kann. Natürlich vergesse ich diese super Konstruktion einzuhaken. Und somit komme ich übermüdet um 12 Uhr in mein Zimmer zurück und finde es verwüstet mit dem Hund in der Ecke vor. Irgendwann verliert man die Eigenschaft, dabei immer in blinde Raserei zu verfallen und so war es im ersten Moment mehr der stoische Gedanke an den Stock. Doch im nächsten Moment ging mir das Herz auf, ich fiel, vor Rührung schwach geworden, auf die Knie und musste meinen väterlichen Gefühlen freien Lauf lassen. Nein, eigentlich war es mehr ein „Fuck“ und Marie-Anne (eine mir in dieser Angelegenheit freundlich gesinnte Voluntärin) meinte: „Puhh, four Idlis“.  Ganz ehrlich, sie waren schon ein bisschen süß. Drei so daumengroße schwarz-weiße mäusegroße Dinger. Tobi hat mir schon ins Gewissen geredet, ich dürfe jetzt nur nicht weich werden. Eine schwierige Phase!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Themenwechsel &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ein Gefühl der Erhabenheit, des Über-anderen-Stehens kommt auf, rückt man seinen fünf Euro roten Plastikstuhl unter sich zurecht und legt seine Arme auf der second-hand Sperrholzplatte ab. Vier gerade Kanten liegen vor mir. Man steht plötzlich über der Welt, die Schinderei liegt dir nun zu Füßen. Du fährst die Kanten entlang, fühlst, wie die Spreizel sich ins Fleisch bohren.&lt;br /&gt;Nach vier Monaten mit einem Regal und einer Kleiderstange als einzige Einrichtungsgegenstände, bin ich nun stolzer Besitzer eines roten Plastikstuhls und eines kleinen Schreibtisches in meinem Kämmerchen. Der pure Neid herrscht nun im Volunteershouse. Ich schreibe diese Worte in aufrechter Haltung, die Arme zur Seite hin abgelegt und die Gewissheit kommt auf, dass in diesem Land eine bestimmte kulturelle Entwicklung nicht stattgefunden hat.&lt;br /&gt;Das Leben auf dem Boden hat seinen Vorteil darin, dass man einen Haufen Geld für alle möglichen Dinge wie Bett, Stuhl, Tisch oder Sofa spart. Jedoch sieht man das als Europäer erst ein, wenn die Bänder im Bein so ausgeleiert sind, dass man schmerzfrei eine Malzeit im Schneidersitz einnehmen kann. Auch die Hornhaut am Außenrist der Füße und am Knöchel muss mindestens einen halben Zentimeter betragen. Bei mir läuft das alles in die richtige Richtung, doch selbst nach knapp fünf Monaten humpelt man noch nach dem Mittagessen aus der Speisehalle. Hier kapiert man schnell, warum es Quatsch ist, dass Europäer nach Indien fahren, um hier die traditionelle Kunst des Meditierens zu erlernen. Es kann einfach bei uns niemand zwei Stunden im Schneidersitz sitzen. Da lässt es sich höchstens auf Schmerz meditieren.&lt;br /&gt;Für das Unterrichten hat der Boden den Nachteil, dass die Kinder nichts haben, wo sie sich drauf legen oder einfach nur ordentlich die Position wechseln können. Denn dann sitzten sie extrem unruhig herum, schaukeln von einer zur anderen Seite oder stehen auf und laufen irgendwo im Klassenzimmer herum.&lt;br /&gt;Zum Abschluss ein kleiner Kommentar zum Industriegebiet Kalkeri. Es tun sich große Dinge. Zum einen hat vor drei Wochen ein Omlettstand in Kalkeri eröffnet. Ein Omlettgadi, wie es im Hindi heißt. Damit hat Kalkeri seinen ersten Fast-Food-Snack, der wohl zu 90% von den Volunteers unterhalten wird. Dem Fass den Boden ausgeschlagen hat aber die Ankündigung, dass der Kiosk am Busstand in Bälde von Coca-Cola beliefert werden soll. Cola, Fanta, Sprite - alles was das Herz begehrt. Wie das in Indien aber so ist, traut man solchen Ankündigungen nicht all zu sehr, doch als der Coca-Cola Officer -  wie er von den Kindern genannt wurde – dann in unserer Schule erschien, war die Freude groß. Von nun an wird kastenweise bestellt, wenn jemand hinunter ins Dorf geht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-65651720524264971?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/65651720524264971/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/01/ode-die-einrichtung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/65651720524264971'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/65651720524264971'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/01/ode-die-einrichtung.html' title='Ode an die Einrichtung'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-4916089866991259779</id><published>2011-01-12T21:34:00.000-08:00</published><updated>2011-01-12T21:43:41.734-08:00</updated><title type='text'>Tierhasserblog, der Zweite</title><content type='html'>&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.2  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	--&gt; 	&lt;/style&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; text-align: right;"&gt;13.01.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es gibt nichts außergewöhnliches zur berichten, also lasse ich dieses journalistische Vakuum, genannt das Monsunloch, wiedermal an den Tieren aus.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Zum einen hat die Natur gerade wieder zugeschlagen, da heute ein weiteres unserer Welpen gestorben ist und jetzt wahrscheinlich als Affe wiedergeboren wird. Da warens nur noch drei.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Desweiteren: Der Junghund, also die gerade werdende Mutter, „doesn't score a lot of points these days“, wie es Matthieu so schon ausgedrückt hat, auf die Frage, ob wir diesen Hund nicht endlich in Dharwad aussetzen können. Seit Idli – Name des Hundes und gleichzeitig beliebtestes Frühstück unter den Volunteers – nämlich schwanger ist, verhält sich das Tier unausstehlicher als sonst. Bellen und Jaulen um 2 Uhr nachts, so laut, dass man aufwacht, ist eine Sache, der man mit Ohropax so einigermaßen beikommen kann. Dieser Hund erreicht aber gerade ein neues Nervigkeitslevel, denn er ist im Moment mit der Suche nach einem geeigneten Niederkunftplatz beschäftigt. Dieser soll, wie es aussieht, mein oder Idas Zimmer werden. Völlig hirnrissig, zumal ich als Hund selbst meine Kinder nicht in meinem Zimmer gebären wollte.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich wachte also neulich auf, auf meiner Chettai auf dem Boden (wichtig für das Einfühlvermögen!) weil ich ein notorisches Kratzen oder Schaben neben meinem Kopf hörte. Zudem fühlte sich irgendwie alles ganz körnig an. Schlaftrunken griff ich nach meiner Taschenlampe und musste entsetzt feststellen, dass dieses Vieh gerade ein Loch in einer Zimmerecke aushub, um dort irgendwann einmal seine Welpen hineinzulegen. Den Dreck ordentlich unten durch nach hinten schleudernd. Ich schau ihn an, er schaut mich an, als ob es das normalste der Welt wäre beim größten Hundefeind Kalkeris den Zimmerboden umzugraben. Danach passierten Dinge, die ich hier nicht so genau beschreiben will.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es half nichts. Ich wachte am nächsten Morgen auf und da lag er wieder in seiner Dreck-Kuhle. Total lernresistent, dieses Tier. Jetzt muss ich immer meine Tür verrammeln, bevor ich ins Bett gehe. Bei Ida passierte die Nacht darauf genau das gleiche.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Seit Weihnachten steht aber nicht mehr der Hund auf Platz eins im Ranking der „sinnfreien Säugetiere“ sondern der Affe. Diese sind mir nämlich inzwischen schuldig: eine Schachtel Vandoren Klarinettenblätter, deutsches System, Stärke 2,5, eine große Dose Korkfett, eine Wörterbuch Deutsch-Englisch, Englisch-Deutsch, eine Streichholzschachtelkrippe, eine Badehose und 50€, wäre Pierre nicht gewesen. Des weiteren wird dem Oberaffen von den anderen Volunteers in Rechnung gestellt: addiert sicherlich 5 Kilo Zucker, 3 Packungen Kaffee, darunter einen echten italienischen, einen 30€ Parmesan aus Paris, ein Haufen Obst, 2 Kilo Mehl, 3 Packungen Spaghetti aus Lyon, einige Eier, 3 Pack Salz und diverse Unterwäscheteile (komischerweise nur von Mädchen). Zugtragen hat sich der Einbruch speziell bei mir in mehreren Attacken. Als ich aus Mysore wiederkam, erzählte mir Pierre, dass er einen Affen bei mir aus dem Zimmer rennen sah, der eine blaue Plastiktüte in der Hand hatte. In der blauen Plastiktüte, muss man wissen, befindet  sich Führerschein, Impfbuch, Perso und zu dem Zeitpunkt auch knapp 3000 Rupien. Der Affe setzte sich auf einen Baum über unserem Haus und schmiss zunächst die erwähnten Dokumente herunter, bevor er einen 500 Rs Schein nach dem anderen nach unten regnen ließ. Die lieben Volunteers sammelten alles ein und räumten sogar mein Zimmer auf, bevor ich mit Mama und Papa ins Projekt kam. Dann ging es ja nach Goa und zuvor hatte ich die Plastikfolie wieder am Fenster „anmontiert“ (mit Papier und einem Nagel, wobei beim Nageln die halbe Wand heruntergekommen ist) und dachte, dass das halten sollte. Hat es aber nicht.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wie ich erst in dieser Woche festgestellt habe, fehlt mir meine erwähnte Blätterschachtel (Wert 30€, für alle, die denken, das seien nur ein paar Holzkeile). Die war ganz frisch an Weihnachten eingetroffen. Weil ich es aber erst nicht so recht glauben wollte, was denn ein Affe mit einem Stück Holz machen will, hab ich mir zehn Kinder geschnappt und bin mit ihnen ums Volunteers-Haus spaziert. Es brach mir das Herz: Überall völlig massakrierte Klarinettenblätter, vergewaltigt bis zur Plastikhülle, die Zähne deutlich eingekerbt. Draufrumgekaut, ausgespuckt und liegengelassen... Das sind die verstörenden Momente meiner Jugend. Die restlichen verschwundenen Dinge sind nie wieder aufgetaucht, verschluckt von den Tiefen des Dschungel. Für immer zum Affenreich gehörig. Mogli kann jetzt Englisch lernen. Wenn er schon Deutsch spricht. Und Frauenunterwäsche anziehen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-4916089866991259779?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/4916089866991259779/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/01/tierhasserblog-der-zweite.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/4916089866991259779'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/4916089866991259779'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/01/tierhasserblog-der-zweite.html' title='Tierhasserblog, der Zweite'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-8303113459684310020</id><published>2011-01-07T06:57:00.000-08:00</published><updated>2011-01-07T07:05:34.320-08:00</updated><title type='text'>Mein Weihnachtstagebuch</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: right;"&gt;06.01.2011&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Weihnachten unterschied sich dieses Jahr ganz leicht von den letzten 19 Jahren. Ich zähle hier ganz kurz die markantesten Unterscheide auf: Statt einer deutschen Tanne gab es ein 20 cm großes Plastikbäumchen, das mir Mama und Papa (ja, die waren da, da hat sich nicht viel geändert) aus Deutschland mitgebracht haben. Satt einer Krippenlandschaft im Wohnzimmer gab es eine Instant-Krippe auf der Terasse, ein Popup Modell in einer Streichholzschachtel; aber alles vorhanden, Ox, Esel, die heilige Familie, die Schäflein und der Stern, einwandfrei. Heidrun, vielen Dank, sonst hätten wir irgendwie einen Shiva und eine Parvati um einen kleinen Krishna herum postieren müssen; mit Wasserbüffel und Affenfamilie außenrum. Statt Schnee gab es konstante 25 Grad, aber so ganz mussten wir nicht verzichten, da Laura aus Frankreich ein Schnee-Spray geschickt bekommen hat. Das wurde aber von den Kindern der Günderfamilie, die vor zwei Wochen gekommen ist, als Graffitidose verwand. Jetzt sieht unser Anwesen noch mehr heruntergekommen aus, als es ohnehin schon war. Einen Touch von Hippikommune/Fixerstube im Dschungel...&lt;br /&gt;Verändert hat sich nicht die Geschenkemenge bei der Bescherung, wobei doch, es war wahrscheinlich noch mehr als sonst. Dem verwöhnten Fratz mussten 10 Kilo Übergepäck bestellt werden, damit er auch seine 15 Tafeln Schokolade und einen Festmeter Haribos bekam. Danke hiermit an alle Schoko-, Wurst und Käsespender! Die Wildschweinsalami hat die nachweihnachtliche Urlaubswoche leider nicht überstanden. Der eingeschweißte Gauda und der Emmentaler scheinen noch genießbar.&lt;br /&gt;Die Weihnachtsente bestand aus Pfandkuchen, gebratenem Gemüse und einer Bechamelsoße... joa, fast wie daheim bei Oma.&lt;br /&gt;Auch eine Christmette gab es, jedoch outdoor, was ziemlich anders ist. Unser Rektor hat sich erbarmt, uns, Hafners und Laura, um 10 Uhr Nachts nach Dharwad zu fahren und um halb eins wieder abholen. Indien ist in der Nacht nämlich so tot – und zwar überall, auch in den großen Städten – dass man nicht einmal mehr einfach ein Taxi bekommt.&lt;br /&gt;Am 27. Dezember ging es dann ab nach Goa ins Hotel Rivercat, eine völlig abgefahrene Künstlervilla mit einem indischen Gigolo in den Midfünfzigern – dem Meister des Smalltalks. Zehn Sprachen sprach er fließend, ach was, zwanzig, Religionsphilosoph und Soziologe war er, eines seiner Spezialgebiete „Alkoholismus unter der indischen Landbevölkerung“. Außerdem hält sich in der Villa eine Horde voll Katzen und Hunde als Haustiere?!? Ich meine, Hallo, der Kerl kommt doch aus Indien! Wie kann man denn so seine Wurzeln verleugnen. Die nächsten Tage haben wir dann eigentlich nur Dezember am Strand genossen, das heißt Aufstehen, essen, am Strand herumgammeln, essen, herumgammeln, duschen, essen, essen, eine volle Staffel „Friends“ anschauen (Tobi, ich lieb dich ;D), ins Bett gehen. Manchmal sind wir noch vor dem Essen ein bisschen Taxi gefahren, aber sonst hat sich eigentlich nie was verändert. Bei Essen stand ich dann meist vor der Entscheidung: Gutes lokales Essen oder übertriebene al dente Nudeln mit einer Tomatensoße (die in der Karte zehn verschiedene Namen hatte aber wahrscheinlich alle gleich schmeckten). Ich habe mich immer für die Nudeln oder Pizza entschieden.&lt;br /&gt;Während meine Eltern dann ihr erstes Silvester in einer Zeitschleife von viereinhalb Stunden in den Sphären über Barein verbrachten, machte ich mich mit drei besoffenen amerikanischen Collegestudenten per Anhalter auf einem Roller auf den Weg von Mandrem nach Anjuna Beach.  Eine bummsvolle Partymeile am Strand von Goa, besiedelt vornehmlich von Russen, tätowierten Fünfzigjährigen und hängengebliebene Althippies (letztere sind wahrscheinlich das Selbe). Sonnenuntergang bei Goatrance (ich wusste davor gar nicht, dass das eine eigene Musikrichtung ist; das hält man 20 Minuten aus, dann kriegt man einen Herzkasperl) und dabei in der Badehose im Meer dazu abdancen. Nun ist Silvester für mich aber doch etwas anders ausgefallen, da ich zuvor wahrscheinlich irgendwas falsches gegessen habe. Damit war ich dann ab 10 nach 12 außer Gefecht gesetzt und bin ins Bett. Auch wenn das jetzt sicherlich sehr unglaubwürdig klingt, an Silvester von Magenproblemen ausgenockt zu werden, beteuere ich hiermit bei Krishna, Vishnu und allem was mir heilig ist, dass ich nur eine halbe Flasche Bier getrunken habe. Ein frohes Neues euch allen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-8303113459684310020?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/8303113459684310020/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/01/mein-weihnachtstagebuch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/8303113459684310020'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/8303113459684310020'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2011/01/mein-weihnachtstagebuch.html' title='Mein Weihnachtstagebuch'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-6768598361341177472</id><published>2010-12-16T04:14:00.000-08:00</published><updated>2010-12-16T23:39:52.432-08:00</updated><title type='text'>Olympic Games – Kalkeri 2010</title><content type='html'>&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.2  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	--&gt; 	&lt;/style&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; text-align: right;"&gt;16.12.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Eine glorreiche Woche neigt sich dem Ende. Es waren große Emotionen. Tränen der Freude, der großen Sternstunden. Tränen des Versagens, des Zusammenbruchs, des Niedergangs großer Sportnationen.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Die Ehre, die olympischen Spiele 2010 auszutragen, ging für dieses Mal an Indien, das keine Kosten scheute und mit der kolossale Freiluftarena am Big Lake in Kalkeri aufwartete. Ein Athletendorf, genannt Kalkeri Sangeet Vidyalaya, seit acht Jahren sich im Aufbau befindend, setzte der Milliardenstaat in generöser und monumentaler Weise in den Dschungel nebenan. Es war ein internationales Fest, das Seinesgleichen sucht. Alle wichtigen Nationen waren vertreten: Kanada, Indien, Deutschland, Frankreich, die USA, Russland, Australien, China, England und der Geheimkandidat Süd Afrika zogen gemeinsam letzten Sonntag in der Yogahall des Athletendorfes ein. Eine volle Woche zuvor fand in erbitterten Kämpfen die beinharte Qualifikation der besten Sportler der Welt statt. Jeden Tag wurden die letzten beiden letzten Stunden des akademischen Begleitunterrichts der Athleten gestrichen, um am Big Lake die Besten der Besten, unterschieden in drei Altersgruppen und Jungen und Mädchen, herauszusieben.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Der große Tag begann mit der morgendlichen Aufwärmrunde der Volunteers:&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoFD16u1UI/AAAAAAAAACo/1y0pPT3XK9E/s1600/IMG_8399.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 435px; height: 324px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoFD16u1UI/AAAAAAAAACo/1y0pPT3XK9E/s320/IMG_8399.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551255054258722114" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Noch Tage vor der großen  Eröffnung wurde gerätselt, ob Indien fähig sei, diese Spiele auf sich  allein gestellt zu meistern. Peinliche Meldungen gingen um Welt, die  Presse zerriss sich buchstäblich das Maul über das Management und die  Organisation. &lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Völlig Mangelhafte Sanitäranlagen:&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrejJ8S8JI/AAAAAAAAAE4/7H_Exu3ltfY/s1600/DSCN6839.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 324px; height: 432px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrejJ8S8JI/AAAAAAAAAE4/7H_Exu3ltfY/s320/DSCN6839.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551494186233163922" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; text-align: left;"&gt;Gemeinschaftsduschen:&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt; &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoFDlh84fI/AAAAAAAAACg/Z5uHZTQ4FjE/s1600/IMG_3424.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 388px; height: 290px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoFDlh84fI/AAAAAAAAACg/Z5uHZTQ4FjE/s320/IMG_3424.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551255049859817970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Unterkünfte ohne Betten; die Athleten wurden angehalten, auf dem Boden zu schlafen.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQriK3MOa-I/AAAAAAAAAF4/hoIWgcJM5eo/s1600/IMG_3313.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 381px; height: 286px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQriK3MOa-I/AAAAAAAAAF4/hoIWgcJM5eo/s320/IMG_3313.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551498166929353698" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;Doch,  wie das in Indien eben so ist, hat es diese große Nation alles  Essenzielle doch noch auf den letzten Drücker fertiggestellt und die  achtstündigen Spiele konnten pünktlich beginnen.  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Schon die Eröffnungszeremonie war, wie es scheint, rein auf die große Show, Glanz und Prunk ausgelegt. Bereit, allen anderen Nationen zu zeigen, wo das aufstrebende Indien gerade steht, marschierten alle Nationen nacheinander mit ihrer Nationalhymne in die Yogahall ein. Jeder Nation wurde ein  sog. „Volunteer“ beiseite gestellt, zuständig für die Koordination des jeweiligen Landes.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;An meiner Seite zog das Team „South Africa“ in den Kampf.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoFEpxGl5I/AAAAAAAAAC4/wKyRrDkNFvM/s1600/IMG_8412.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 427px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoFEpxGl5I/AAAAAAAAAC4/wKyRrDkNFvM/s320/IMG_8412.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551255068176979858" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Barbara wurde mit Australien glücklich:&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoFEIW5CHI/AAAAAAAAACw/_Na4rSU2ecE/s1600/IMG_8408.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 429px; height: 321px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoFEIW5CHI/AAAAAAAAACw/_Na4rSU2ecE/s320/IMG_8408.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551255059208669298" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Als Koordinator war man bedauerlicher Weise auch für den Flaggenentwurf zuständig. An dieser Stelle traf es mich schwer, mich nicht für Deutschland, Russland oder Frankreich entschieden zu haben. Australien und ich gingen als letztes aus der Fahnen-Malstunde heraus.   &lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Die Disziplinen reichten von High Jump, Long Jump, 5 Kilo Stoßen, 100 Meter und 800 Meter Rennen bis zum Tail-Game, wobei man einen Stofffetzen aus der Hose des Anderen ziehen muss.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Schnell wurde jedoch klar, dass Süd Africa in diesen Spielen nur eine Nebenrolle spielen würde.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoIFxLm0HI/AAAAAAAAADA/otfNJ29aKNA/s1600/IMG_8427.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 334px; height: 445px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoIFxLm0HI/AAAAAAAAADA/otfNJ29aKNA/s320/IMG_8427.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551258385881944178" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Frankreich jedoch auch:&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoIGSjo2pI/AAAAAAAAADI/JRa3f9Y5n8s/s1600/IMG_8432.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 305px; height: 406px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoIGSjo2pI/AAAAAAAAADI/JRa3f9Y5n8s/s320/IMG_8432.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551258394841111186" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Es kam zu heißen Einläufen bei den 100 Metern. Saddam Hussein fährt Gold für Kanada ein:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrau7dU5tI/AAAAAAAAADo/8LGMFzXTktM/s1600/IMG_8447.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrau7dU5tI/AAAAAAAAADo/8LGMFzXTktM/s320/IMG_8447.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551489990457091794" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Angeheizt von der olympischen Hymne vertont von Dulu, Akhbar und Pantchacheri:&lt;/p&gt;   &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoIHb-tPGI/AAAAAAAAADY/kTqwGQsOHHU/s1600/IMG_8480.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoIHb-tPGI/AAAAAAAAADY/kTqwGQsOHHU/s320/IMG_8480.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551258414550432866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Sagenhaften Startzeiten bei den 800 Meter Läufen:&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrgX9gwV-I/AAAAAAAAAFo/j0enpmKVC8Q/s1600/IMG_8504.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 365px; height: 273px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrgX9gwV-I/AAAAAAAAAFo/j0enpmKVC8Q/s320/IMG_8504.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551496192941119458" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Chetan hatte wieder nichts kapiert:&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQravIzfdTI/AAAAAAAAADw/nnoTNS2vhwc/s1600/IMG_8503.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 346px; height: 460px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQravIzfdTI/AAAAAAAAADw/nnoTNS2vhwc/s320/IMG_8503.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551489994039719218" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Als Halbzeiteinlage eine sagenhafte Perfomance von  „Frau wäscht Bulle“:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrav88OGbI/AAAAAAAAAEA/WJE-eEDTgI4/s1600/IMG_8536.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrav88OGbI/AAAAAAAAAEA/WJE-eEDTgI4/s320/IMG_8536.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551490008034974130" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Die pure Muskelkraft:  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrc1SyxPuI/AAAAAAAAAEY/S68wuNvfKQk/s1600/IMG_8655.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 298px; height: 396px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrc1SyxPuI/AAAAAAAAAEY/S68wuNvfKQk/s320/IMG_8655.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551492298823515874" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrgXY3tZxI/AAAAAAAAAFg/Sdz2RXnhjkA/s1600/IMG_8622.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 298px; height: 397px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrgXY3tZxI/AAAAAAAAAFg/Sdz2RXnhjkA/s320/IMG_8622.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551496183105283858" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Sukanya beim Weitsprung:&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrc1rOALBI/AAAAAAAAAEg/caXqgjFnnyc/s1600/IMG_8706.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 310px; height: 413px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrc1rOALBI/AAAAAAAAAEg/caXqgjFnnyc/s320/IMG_8706.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551492305380191250" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Anjali beim Hochsprung:&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrc1zj4irI/AAAAAAAAAEo/R5Zx32lgC5g/s1600/IMG_8758.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 322px; height: 429px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrc1zj4irI/AAAAAAAAAEo/R5Zx32lgC5g/s320/IMG_8758.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551492307619449522" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Kämpfe auf Leben und Tod beim Tail-Game:&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrawIglfoI/AAAAAAAAAEI/HcKqbZM0GBA/s1600/IMG_8573.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrawIglfoI/AAAAAAAAAEI/HcKqbZM0GBA/s320/IMG_8573.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551490011140292226" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Das Fest neigte sich dem Ende:&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoIH-zX7pI/AAAAAAAAADg/nBFdQglGI6s/s1600/IMG_8481.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 377px; height: 282px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoIH-zX7pI/AAAAAAAAADg/nBFdQglGI6s/s320/IMG_8481.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551258423898140306" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Die Preise waren enorm: Allein die blanke Teilnahme erbrachte eine ganze Banane für jeden; denn auch in Indien gilt: Teilnehmen ist alles. Das wird immer so gesagt, dabei stimmt das überhaupt nicht.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrejdenggI/AAAAAAAAAFA/vTdy_quYMBo/s1600/IMG_9115.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrejdenggI/AAAAAAAAAFA/vTdy_quYMBo/s320/IMG_9115.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551494191477391874" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Bronze gab eine Frucht namens Chikku (schmeckt auch wirklich höchstens bronzemäßig). Für Silber erhielt man eine Mandarine und für Gold eine Orange plus Chikki (karamellisierter Erdnussklumpen).&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrc2Hymo7I/AAAAAAAAAEw/EqwGuhuog2w/s1600/IMG_9103.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrc2Hymo7I/AAAAAAAAAEw/EqwGuhuog2w/s320/IMG_9103.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551492313049899954" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Es waren erhabene Momente. Für jeden ersten Platz wurde die Hymne des Landes angespielt (Russland machte wirklich am meisten her; und Südafrika ist äußerst eigenartig).&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Hier haben wir unseren südafrikanischen Starathleten Manju Lamani, ein Tier, ungelogen, auf dem ersten Platz. Es ging schon die Idee herum, einen Manju Lamani Preis einzuführen, für den besten Athleten.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrejg6Lx8I/AAAAAAAAAFI/cN7FNBuGJig/s1600/IMG_9173.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 327px; height: 436px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrejg6Lx8I/AAAAAAAAAFI/cN7FNBuGJig/s320/IMG_9173.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551494192398321602" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Die Preisverteilung auf die Teams:&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrej1fRO-I/AAAAAAAAAFQ/Iww4D2VnziA/s1600/IMG_9237.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrej1fRO-I/AAAAAAAAAFQ/Iww4D2VnziA/s320/IMG_9237.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551494197922577378" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Der südafrikanische Teamgewinn:  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrekAMbU5I/AAAAAAAAAFY/AzD5i4mdSDE/s1600/IMG_9258.JPG"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 419px; height: 313px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQrekAMbU5I/AAAAAAAAAFY/AzD5i4mdSDE/s320/IMG_9258.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551494200796337042" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Und wie sah der Medallienspiegel am Schluss natürlich aus? USA war auf Platz eins. Das ist einfach zu lächerlich. Die gewinnen nicht nur immer in echt, sondern auch im Spiel mit 12 Goldmedallien. Wie gibts das denn? Südafrika hatte, ebenfalls realitätsgetreu, gerade mal vier.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-6768598361341177472?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/6768598361341177472/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/12/olympic-games-kalkeri-2010.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/6768598361341177472'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/6768598361341177472'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/12/olympic-games-kalkeri-2010.html' title='Olympic Games – Kalkeri 2010'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_zNN7z4mYvVE/TQoFD16u1UI/AAAAAAAAACo/1y0pPT3XK9E/s72-c/IMG_8399.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-5315451715216594249</id><published>2010-12-09T22:19:00.000-08:00</published><updated>2010-12-09T22:35:01.878-08:00</updated><title type='text'>Handys</title><content type='html'>&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.2  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } 	--&gt; 	&lt;/style&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wie ich ja letztes mal versprochen hatte, wird noch ein Blog auf den Gebrauch von Mobiltelefonen in Indien folgen. Und diesen schiebe ich doch gleich diesen Freitag hinterher.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Handys stellen hier nicht nur irgendein Gerät des Alltags dar, wie etwa ein Fernseher oder ein Motorrad, sondern haben einen beinahe heiligen Status unter den persönlichen Gegenständen inne.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wenn man hier nach etwas wie einem Statussymbol sucht, dann wird man als allererstes im Handy fündig. Hole ich hier mein mit Tesa zusammengehaltenen Mobilfunkknochen heraus schieb ich auf den fragenden Blick, warum ein reicher Westler so einen Schrott besitzt, sofort hinterher, dass das das alte Handy meiner Schwester war - worauf mir meist auch noch meine männliche Eigenständigkeit abgesprochen wird. Man mag sich in der ländlichsten Gegend weit und breit befinden, kein Strom, kein Auto im Dorf, der einstündige Marsch zur nächsten Bushaltestelle nach Dharwad wird per Fuß unternommen. Aber ein Handy hat im Dorf jeder Zweite.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Der Sinn solcher Geräte liegt jedoch scheinbar nicht in der Erreichbarkeit oder Mobilität, sondern – zumindest bei der jungen Generation –  scheint ausschließlich der Unterhaltung zu dienen. Beim Laufen, beim Autofahren, im Bus, im Zug, beim Arzt, bei langweiligen Reden auf öffentlichen Anlässen, immer läuft hier der zum dahinschmelzende Hindi-Pop. Ein Beispiel aus dieser sagenhaft komplexen und differenzierten Musikrichtung lässt sich auf  &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=0RxmkE-0rKM&amp;amp;feature=related"&gt;http://www.youtube.com/watch?v=0RxmkE-0rKM&amp;amp;feature=related&lt;/a&gt; finden. Und das nicht, wie bei uns, in Form von dezenten Kopfhörern, sondern mit einer integrierten 500 Gigawatt Basemachine, die so laut sein kann, dass man sich fragt, ob man Handylautsprecher bei uns zuhause irgendwie herunterregelt.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Der witzigste Teil eines Zusammentreffens zwischen einem Handy-Inder und einem Europäer ist, wenn der Inder versucht, sein Gegenüber musikalisch zu beeindrucken, indem er ganz schnell von Hindipop auf westliche Evergreens umschaltet. Dazu gehören an aller erster Stelle Michael Jackson, grundsätzlich „Beat It“ oder „Thriller“, dann kommt meist Beatels und was in Augen indischer Musikliebhaber immer beeindruckt ist die Techno-Version von Celin Dions Titanikknaller „My heart will go on“ - ich habe ihn gefunden: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=d5Z1KOkuuQQ"&gt;http://www.youtube.com/watch?v=d5Z1KOkuuQQ&lt;/a&gt;. Es lohnt sich, versprochen. Bei 3:16 kommt eine ganz irre Modulation, das ist es wert!&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Zeigt sich der Europäer immer noch nicht interessiert, wird wieder auf landesübliche Uffts-Uffts-Musik umgeschalten. Ich habe mir vorgenommen, jetzt zum Frontalangriff/musikalischen Späterziehung überzugehen und jede Busfahrt mit unseren kleinen portablen Boxen und Bachs Weihnachtsoratorium zu versüßen. Ich werde eine reine Rezitativ-Compilation zusammenstellen. Da werden die nicht so schnell vergessen, dass bald Weihnachten ist. Gibt sich mein gegenüber damit immer noch nicht geschlagen, vermittle ich deutsche Kultur anhand des Albums „Ballermann Hits Party 2010“.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Auch im täglichen Umgang mit Indern muss man feststellen, dass man auf der Aufmerksamkeitsskala eindeutig hinter einem Mobiltelefon liegt. Erholt man sich in Deutschland gerade davon,  Allzeit-Erreichbarkeit cool zu finden und ständiges Sms-Tippen während eines Gespräch als höfliche Nebenbeschäftigung zu erachten, so gibt es in Indien nichts Professionelleres, als eine Unterhaltung alle drei Minuten wegen eines eingehenden Anrufes zu unterbrechen. Und lädt man Personen zum gemeinschaftlichen Abendessen ein, scheint es völlig legitim zu sein, statt sich zu unterhalten, die nächste Geschäftswoche übers Handy zu planen.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Vielleicht nehmen sich das Inder als eine Art Belohnung heraus, hat man es erst mal geschafft, eine Sim-Karte zu beantragen. Denn das ist wahrlich keine leichte Aufgabe. Mich hat es fünf Gänge zum Air-Tel (die SIM-Firma) Office gekostet, Ida etliche Telefonate, Barbaras Karte wurde nach einem Jahr einwandfreien Funktionierens wieder eingezogen. Man braucht ein Passfoto (nicht zu groß, nicht zu klein, keine falsche Hintergrundfarbe), eine Ausweiskopie, eine Aufenthaltsgenehmigung und einen Zeugen, der beweisen kann, dass man auch wirklich da wohnt, wo es auf der Karte steht .   &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wenn man das alles ordnungsgemäß abgeliefert hat, bekommt man Wochen später einen Anruf, bei dem man sich nochmal mündlich ausweisen können muss. Verpasst man den mehrmals, ist die Karte wieder futsch und man kann wieder von Vorn anfangen – und das alles, um eine Handykarte zu kaufen! Das geht bei uns beim Aldi binnen einer Minute.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Zum Abschluss gibt es hier noch einen kurzen Nachtrag zum 6. Dezember; aufgrund der Dauer, die dieses Video zum Hochladen braucht, nur eine Strophe.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;object width="320" height="266" class="BLOG_video_class" id="BLOG_video-1e40602de769f728" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/get_player"&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true"&gt;&lt;param name="flashvars" value="flvurl=http://v9.nonxt4.googlevideo.com/videoplayback?id%3D1e40602de769f728%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1331186338%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D38EC066722F03A2DED3B05EF3FFA02C7FE5A465D.5BFF4033E619DEFF4E226F94F8FAF37F8C3C950B%26key%3Dck1&amp;amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D1e40602de769f728%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DQ5dYOiFhOx9SVv28PUpeApvuHEE&amp;amp;autoplay=0&amp;amp;ps=blogger"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/get_player" type="application/x-shockwave-flash"width="320" height="266" bgcolor="#FFFFFF"flashvars="flvurl=http://v9.nonxt4.googlevideo.com/videoplayback?id%3D1e40602de769f728%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1331186338%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D38EC066722F03A2DED3B05EF3FFA02C7FE5A465D.5BFF4033E619DEFF4E226F94F8FAF37F8C3C950B%26key%3Dck1&amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D1e40602de769f728%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DQ5dYOiFhOx9SVv28PUpeApvuHEE&amp;autoplay=0&amp;ps=blogger"allowFullScreen="true" /&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-5315451715216594249?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/5315451715216594249/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/12/handys.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/5315451715216594249'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/5315451715216594249'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/12/handys.html' title='Handys'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-5921975661188705851</id><published>2010-12-02T05:10:00.001-08:00</published><updated>2010-12-02T05:10:55.140-08:00</updated><title type='text'>Busfahren</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: right;"&gt;02.12.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Kaff und das Boomtown Dharward verbinden täglich, ich glaube, acht öffentliche Busse. Der erste fährt um 6:30 Uhr, der letzte um halb zehn. Im ersten schlafen meist alle, im letzten sind meist alle betrunken.&lt;br /&gt;Dieses gadi („Auto“oder „Gefährt“ in Hindi) einen Bus zu nennen, ist für einen Europäer schwierig.&lt;br /&gt;Erst einmal hat man in indischen Bussen diesen ganzen überflüssigen Schmarn wie Türen oder Fenster und nnenverkleidung entfernt. Eine Tür nimmt nur Platz weg und wenn keine dran ist, dann kann man sich auch noch draußen ranhängen. Einen Fuß im Bus, alles andere außerhalb. Fenster gibt es ein paar im Bus; wenn es also regnet, muss man Glück haben und einen der begehrten Erste-Klasse Sitze mit Plastikplatte im Fenster ergattern. Allgemein ist es ziemlich ungemütlich, bei Regen Bus zu fahren. Auf meiner Heimfahrt von Hampi (nebenbei bemerkt, der schönste Ort auf Erden) saß ich fünf Stunden auf einem der weniger begehrten Sitze mit leckender Scheibe. Die Füße standen im Wasser und jedes Mal, wenn an uns ein Auto vorbeifuhr, musste ich mir das Gesicht wischen. Dem Busfahrer erging es nicht anders. &lt;br /&gt;Den Sitzplatz zu ergattern bedeutet hier ein Kampf auf Leben und Tod. So zuvorkommend und freundlich die Inder auch sind, wenn es um eine Sitzgelegenheit im Bus geht, dann hat der Spaß ein Loch. Da entsteht ein gnadenloser Gerangel, fern jeden Respekts vor dem Alter oder vor Frauen, die eine Tonne Kartoffeln auf dem Kopf tragen. Noch bevor der Bus überhaupt den Busstand erreicht hat, springen die ersten schon auf den noch fahrenden Bus. Und wenn der Bus steht, gilt mitnichten das Gebot, erst aussteigen, dann einsteigen. Ich muss da immer an die entnervten Deutschen denken, die sofort zu meckern anfangen,  wenn sich am Ausstieg nur eine Traube Wartender gebildet hat. Hier hat das eine ganz andere Dimension. Da wird der Aussteigende vom Einsteigenden wieder in den Bus zurück geschubst, der Ellenbogen wird ausgefahren und man bahnt sich den Weg zum erstbesten Platz. Ich habe dieses animalische Verhaltensmuster natürlich sofort adaptiert. Ich bin jetzt  ein eins-A  Drängler und Schubser – da werden die deutschen Busfahrer staunen. Eine weitere geniale Möglichkeit, einen Sitzplatz zu ergattern, ist zu reservieren. Da die Busse, wie gesagt, keine Fenster besitzen, wird einfach ein Handtuch durch das Fenster geschmissen. Sehr beliebt ist auch Kinder durchs Fenster zu stecken. Und das Reservierungssystem funktioniert einwandfrei, da hält sich dann plötzlich wieder jeder ganz gesittet daran.&lt;br /&gt;Bevor die Fahrt losgeht wird immer erst ein Puja vollzogen. Vor der ersten Fahrt um 6:30 Uhr findet ein großes Puja statt, das heißt mit Räucherstäbchen, ein Hindi-Om wird auf groß in die Mitte auf die Windschutzscheibe gemalt und ein Kannad-Om neben den Schaltknüppel. Die Busfahrer, die immer im Bus in Kalkeri nach der letzten Fahrt übernachten, ziehen sich den Pyjama aus und schlüpfen in die khakifarbene Busfahrerrobe. Dann wird Zähne geputzt, man entledigt sich seines Schleims im Hals durch das Fenster mit einer solchen Lautstärke, dass das ganze Dorf dabei aufwacht, und vor dem Losfahren wird einmal kräftig gehupt, damit auch wirklich jedem klar wird, dass jetzt der Bus für die nächsten eineinhalb Stunden weg ist. Im Bus ist es ein solches Geruckel, dass man entweder sofort einschläft oder gar nicht schlafen kann. Wo es in Deutschland nämlich cool ist, wenn ein Bus eine Hydraulik zur Einstiegserleichterung hat, staunt man in Indien über den technischen Fortschritt in Bussen anhand von Dingen wie einem Scheibenwischer oder Rücklichtern. Begeht man den Fehler, sich in einem leeren Bus nach hinten zu setzten, fliegt man bei jedem der ca. 100 Geschwindigkeitspollern auf der Strecke Kalkeri-Dharwad ungefedert bis zur Decke. &lt;br /&gt;Auf dem Weg passiert das, was man vom indischen Verkehr klischeehaft kennt: Völlig gestörte Überholmaneuver, bei denen man den auf der richtigen Seite fahrenden meist ausbremst, 90°- Kurven auf einem Feldweg werden mit dem Bus so schnell genommen, dass man sich meist auf nur zwei statt vier Rädern glaubt und das wichtigste: hupen. Hauptsache immer Hupen. Hupen ersetzt hier den Schulterblick, alle Spiegel, das vorsichtige aus der Ausfahrt herausrollen, beide Blinker, Ampeln, Verkehrsschilder und -regeln. Letztere existieren zwar, treten aber nur aber kaum ersichtlich in Aktion.&lt;br /&gt;Im Bus lassen sich zwei weitere Eigenheiten indischer Kultur beobachten: Der exzessive Gebrauch von Handylautsprechern (darauf werde ich mit Sicherheit in einem eigenen Handy-Blog zu sprechen kommen; nur soviel, der Minister für ländliche Entwicklung meinte neulich: Es gäbe mehr Haushalte mit einem Mobilephone als Haushalte mit Toilette; da müsse man doch was ändern!) und wieder das super-eklige Pankauen. Alle drei Minuten bewegt sich Männlein wie Weiblein zum Fenster, um sich mit einem Rotzer des roten Safts zu entledigen. Den haut es bei genügend Fahrtwind beim nächsten Fenster hinter dem Rotzer wieder durch das Fenster ins Gesicht des Hintermannes. Meist passiert das zwar nur, wenn genügend Alkohol im Spiel ist, also im letzten Bus, aber wenn, dann ist das ziemlich lustig.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-5921975661188705851?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/5921975661188705851/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/12/busfahren.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/5921975661188705851'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/5921975661188705851'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/12/busfahren.html' title='Busfahren'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-8896205144539014723</id><published>2010-11-28T04:15:00.000-08:00</published><updated>2010-11-28T04:23:56.278-08:00</updated><title type='text'>Dreimontasbericht</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: right;"&gt;28.11.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Woche hat es mich mit ordentlichem Fieber, Husten, Durchfall und sonstigem ins Bett befördert, weshalb ich hier nun ganz langweilig mit dem Dreimonatsbericht aufwarte, den jeder weltwärts-Teilnehmer ans Ministerium abliefern muss.&lt;br /&gt;Voilà:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.2  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	--&gt; 	&lt;/style&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size: 15pt;font-size:130%;" &gt;Dreimonatsbericht I&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Drei Monate und es fühlt sich an wie vorgestern“. So, nehme ich an, fängt jeder zweite Drei-Monatsbericht an. Und ja, wenn ich mir vorstelle, dass ich nun seit einem viertel Jahr unterrichte, dann erscheint mir das wirklich ziemlich unrealistisch. Dass seit meiner Ankunft am Bahnhof von Dharwad drei Monate vergangen sind!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Jedoch muss man hierbei stark unterscheiden, was man meint, wenn die Zeit schnell vorübergeht. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Denn wenn ich mir vorstelle, wie viele Gedanken, Stimmungen und Launen in diesen drei Monaten steckten, dann dehnen sich dieses viertel Jahr zu einer Ewigkeit aus.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Drei Monate, in denen ich so schnell und oft zwischen „Alter ist das geil hier; Indien, ich kanns nicht fassen!“ und „Was zum Teufel mache ich hier eigentlich?“ hin und her hüpfte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Als ich mir überlegte, dieses Jahr zu anzugehen, stand die verblümte Romantik eines Auslandsjahres in einem exotischen Land in geballter Form vor mir: Ein fremdes Land, eine andere Kultur, eine Sprache lernen und dazu noch sozial sein. Ein perfekter Abschluss meiner Schulzeit bevor man sich als Student wieder hinter der Schulbank befindet. Ahnung, was ich studieren sollte, hatte ich ohnehin nicht, wieso also die Zeit in Deutschland absitzen?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;So einfach sich dieses Jahr in Deutschland anfühlte, so unerwartet kompliziert war es plötzlich. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Wie oft saß ich in meiner Hütte zwischen Ameisenkolonien und leckenden Dachziegeln im Monsun, mich fragend, was mir die ganze Sache hier eigentlich bringt? Zuhause, noch voll in Schule, Abitur und Alltag steckend, sagte sich das ganz leicht und unbeholfen, als man sich im Telefoninterview um die Aufnahme ins weltwärts-Programm bewarb: „Ich will mal ein Jahr nicht an mich denken; die Bildung, die man in seinem Eins-a-Schulsystem genossen hat, auch anderen zuteil werden lassen; ein Jahr außerhalb der Karriereleiter zu verbringen.“ Klang alles ziemlich schlau und edel und war sicherlich auch genau das, was man sagen musste, um angenommen zu werden. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Doch wenn man dabei ist, seine Selbstlosigkeit auszuleben, dann fühlt sich das eindeutig selbstloser an, als man zuvor angenommen hat.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Der Gedanke an den deutschen Alltag fühlt sich plötzlich überraschend angenehm an, wenn man im Dschungel sitzt, ohne Internet oder irgendetwas, was einen mit Zuhause, Familie, Freunden, bekannten Gerüchen oder Klängen verbindet. Das eigene Leben scheint irgendwie stehenzubleiben, wobei gleichzeitig man meint, dass zuhause alles weiterläuft. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Doch wie das so ist, man gewöhnt sich an alles. Das soll in keiner Weise heißen, ich fühle mich unwohl, habe mich aber darin eingerichtet. Man findet einfach nach der Zeit seine Personen, mit denen man gut kann, seine Orte, wo man sich gern aufhält und wohlfühlt (es gibt einen überaus schicken Park in Dharward, der ein klein wenig eine Biergartenatmosphäre vermittelt – nur halt ohne Bier), findet neue Hobbys und baut sich seinen indischen Alltag so langsam neu auf. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Aber kurz zu meinem Projekt und meiner Tätigkeit: Ich bin im Dorf Kalkeri in der Nähe der Stadt Dharwad in einer Musikschule für klassische indische Musik. Mein Arbeitstag besteht primär täglich drei Englischstunden für die Klassenstufen 3-10. Nebenbei sind täglich eine Nachhilfestunde, eine Lesestunde und eine Schönschreibstunde für die im Fachjargon meines neuen Berufs genannten „weaker students“.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Da Kalkeri Sangeet Vidyalaya (meine Schule) ein Internat ist, verteilen sich diese Aufgaben über die ganzen Tag und somit fühle ich mich mit ca. sechs Stunden täglich und sechs Tagen die Woche wunderbar ausgelastet (ganz im Gegensatz dazu, was andere indische Freiwillige mir von ihren Projekten erzählt haben). Natürlich stöhnt man manchmal doch etwas, wenn der Tag kein Ende finden will. Aber auf der anderen Seite bin ich unglaublich froh darüber, das Gefühl zu haben, wirklich gebraucht zu werden und nicht zum Hängematten-Ausprobieren nach Indien gekommen zu sein. Ein „stressiger Alltag“ ist, so meine Erfahrung, das beste Mittel, eine gefühlsmäßig schwierige Zeit zu überwinden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ein weiterer Punkt, über den ich erst nach einigem Nachdenken glücklich geworden bin, betrifft die Lage meines Projekts. Wenn man bei Indien an Dschungel und Affen denkt, dann ist das meistens falsch aber für dieses Projekt trifft genau das zu: Man glaubt sich wirklich am Ende der Welt zu befinden, wenn man die Schule, die auch oft als Aschram bezeichnet wird, über den steilen Trampelpfad betritt. Die Schule ist etwas außerhalb des Dorfes Kalkeri gelagert, das wiederum eine Stunde von der mittelgroßen Stadt Dharwad entfernt ist. Da sich nicht einmal nach Dharwad ein Tourist verirrt, man als Weißer damit ein absolutes Highlight ist, egal wohin man geht, merkt man sehr schnell, dass man wirklich voll und ganz in Indien ist. In der totalen Diaspora, was westliche Konsumgüter oder Lebensweisen angeht (ein „Feinkostladen“ führt Nutella und Kellogs' Choco Crisps, das einzige was an westlicher kulinarischer Erinnerung geblieben ist). Anfangs hatte ich sehr daran zu kauen, überhaupt keinen Kontakt zu den anderen Freiwilligen von ICDE zu haben, keine Möglichkeit in Bangalore oder Mysore die Straßen unsicher zu machen. Aber je länger ich hier war, desto mehr wurde mir bewusst, dass wahrscheinlich kein anderer die Möglichkeit hat, so intensiv und so nah und unverfälscht indische Kultur kennen zu lernen: Die Feiertage konnten wir hautnah in den Familien der Lehrer miterleben, die Sprache kommt einem viel schneller, wenn nur sehr wenig Englisch sprechen und auch einen Zugang zur klassischen indischen Musik findet man sicherlich in keinem anderen Projekt (wobei mir das hier auch nicht unbedingt so richtig gelingt).&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Abschließend lässt sich sagen, dass die Monate bisher sowohl dick als auch dünn waren (das lässt sich auch auf meinen Stuhl übertragen), aber in jedem Fall lohnenswert!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-8896205144539014723?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/8896205144539014723/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/11/dreimontasbericht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/8896205144539014723'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/8896205144539014723'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/11/dreimontasbericht.html' title='Dreimontasbericht'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-3383588872592683960</id><published>2010-11-18T22:08:00.000-08:00</published><updated>2010-11-18T22:10:35.390-08:00</updated><title type='text'>Meine Woche</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: right;"&gt;18.11.10&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sage es ungern, meine gigantische Fangemeinde in der Heimat, aber es fällt mir zunehmend schwieriger, meinen Wochenblog aufrecht zu erhalten. Es ist schon wieder Donnerstag Abend und mir fällt nicht ein, was ich schreiben könnte.&lt;br /&gt;Eigentlich ist das ja ein gutes Zeichen, denn ich fühle mich so langsam angekommen in Land und Kultur und es entwickelt sich so etwas wie ein „stressiger Alltag“. Ich hätte es nicht gedacht, aber mir fehlte es lange Zeit, dass ein Tag von alleine vergeht, man ihn nicht ständig selbst gestalten muss. Wo man am Anfang dauernd damit beschäftigt war, sich selbst zu beschäftigen, zerrinnt einem nach und nach die Zeit zwischen den Fingern – und das ist wie gesagt ein tolles Gefühl. Man wird gebraucht, hat Spaß daran, denkt nicht viel darüber nach und schon ist der Tag vorbei. Die Kehrseite der Medaille liegt natürlich darin, dass Dinge wie Blog schreiben, Lesen, Hindistudien ect. damit schnell in den Hintergrund rücken. Aber wenn man das dann auch noch unterkriegt, fühlt sich so ein Tag am Abend einfach fertig an und man geht zufrieden ins Bett.&lt;br /&gt;Die unspannenden Ereignisse der letzten Woche: Am Freitag war meine erste Sitar-Stunde mit dem Starguru aus Dharwad, der schon in Frankreich und Deutschland auf Tour war. Eine Stunde bei diesem Sitarcrack in der 6. (!) Generation kostet unfassbare zwei Euro. Die Sitar ist meiner Meinung nach ursprünglich als Folterinstrument erfunden worden. Zuerst einmal muss man sich eine Metallklammer an den rechten Zeigefinger schnallen, der ordentlich fest sitzen muss. Bei intensiver Benutzung wachsen dadurch seitlich am Finger zwei Hornhautgeschwülste, die ihn wie einen Schlangenkopf aussehen lassen. Deshalb sagt Hamid Khan (mein Lehrer) auch: Erst, wenn man die Kobra hat, ist man ein echter Sitarist. Zweiter masochistischer Teil liegt in der Sitzhaltung. Wenn man schon mit dem Schneidersitz seine Probleme hat, sollte man sich zweimal überlegen, ob man Sitar lernt. Auf den linken Fuß muss man sich drauf setzen, so dass der Innenrist aus Ablage für die Sitar dienen kann. Das kann man schlecht beschreiben, das muss man sehen. Jedenfalls tuts sau weh und ich halt es für ungefähr zwei Minuten aus, bis ich wechseln muss (zur Erinnerung, ein Programm dauert so seine 3-4 Stunden). Die schmerzhafteste Angelegenheit aber ist der linke Zeigefinger, mit dem man auf der Stahlsaite hin und her rutschen muss. Die Saite frisst sich nach einer Tonleiter schon ins Fleisch, dass man gleich wieder Pause machen kann. Man entwickelt zwar auch dort jede Menge Hornhaut aber das macht die ersten Stunden trotzdem nicht weniger schmerzhaft. Alles in allem ein suuuper Instrument.&lt;br /&gt;Zweites Highlight der Woche: Unsere Englischlehrerin der höheren Klassen hat wahrscheinlich gekündigt. „Wahrscheinlich“, weil man das in Indien dadurch erfährt, indem der Lehrer einfach eine längere Zeit unabgemeldet fehlt – meist nach einem Gehaltsscheck. Die Dame war – um es lieb auszudrücken – etwas eigen und stieß damit wahrscheinlich auf nicht zu viel Sympathie beim Collegium. Cool für mich, denn jetzt bin ich zum offiziellen Lehrer der Klassen 9 und 10 aufgestiegen. Weniger cool, denn damit bin ich gleichzeitig für die „Abiturphase“ der 10. Klasse (damit entscheidet sich, ob sie aufs College gehen können) verantwortlich. Geschrieben wird das Ende März, aber vielleicht geht das auch wieder um „grandapusses glases on the table like“; dann wird das ein Klacks – oder auch nicht.&lt;br /&gt;Drittes Highlight war das gemeinsame Renovieren unseres Hauses. Unser Volunteerteam hat bisweilen etwas Schwierigkeiten zusammenzufinden (diese Kanadier sind aber auch blöd; nein Quatsch) und so dachten wir, wir machen es wie beim BWM Managerseminar und gehen als hochbezahlte Lehrkörper in den Wald und schmieren uns gemeinsam mit Kuhscheiße voll. Nein, es war wirklich ein super Wochenende und ich kann jetzt jedem, der will, in Deutschland eine Eins-A-Hütte bauen, superökologisch, hundert prozentig nur Naturprodukte. Ich habe jetzt auch ganz offiziell das schönste Zimmer, weil mein Zimmer seit drei Tagen im skandinavisch-ikeanischen Stil mit hochmodernen unregelmäßigen braunen Balken an der Wand erstrahlt. Erst fanden alle, es sieht einfach nach Dreck an einer weißen Wand aus aber inzwischen finden es doch alle gut. Sogar unser Worker stand für lange Zeit vollkommen fasziniert in meinem Zimmer und starrte beeindruckt an die Wand: „Bahut atscha hey, bahut atscha“ (Ist sehr gut, sehr gut!).&lt;br /&gt;Viertens: Die Volunteers nahmen am muslimischen Bakri-Feiertag an einer Schächtparty teil. Das ist der Tag, an dem Abraham seinen Sohn opfern soll; in leicht veränderter Fassung auch im Koran vorhanden. Kasi Sir, ein Office-Mitarbeiter der muslimischen Fraktion (wir haben vier muslimische Mitarbeiter) hat uns zu sich nach Hause eingeladen. Leider hat er an dem Tag aber keinen Schächter für die zwei Ziegen im Hausflur gefunden (die waren alle schon ausgebucht), sodass er uns nur Beef anbieten konnte, was aber überhaupt keinen gestört hat, denn das war das erste Beef seit drei Monaten.&lt;br /&gt;Zum Allgemeinen: Der „Winter“ erreicht hier mit lauen 20-25°C und einer ständig abnehmenden Luftfeuchtigkeit seinen Höhepunkt, was man an den schneller trocken werdenden Klamotten bemerkt (jetzt dauert es nur noch zwei Tage, nicht mehr drei).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-3383588872592683960?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/3383588872592683960/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/11/meine-woche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/3383588872592683960'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/3383588872592683960'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/11/meine-woche.html' title='Meine Woche'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-6264513342246623668</id><published>2010-11-12T00:02:00.000-08:00</published><updated>2010-11-12T00:04:24.396-08:00</updated><title type='text'>Beziehungen</title><content type='html'>&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.2  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	--&gt; 	&lt;/style&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; text-align: right;"&gt;12.11.10&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Beziehungen ist in Indien ein ganz heikles Thema. Eine Beziehung besteht in 99% aller Fälle nur innerhalb einer Ehe. Der Status „Freund“ oder „Freundin“ ist für Inder etwas absolut unnormales, etwas, was Eltern, Familie und Dorf unbedingt verhindern muss, um üble Nachrede zu verhindern.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Das quebecische Pärchen, das seit zwei Monaten hier im Projekt arbeitet, musste sich von Anfang an als Ehepaar ausgeben. Alle Volunteers müssen immer schmunzeln, wenn die beiden vom „husband“ oder „my wife“ sprechen.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;So hart sich das auch anhört, natürlich sind Beziehungen unter Schülern auch an unserer Schule strengstens verboten. Heimliches Zusammensein an irgendeinem versteckten Ort wird offiziell mit Rausschmiss geahndet. Vor den Ferien ist eine Zehntklässlerin mit einem Jungen aus Kalkeri hinter einem der Hostels gefunden worden (wahrscheinlich völlig harmlos aber das genügte schon). Die Eltern mussten informiert werden und als die Ferien zu Ende waren, ist zwar ihre Schwester wieder aufgetaucht, nicht aber sie. Sie arbeitet jetzt auf dem Familienacker in ihrem Dorf mit.    &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Indische Schulen und Internate trennen Jungen und Mädchen allgemein extrem scharf. Getrennte Hostels sind ohnehin Pflicht, hier wird aber sogar getrennt gegessen: In der Yoga-Hall (unser Esspavilion) sitzen die Jungs auf der einen Seite auf dem Boden, die Mädchen auf der anderen Seite. Wenn man allerdings andere Schulen betrachtet, glaubt man sich in einer absoluten Reformschule wiederzufinden: Dort sitzen Jungen und Mädchen auch in den Klassen getrennt und Dinge wie ein gemeinsamer Videoabend (haben wir hier wöchentlich am Samstag Abend; da laufen dann meist Filme aus den Studios Karnattakas, die noch weitaus schlechter und langweiliger als Bollywoodfilme sind) ist absolut unvorstellbar. Und natürlich bleibt Indien trotzdem ein Land, in dem man sich verliebt – neben allen Regeln und Trennungen. Die Volunteers munkeln immer, wer gerade mit wem heimlich liiert ist, nur darf das niemals öffentlich werden, denn dann ist, wie gesagt, die Hölle los.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die strickte Geschlechtertrennung zieht sich weiter ins College, wo genauso beim kleinsten Anzeichen einer Beziehung der Rausschmiss folgt. Nun braucht man aber nicht glauben, dass sich hier ständig Pärchen bilden, die durch die strikten Strukturen wieder auseinandergerissen werden. In den allermeisten Fällen kommt es überhaupt nicht so weit, denn die von Klein auf antrainierte Distanz vom anderen Geschlecht erledigt das von ganz alleine. Dayanand (18), einer unserer Jungs, die zwar hier wohnen aber schon aufs College nach Dharwad gehen, meinte neulich, dass er nach sechs Monaten heute zum ersten Mal mit einem Mädchen gesprochen hätte.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;(Kleine Notiz am Rande: hinter mir in meiner Hängematte wird gerade der Boden renoviert, soll heißen ein fetter Brocken Kuhexkremente zu meinen Füßen verschmiert).&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Das Thema Beziehungen wird allerdings erst richtig spannend, wenn man zu den arrangierten Hochzeiten gelangt. Natürlich änderst sich in Indien gerade extrem viel und das tut es extrem schnell. Und natürlich gibt es immer mehr Leute, die sich verlieben und dann heiraten. Aber das ist die absolute Ausnahme. Selbst unser Schulleiter (der drei Jahre in Bangalore gearbeitet hat, was für Inder bedeutet, dass er jetzt ein Beinahe-Westler ist) ist vor zwei Jahren von seiner Mutter mit einer Frau verheiratet worden, die per Zeitungsannonce gefunden wurde und die er einmal vorher gesehen hat. Die Mutter selbst wiederum war mit ihrem Onkel verheiratet und unsere Hindilehrerin wurde in der achten Klasse mit ihrem Cousin verheiratet.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber die ultimativ traurigste und unfassbarste Szene hatte ich mit dem Buchhalter unserer Schule – circa 25, recht gut aussehend, hat auch in Bangalore gearbeitet und ist damit ganz klar aufgeschlossener als die meisten anderen. Ich fuhr mit ihm im Bus nach Dharwad und wir unterhielten uns über dies und das – er hat mir jetzt ein second-hand Fahrrad besorgt – und kamen zum Thema Freundin. Ganz erstaunt erfuhr ich, dass er in Dharwad eine Freundin hat. Schnell erfuhr ich aber auch, dass das alles andere als einfach ist, denn als ihre Eltern von der Beziehung erfuhren, haben sie sofort jeden Kontakt unterbunden. Er war die niedrigere Kaste und daher bestand keine Chance. Somit besteht diese Beziehung nun seit einem Jahr darin, dass sie sich übers Handy unterhalten. Als wir aus dem Bus stiegen, bekam er einen Anruf und meinte, ich solle schnell mitkommen. Wir gingen zum alten Busstand und er sagte: „Jetzt schau rechts, nicht zu auffällig, das  Mädchen im türkisen Sari.“ Die Szene war filmreif, Romeo und Julia in Echt, atemberaubend, wenn sie nicht so tragisch gewesen wäre. Das wirklich hübsche Mädchen winkte uns zu – ich bin angekündigt worden übers Handy – und nach ungefähr einer Sekunde mussten schnell weiterlaufen. Das ist das Leben eines erwachsenen Mannes, ein einziger Blick am Nachmittag an einem völlig überfüllten Busstand. Manchmal muss Kultur echt zum Kotzen sein...&lt;/p&gt; &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-6264513342246623668?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/6264513342246623668/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/11/beziehungen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/6264513342246623668'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/6264513342246623668'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/11/beziehungen.html' title='Beziehungen'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-3219379176577980600</id><published>2010-11-04T06:41:00.001-07:00</published><updated>2010-11-04T06:45:27.290-07:00</updated><title type='text'>Mein Projekt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: right;"&gt;02.11.10&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wie versprochen wird heute das mir schon so vertraut – und damit langweilig – gewordene Thema „mein Projekt“ zu Wort kommen.&lt;br /&gt;Ein normaler Tag in meinem Projekt sieht folgendermaßen aus: Aufgestanden wird um circa acht Uhr – manche, die das schreckliche Los des Morgen-Platecheck (dazu komme ich gleich) gezogen haben, auch früher – und der Tag beginnt mit einer arschkalten Eimerdusche. Man denkt am Anfang noch, nach einem Monat gestählt wie ein Titan zu sein, aber... nein, das tritt glaube ich nie ein.&lt;br /&gt;Darauf wird sich unten auf der Terrasse der Küche eingefunden, wo es leckeren Reis – mal gelben, mal mit Zwiebeln, mal gepufften – und natürlich klassischen indischen Chay zum Frühstück gibt.&lt;br /&gt;Das zweite Frühstück findet direkt anschließend im Volunteershaus statt; Nutella, Jam, Peanut-butter, eben das was man auch unter Frühstück versteht.&lt;br /&gt;Jedem ist ganz sich selbst überlassen, wann er seinen Unterricht vorbereitet aber was mich angeht, findet das jetzt nach dem zweiten Frühstück statt. Ich unterrichte seit den Ferien meine dritte Klasse nur noch in Englisch, davor auch noch Mathe (das habe ich zugunsten englischen Diskussions- und Grammatikstunden mit den Klassen sechs bis zehn eingetauscht). So wird pädagogisch wertvoller Unterricht von mir vorbereitet, natürlcih abgestimmt auf alle persönlichen Bedürfnisse und Schwierigkeiten meiner Kinder, und um 10:30 Uhr fängt die Extra-Class Stunde für die Kinder an, die im Unterricht wieder gar nichts raffen. Da wird dann mit Karten erklärt, Sätze diktiert, Wörter verbessert, zum tausendsten Mal gesagt, dass man im Satz immer klein schreibt, ect. Die Extraclass mache ich im Moment für dritte und achte Klasse.&lt;br /&gt;Von neun bis 12:30 Uhr haben die Kinder in Klassen Instrumentalunterricht, das bedeutet – abgesehen von der Stunde Extraclass – Hängemattenzeit (im Moment Dantes „göttliche Komödie“ und „The Mungus“, ein völlig abgefahrenes Buch eines John Fowl, bei dem ich nicht so richtig durchsteige).&lt;br /&gt;Von eins bis fünf Uhr nachmittags unterrichte ich (nicht durchgehend, ca. 3 Stunden täglich) die dritte Klasse und, wie gesagt, jeden Tag eine der Klassen 6 bis 10. Ich bin übrigens überglücklich nicht die Klassen eins und zwei unterrichten zu müssen – das traurige Los haben Ida und Laura erwischt – denn da macht man seit drei Monaten ABC und Red, Blue and Green und ♫Head and shoulders, knies and toes, knies and toes :||♫. Da würde ich total durchdrehen. Also, wenn ich mal Lehrer werden sollte, einhundert prozentig nicht Grundschullehrer.&lt;br /&gt;Wen es jetzt noch im Detail interessiert: Im Moment ist für die dritte Klasse Präpositionen dran, in, on, under, in front of, behind, beside; dazu hab ich sie heute ein Spiel spielen lassen, wo sie sich zum Nachbarn zu der vorgegebenen Präposition positionieren mussten (also draufsetzen, wenn ich „on“ sage, daneben stellen bei beside).&lt;br /&gt;Für die größeren Klassen mache ich es mir superleicht. Ich nehme mit allen Klassen von 6 bis 10 gerade den Unterschied zwischen Present Progressive und Simple Present durch. Das geht, weil der indische Englischunterricht von Grammatik noch nie etwas gehört hat. Es wird anhand von Geschichten unterrichtet, alles nach Sprachgefühl und weil die meisten Inder eben ein fragwürdiges Sprachgefühl haben, kommt dabei so etwas raus, wie wir es in den Examen gesehen haben: Do you glasses of grandapus on the table to see like? Die Methoden, wie man jemand die Tenses erklärt, variiert natürlich schon etwas.&lt;br /&gt;Um fünf ist eine Stunde Reading Class angesetzt. Vier Kinder müssen mir a 15 Minuten aus einem Buch vorlesen, das sie sich in der „Schulbücherei“ (ja, was wir nicht alles haben; sind allerdings nur zwei Regale) ausleihen können.&lt;br /&gt;Abschließend steht noch das Copywriting an, wobei ich ein paar Kindern einen Satz vorgeben muss, den sie in ein Schönschreibheft ein paar mal übertragen müssen. Das ist natürlich auch ein Witz, dass ich denen zeigen soll, wie man schön schreibt!&lt;br /&gt;Die letzte Aufgabe des Tages besteht im sogenannten Platecheck. Alle Teller befinden sich in zwei Körben und man kriegt erst einen Teller, wenn die Finger mit Seife gewaschen wurden. Das wird von den Platecheckern errochen; so bekommt man jeden Abend 200 Hände ins Gesicht gestreckt. Diese Seife, die hier immer benutzt wird, kann ich auf hundert Meter gegen den Wind riechen.&lt;br /&gt;Nach dem Essen muss dann noch kontrolliert werden, ob auch jeder sein Tellerchen ordentlich wäscht (Asche ersetzt hierbei das Spülmittel und heiße Wasser, was erstaunlich gut funktioniert).&lt;br /&gt;Und ab ungefähr halb neun liegt nur noch die Hängematte an, gemeinsam Obstsalat machen, ein friedliches Nutellatoast als Betthupferl, die Chettai wird ausgerollt und ab in die Heia. Ich schlafe inzwischen auf dem Boden, weil das verglichen mit dem Bett, das nach zwei Monaten eingehender Prüfung aller Schlafstellungen als eindeutig zu klein bezeichnet werden kann, maximal komfortabel ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gute Nacht (schubaratri auf Kannada)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fahre übrigens wieder in Urlaub, denn hier ist wieder mal Weihnachten. Das ist so praktisch mit so vielen Göttern, da ist ständig Feiertag. Vielleicht sollte man im Christentum... naja...&lt;br /&gt;Dieses Mal gehts nach Hampi; im Lonely Planet steht, man sollte nicht bei Nacht und lleine herummarschieren. Ich glaube das ist Quatsch, das werde ich einfach nicht beachten.&lt;br /&gt;Bis dann&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-3219379176577980600?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/3219379176577980600/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/11/mein-projekt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/3219379176577980600'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/3219379176577980600'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/11/mein-projekt.html' title='Mein Projekt'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-8940207732502786831</id><published>2010-10-29T03:12:00.000-07:00</published><updated>2010-10-29T03:13:57.368-07:00</updated><title type='text'>Hunde</title><content type='html'>&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.2  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	--&gt; 	&lt;/style&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="RIGHT"&gt;24.10.10&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Unser heutiges Thema handelt von den süßen kleinen knuddeligen Vierbeinern, von dem besten Freund des Menschen – dem Hund.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Dieses Land, dieser Ort, diese Schule verwandelt jeden noch so verrückten Hundenarren in den kaltherzigsten Hundehasser. Jeder, der hierher kommt und einen Hund hat, hat nach spätestens zwei Monaten jeden liebevollen Gedanken abgelegt. Wer zuhause seinem Fiffi täglich die besonders ausgewogene Pedigree-Premium Mahlzeit bereitet, der kennt nach zwei Monaten nur noch ein Wort: Hatsch, das indische „Schleich dich“.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wie ergeht es aber jemandem – in dem Fall ich –, der schon, als er hier ankam, ein Hundehasser war? Man wird zum Monster, bar jeder Gefühle und völlig verständnislos für die Tatsache, dass auch ein Hund ein Lebewesen ist.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es gibt so viele Gründe, diese Tiere hier nicht zu mögen, da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Zuerst muss gesagt sein, dass, wenn der Hund hier überhaupt einen Sinn hat, er NICHT in Schoßtierartigkeit liegt. Wenn hier Hunde zu irgendetwas zu Nutze sind, dann höchstens, dass sie  als Alarmanlage für jeden Haushalt dienen. Ein Gang durchs Dorf Kalkeri und man weiß, was ich meine. Zuerst muss man an den beiden hell gescheckten Kötern direkt am Busstand (was gleichzeitig der Dorfplatz von Kalkeri ist) vorbeikommen, die zwar nicht immer aktiv sind, aber wenn, dann dafür umso schärfer sind. Hat man die hinter sich, kann man sich für ca. 50 Meter in Sicherheit wiegen bis man am Haus des ehemaligen Bürgermeisters auf einen Hund mit riesen Klappe aber nichts dahinter trifft. Sobald man zum Stein greift, zieht er den Schwanz ein, fängt an zu winseln und schleicht sich. Darauf folgt aber der gefährlichste Teil auf dem Weg vom Dorf in die Schule: Biegt man am letzten Bananenladen rechts ab, hat man plötzlich einen Kläffer hinter sich und einen, der von links aus dem Haus einer unserer Arbeiter herausgeschossen kommt. Schnell weiter, bloß nicht stehen bleiben, keine Angst zeigen, sonst endet man wie Marie, der die Hunde nach einem Jahr immer noch bellend direkt am Hintern klebten. Ist man da durch, kommt man zu dem kleinen Schwarzen, der sich immer völlig übernimmt beim bedrohlich-Knurren. Er erstickt   immer fast, muss dann husten und kurz aufhören und fängt dann wieder an. Die größte Hürde liegt aber am letzten Haus im Dorf, bevor es den Trampelpfad durch die Büsche hoch in die Schule geht. Das ist der große Hund mit dem Evil-Eye, denn er hat nur noch ein Auge und das andere ist feuerrot vernarbt. Man sagt, er habe sich das zugezogen, als er einmal alleine gegen drei Löwen gekämpft hat. Ne, ist natürlich Quatsch. Ihm bin ich einmal allein in der Nacht begegnet, als ich den letzten Bus aus Dharward genommen habe... Ich war wirklich erleichtert, als ich in der Schule ankam.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Der Punkt ist, dass männliche Alarmanlagen natürlich einen viel größeren Effekt haben als weibliche. Und so ist es in Indien Sitte, dass wenn irgendeine Hündin mal wieder geworfen hat – kommt circa zwei Mal im Jahr vor – man die weiblichen Babyhunde schnell in den Wald bringt (wo sie wahrscheinlich alle zusammen glücklich und friedlich in einer Art Amazonengemeinschaft bis heute zusammenleben) und die männlichen zu möglichst guten Wachhunden trainieren will.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Nicht nur weibliche Menschen sind in Indien also am ungemütlichen Ende der Gesellschaft (da folgt sicher nochmal ein eigener Blog), sondern auch die weiblichen Hunde. Meist ist es sogar so, dass wenn unsere Gebärmaschine „Tippu“ in der Schule wieder mal geworfen hat, nachts die Kalkeri-Leute in die Schule kommen und die männlichen Babyhunde klauen.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Allgemein ist hier der Hund nicht zu meinem besten Freund geworden, weil es einfach super nervig ist, wenn man sich den Boden, der in Indien auch den Lebensraum des Menschen bildet, mit dem Hund teilen muss. Ständig kommt so ein gerade im Parasitensee von nebenan gebadeter Hund an, legt sich auf unsere Chettai und schüttelt seine Läuse und Flöhe in unserem open-air quasi Wohnzimmer ab. Weitere Evergreens aus der Liste der nervigsten Hundeaktionen ist in unserer Essenskiste wühlen, vergessene Milchpackungen aufbeißen (darin unterscheiden sie sich allerdings nicht von den Krähen, Katzen und Affen), stundenlanges Gejaule in der Nacht, und – mein absoluter Favourit –  Kopulieren auf der Chettai.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Leider teile ich meine Abneigung nicht mit allen Volunteers. Gerade hatten wir ein riesen Drama mit einer Kanadierin, die völlig lernresistent gegenüber dem Umgang mit Hunden zu sein scheint. Als vor einer Woche eine Wagenlieferung Sand für ein neues Klassenzimmer eintraf, haben die Arbeiter einen kleinen Babyhund aus Kalkeri mitgebracht. Natürlich war der Hund weiblich und natürlich konnten wir ihn deswegen nicht behalten, weil weibliche Hunde die Hundeanzahl in Kürze potenzieren. Aber anstatt den Hund in den Wald zu schicken oder in Dharward auszusetzen, hat sie den Hund gefüttert, ihn mit ins Bett genommen (??!) und unserem Haus einen Tierheimflair verpasst. Nur solange, bis sie eine Lösung für ihren Freund gefunden hätte. Was natürlich völlig aussichtslos war, weil in Indien niemand ein Weibchen haben will.&lt;br /&gt;Das Ende der Geschichte ist jedenfalls, dass der Hund, nachdem wir fast auf die Barrikaden gegangen sind, mit zwei anderen schwangeren Weibchen aus unserer Schule doch in Dharwad ausgesetzt wurde – zu den 1000000 anderen streunenden Hunden.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Tja, was soll man sagen, Indien ist ein grausames Land.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Nächstes Mal wird’s mal ganz detailliert darüber gehen, was ich eigentlich hier mache. Mir ist aufgefallen, dass das noch keiner weiß.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-8940207732502786831?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/8940207732502786831/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/10/hunde.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/8940207732502786831'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/8940207732502786831'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/10/hunde.html' title='Hunde'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-5401462292386999036</id><published>2010-10-22T07:29:00.000-07:00</published><updated>2010-10-22T07:31:02.419-07:00</updated><title type='text'>Blabla</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: right;"&gt;21.10.10&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da die Kinder immer noch in den Ferien sind, wir übermäßig gelangweilt hier rumsitzen und ich  daher überhaupt keine Ahnung habe, über was ich schreiben soll, bringe ich jetzt alles zu Papier, was mir gerade durch den Kopf geht.&lt;br /&gt;Ich sitze im Moment auf meiner Chettai (das ist die obligatorische Bambus-Sitzdecke, die man benutzen muss, wenn man sich auf den Boden setzen will) bei angenehmen 25°C – der „Winter“ fängt jetzt an – und denke: Scheiß Flöhe. Es kratzt überall, Alarmstufe Rot herrscht im Unterhosenareal. Im Urlaub war alles super, keine eiternden Moskitoboils mehr („Eiter“ heißt auf Englisch übrigens „pus“, der Vorgang, allerdings in schon sehr fortgeschrittenem Stadium, kann mit „to fester“ ausgedrückt werden; eines meiner meist benutzten englischen Worte), keine Flöhe und zu kleinen Feldbetten, aber zurück im Survivalcamp wird man wieder mit der harten Realität unserer im wahrsten Sinne bodenständigen (besser bodenorientierten) Lebensweise konfrontiert.&lt;br /&gt;Vor mir pennt in der neu erstandenen Hängematte einer dieser betont national eingestellten QUEBECISCHEN Kanadier, der ganz klar der Meinung ist, Quebec müsse sich vom englischen Teil Kanadas, also dem völlig verrohten und unkultivierten Teil, unabhängig machen. Quebec könne ja stolz auf  seine wahnsinnig lange Kulturgeschichte von 400 Jahren zurückblicken, wohingegen der englische Teil nur der billige Abklatsch der USA sei.&lt;br /&gt;Indien scheint ohnehin der Treffpunkt aller Politik-Irren zu sein. Alle Europäer und Kannadier, die man hier trifft, sind der Meinung, die Welt sei von CIA Agenten unterlaufen und Amerika würde versuchen, die Welt zu beherrschen indem sie den und den Politiker gekauft hätten. Und die EU sei auch nur ein Instrument Amerikas, um seine Wirtschaftsinteressen blabla...&lt;br /&gt;Neben mir ist gerade ein Brocken Erde vom termitenbearbeiteten Dach gefallen – inklusive einiger Termiten.&lt;br /&gt;Da im Moment wie gesagt noch Ferien sind, fallen hier einige unterrichtsferne Dinge an, die die Volunteers machen müssen. Ein bisschen Gärtnern, ein bisschen alte Kinderklamotten sortieren, die Bibliothek sortieren, Tafeln frisch streichen und ein bisschen Hütten renovieren, sonst aber eigentlich nur Faulenzen. Das Hütten-Renovieren war allerdings so eine Sache. Denn der indische Arbeiter hat sein eigenes, spezielles Tempo. Es ging darum eine Wand einer Hütte einzureißen und neu aufzubauen. Ich habe ja wirklich überhaupt keine Ahnung von irgendwas, das mit Handwerk zu tun hat... wirklich gar nicht. Aber wenn man mit unseren Workern arbeitet, denkt man plötzlich, man hat einige Jahre Statik studiert (ist das überhaupt ein Studium?). Als wir nämlich die Wand  reparieren sollten, haben sie sich daran gemacht, einen Stützbalken einzureißen, der den Dachträger hält. Und ich musste sie echt ne gute Zeit lang überzeugen, das dann alles zusammenkracht. Als wir dann den Balken mit einem anderen vorsichtig ausgetauscht hatten, haben sie ein Ameisennest aus versehen aufgestochert. Darauf musste erst einmal ein Feuer gemacht werden, um die Ameisen wegzubrennen – was überhaupt nicht funktioniert hat – und als das nichts half, musste eine Pause eingelegt werden; weil die indischen Ameisen beißen nämlich wahnsinnig fest zu. So haben die Arbeiter in zweieinhalb Wochen statt zwei neuer Häuser, zwei renovierten Klohütten und einem renovierten Haus eine renovierte Wand geschafft (naja, beim Klo machen sie so langsam Fortschritte). Die im Moment fehlenden Klos haben es aber in sich. Da wird jeder Gang zur Trekkingtour – mit chronischem Durchfall ist das echt kein Spaß (zwei andere Volunteers, die in einem anderen Projekt in der Nähe von Bangalore sind haben, wohl aufgrund der wahrscheinlich fragwürdigen hygienischen Bedingungen im Projekt – schon sagenhafte zwei Monate Durchfall; yeah Indien). Aber eigentlich reden wir hier schon dauernd vom Stuhl, darüber will ich nicht zu viel bloggen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis auf sich häufende Läuseattacken und eben... meinen fragwürdigen Stuhl geht’s mir prima.&lt;br /&gt;Liebe Grüße ihr Amerika-Schergen,&lt;br /&gt;Fabian&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt ein paar neue Bilder von Gadak, Ganapatie ect.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://picasaweb.google.com/fabian.hafner/Indien02092210#&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-5401462292386999036?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/5401462292386999036/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/10/blabla.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/5401462292386999036'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/5401462292386999036'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/10/blabla.html' title='Blabla'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-7793297114932544197</id><published>2010-10-16T03:15:00.000-07:00</published><updated>2010-10-16T03:19:36.626-07:00</updated><title type='text'>Examen und eine eigenartige Nacht in Gokarna</title><content type='html'>&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.2  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	--&gt; 	&lt;/style&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; text-align: right;"&gt;14.10.10&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Frisch aus dem Urlaub in Kerala zurückgekehrt, muss ich zunächst noch ein wenig zurückgreifen und von den Halbjahresexamen, die die letzten zwei Wochen stattfanden, berichten.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Alle Kinder müssen, bevor es in die Ferien geht in jedem Fach sowohl mündlich als auch schriftlich geprüft werden. Die Aufgaben der Klassen 1-4 stellt die Schule, der Rest kommt vom Government. Jeder Volunteer wurde einer Stufe zugeteilt, die er beaufsichtigen musste, dass nicht beschissen wird. Ich bekam die 5. Klasse zugeteilt, bestehend aus gerade mal 9 Leuten und hatte auch noch den Lehrer an meiner Seite – ein völlig hoffnungsloses Unterfangen für jeden Abgucker.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es war eine eigenartige Situation: Gerade mal ein paar Monate nicht mehr in der Position, in der man alles versucht hat, um mit möglichst wenig Zeitaufwand gute Noten zu schreiben (will heißen, so mit Spickern bestückt, dass man gar nicht mehr weiß, wo man jetzt welchen versteckt hat) sitzt man plötzlich auf der anderen Seite am Hebel, die verzweifelten Würschte mit einem betont strengem Blick zu strafen, wenn sie sich gerade in optimale Abschreibposition rücken. Man weiß selber noch genau, wie man vor jedem Versuch erstmal den Blick Richtung Lehrer richtet und wenn der gerade zufällig herschaut, einfach so tut, als ob man nur gelangweilt durch die Gegend schaut. Das macht auch der Inder nicht anders. Doch Dank meiner einzigartigen dreizehnjährigen Insider-Ausbildung im Milieu des Feindes gab es nicht die geringste Sicherheitslücke und so basieren nun höchstwahrscheinlich alle Sechsen der 5. Klasse auf Hundert Prozent Ehrlichkeit und Eigenständigkeit.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Examen selbst, die vom Government kamen, waren ein Witz, zumindest die Englischexamen. Wie man auf zwei Seiten so viele Fehler einbauen kann, ist einfach unbegreiflich. Wenn es nur Rechtschreibfehler in den Aufgabenstellungen waren, war das zu ein verzeihliches Vergehen. Aber wenn der Satzbau der Frage sowas von falsch ist, dass man die Frage nicht mehr versteht, dann ist das ein echtes Problem. So mussten wir die erste halbe Stunde gemeinsam in der Klasse das Question-Paper auseinandernehmen, verbessern und das völlig unverständliche rausstreichen. Und das war eine staatliche Prüfung die halb Karnattaka geschrieben hat...  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Hier meine absolute Lieblingsfrage:&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Do you glasses of grandapus on the table to see like?&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Nach den Examen hab ich schnell meine Rucksack gepackt und bin Richtung Kerala abgedampft, wo alle 25 Volunteers sich getroffen haben und wir uns ein Hausboot für eine Nacht gemietet haben. Mein Zwischenstopp aber war in Gokarna, einem absolut wunderhübschen Badeort an der Westküste Indiens, ein wenig südlich von Goa. Der Ort selbst ist ein Wallfahrerort für Hindus – alle Tempel für Touristen unzugänglich – und an den Ort grenzen vier Strände nacheinander an. Von einem Strand zum anderen braucht man ca. 30 Minuten. So habe ich mir erst einmal eine Hütte für 2€ die Nacht direkt am Strand (also nicht irgendwie in Strand-nähe oder nah im Sinne von „man kann den Strand sehen“ sondern wirklich &lt;i&gt;auf&lt;/i&gt; dem Strand) gemietet und nach zwei Monaten adaptiver indischer Lebensweise den absoluten Vollblut-Touri ausgepackt: Nur noch in kurzen Hosen (oder gleich ganz in Badehose) herumgelaufen und im Restaurant alles Nichtindische bestellt, was es auf der Karte gab. Sollten mich die Brahmanen im Ort doch für die Zügellosigkeit in Person halten; ich hatte das Gefühl ich hatte es verdient.   &lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber ich will eigentlich nur von der ersten Nacht in Gokarna berichten, der Rest ist in jedem Reiseführer schöner nachzulesen.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In meinem Lonley Planet, das ist mein 1000 seitiger Indienführer – dickes Danke an Gertraud, falls du das ließt, es war die beste Indienanschaffung, die ich hatte – steht drin, dass man von dem ersten Strand niemals bei Nacht oder Alleine zum zweiten wandern sollte, denn man muss erst eine kleinen Dschungelpfad recht steil einen ziemlich bewaldeten Berg rauf, der oben eine große kahle  Plattform hat, ziemlich weitläufig aus flachen Felsen und Wiese besteht, nach vorne steil als Klippe zum Meer hin abfällt und an der anderen Seite wieder durch den Urwald runter zum zweiten Strand geht. Was mach ich? Marschiere bei Nacht und alleine los. Es war zwar noch nicht dunkel aber ich wusste, wenn ich zurückkommen würde, würde es das sein. Zu meiner Verteidigung hätte ich aber vorzubringen, dass ich den Hüttenbesitzer gefragt habe, ob das ein Problem wäre, worauf der meinte: Is no problem; with torch, is no problem. Aber wie es dann in Indien meist so ist, wurde es dann doch zum big problem.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich kam am anderen Strand problemlos an, hatte einen leckeren Chai, ein leckeres Abendessen und eine gute Unterhaltung mit zwei Israelis (unglaublich wieviele Israelis in Indien herumreisen; einer hat mir erklärt, dass das daran liegt, dass sie in kaum ein anderes Land noch problemlos einreisen können). Etwas sorgenvoll habe ich die vom Meer heraufziehende schwarze Gewitterwolke betrachtet, die mit ordentlich Geblitze auf uns zukam. Entweder jetzt noch schnell rüber oder nach dem Gewitter... Falsche Entscheidung: jetzt.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;So machte ich mich beim letzten Abendlicht auf und auf halbe Strecke hat es auch schon geschüttet wie die Sau. Bis ich auf der Bergkuppe war, war das Gewitter über mir, es goss und war stockdunkel. Sehr beruhigend, zu wissen, dass man im Moment der höchste Punkt weit und breit ist, kein Baum in der Nähe, andere Irre, die beim Gewitter auf einen Berg steigen, sowieso nicht. Es wäre alles kein Problem gewesen, wenn ich schnell die 200 Meter über die Plattform gerannt wäre, wieder rein in Dschungel und schon wäre ich in meiner Hütte. Nur, ich fand den verdammten Weg in diesen verdammten Dschungel nicht mehr. Ich rannte sicherlich eine halbe Stunde lang auf der scheiß Plattform herum, mit einer kleinen Funzel in der Hand, bis auf die Unterhose durchnässt, Blitz und Donner über mir, völlig die Orientierung verloren. Jedes Mal, wenn ich dachte, ich hätte den Weg gefunden, endete der in irgendeinem Gestrüpp im Wald. Einmal kam ich an eine Art kniehohe Kaktushecke. Die Antwort, warum man denn hier eine Kaktushecke pflanzen muss, fand ich, als ich mit der Taschenlampe dahinter leuchtete: Ich stand direkt am Abhang der Steilküste; vor mir fiel es etliche Meter direkt ins Meer ab. Unten rauschte das Meer gegen die Felsen. So langsam wurde ich panisch, als ich irgendwo weiter oben ein Licht sah, das zwar nicht der Strand war, aber zumindest etwas. Ich fand einen Weg zu dem Licht und gelangte zu einem Tempel, der – glücklicherweise – offen war. Es war zwar niemand drin, aber wenigstens, trocken und warm.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich musste an dem Moment an Luthers Berufungserlebnis denken; dachte mir, wenn ich das überlebe, trete ich dem Hinduismus bei.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Im Tempel hab ich mir zunächst alle Klamotten vom Leib gerissen, ausgewunden und mir auf den erstaunlich sauberen Fliesen mein Nachtlager bereitet. Ich hab mir vorgestellt, wie ich am nächsten morgen von der Tempelpolizei wegen schändlichster Entweihung eines Tempels durch einen nackten Touristen abgeführt wurde. Aber soweit sollte es nicht kommen, denn nach einer gefühlten Ewigkeit (ich hatte natürlich kein Handy oder eine Uhr dabei und eine Million Moskitos hielten mich vom Schlafen ab) hörte es auf zu regnen und ich sah ein paar Autolichter die Plattform heraufkriechen – gerettet von 5 betrunkenen Bangalorern, die aus dem Ort kamen und an den gleichen Strand wollten wie ich.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich bin hiermit zum Hinduismus übergetreten, trete aus der Kirche aus und huldige ab jetzt Krishna und Parvati.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Der Rest meines Urlaubs verlief so unspektakulär, dass er nicht der Rede wert ist (außer vielleicht die zwei Nonnen, die ich auf meinem 20-stündigen Heimweg getroffen habe, die 24 Jahre in Freiburg an einer Mädchenschule gearbeitet haben und ganz entsetzt waren, als ich ihnen über die Missbrauchsfälle in Deutschland erzählt habe).&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Jetzt bin ich wieder daheim (klingt komisch, das zu sagen ;D) und genieße die schülerlose Schule noch gute 10 Tage lang.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Liebe Grüße,&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Fabian&lt;/p&gt; &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-7793297114932544197?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/7793297114932544197/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/10/examen-und-eine-eigenartige-nacht-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/7793297114932544197'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/7793297114932544197'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/10/examen-und-eine-eigenartige-nacht-in.html' title='Examen und eine eigenartige Nacht in Gokarna'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-5411267156731974567</id><published>2010-09-29T05:54:00.000-07:00</published><updated>2010-10-16T03:14:13.202-07:00</updated><title type='text'>Der Inder</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: right;"&gt;27.09.10&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uns wurde auf unseren zahlreichen Vorbereitungsseminaren immer wieder sehr ans Herz gelegt, so eine Phrase, wie ich sie in der Überschrift verwand habe, niemals zu benutzen. Wir hatten sogar eine eigene Einheit über „Wie schreibe ich einen Blog“. Es gäbe DEN Inder nicht, genauso wie es DEN Peruaner und DEN Kenianer nicht gibt. Die seien ja alle verschieden! Jede Pauschalisierung würde auf Seiten des Lesers im totalen Missverständnis gegenüber der jeweiligen Kultur enden, was der Idee eines kulturellen Austausches, welcher das „Weltwärts“ Programm ja eigentlich darstellt, vollkommen zuwider läuft.&lt;br /&gt;Dennoch widersetze ich mich hier vollkommen und willentlich gegen diese Anweisung, denn wie bei uns niemand zurückschrecken würde, vom deutschen Hans oder Heinrich (alle Hänse und Heinrichs, die das lesen, mögen sich an dieser Stelle nicht gekränkt fühlen) zu erzählen, der mit Lederhose aufs Oktoberfest geht und Bier aus großen Eimern trinkt, so habe ich keine Scheu, mir den indischen Brabang (nein, der Herr Branbang kommt glaube ich doch aus Bangladesh; nehmen wir den indischen Shivkumar) vorzunehmen. Es ist an dieser Stelle natürlich noch sehr verfrüht vom Inder als solchen zu sprechen – bin ich doch erst einen guten Monat hier und habe die Menschen hier längst noch nicht so kennengelernt, wie ich sie nach einem Jahr kennen werde – aber dieser Text lässt sich ja ganz einfach zum Beispiel unter „Neues vom Inder“ oder „Der Inder, Teil II“ erweitern.&lt;br /&gt;Nach so einer langen Einleitung erwartet man jetzt einen sauber durchdachten Mentalitätsquerschnitt aber wenn ich so überlege, fehlt mir doch ein bisschen das Material, um das in der Form aufbieten zu können (ich hattte nur die Einleitung im Kopf und jetzt weiß ich nicht mehr weiter).&lt;br /&gt;Nun ja, zunächst einmal, nicht alle Inder sind klein, wie ich zunächst dachte. Es gibt sie auch hier, die schlacksigen, hageren Großen. Und auch nicht alle Inder haben einen Schnurrbart, wie ich auch erst angenommen hatte. Aber die allermeisten haben ihn und sogar unsere älteren Schuljungen weigern sich hartnäckig, ihn abzunehmen. In den meisten Gouverment-Schulen ist das überhaupt kein Problem, da herrscht sowieso Uniform und Rasurpflicht aber in unserer Reformdidaktik hat man diese essentielle Regel irgendwie vergessen.&lt;br /&gt;Geht man vom Schnurrbart ein paar Zentimeter nach unten, gelangt man an den roten, faulig aussehenden Zähnen des Inders an. Vorallem auf dem Land wird hier mit Vorliebe Pan gekaut, der billige Zigarettenersatz. Das ist ein Blatt von einem bestimmten Baum, das man sich auf verschiedene Weise an jedem Kiosk zusammenbauen kann. Es gibt sweet pan oder auch masala pan (scharf) und je nachdem kommen dann verschieden Nüsse, Cremes, Sirups und innen ein matschiger Kautabak rein, der alles, was mit ihm in Berührung kommt, rot färbt. Das Blatt wird zusammengefaltet und in den Mund geschoben. Ich habs probiert, es ist wirklich nicht schlecht, schmeckt wie eine abgefahrene Zahncreme. Der Nachteil dieser Art von Rauchen ist wie gesagt nur, dass man danach aussieht, als ob man Zahnfleischlepra hat. Und bürstet man sich dann nicht die Zähne, und das über Jahre hinweg, wie es so mancher Inder tut, bleibt das rote Zeug im Mund und das sieht, um es euphemistisch auszudrücken, nicht galant aus. Interessant ist hierbei, dass das auch Frauen essen dürfen (die dann natürlich auch so aussehen). Nur verstehe ich wirklich nicht, warum rauchende Frau = Prostituierte bedeutet, eine Pan kauende Frau, wonach man aussieht wie Graf Drakula aber gar kein Thema ist. Meine erste Begegnung mit einem solchen Zahfleischlepra-Inder war die mit dem Chennai Lehrer: Ich ging frohen Mutes an einem der ersten Tage in die Chennai-Stunde (zur Erinnerung, das ist die indische Oboe) und der Kerl führte mir vor, wie man sich ein vollkommen verschimmeltes Oboenrohr in einen jahrelang mit Pan  bearbeiteten Mund schieben kann ohne auch nur ein Anzeichen von Ekel zu zeigen. Gesteigert werden konnte mein Desinteresse, bei diesem Lehrer dieses Instrument zu lernen, nur noch dadurch, indem er mich danach bat, einmal in meine Klarinette pusten zu dürfen. Als Indien-Greenhorn noch nicht vertraut mit dem völlig anderen Verständnis DES Inders, was Eigentum und Privates anbelangt, ließ ich die Nummer über mich ergehen – ich habe danach mein Mundstück mit Desinfektionsmittel behandelt.&lt;br /&gt;Ein abschließender Punkt zum Thema Privatsphäre: DER Inder scheint so etwas nicht zu kennen. Jede Woche am Sonntag, wenn die meisten Inder ihren Feiertag haben, stehen aufs Neue Scharen von Indern vor unserer Veranda, die von überall gekommen sind, um den Weiße-Menschen-Zoo in Kalkeri zu besichtigen. Sie schauen dir zu, wie du dein morgendlichen Kaffee machst, wie du spannend dein Buch ließt oder dich auch nur am Hintern kratzt. Wenn du wirklich Pech hast, dann hast du deine Zimmertür vergessen zuzumachen und dann steht halt mal so ein Inder in deinem Zimmer und schaut dein Regal an, dein Bett und was du so in deiner Tasche hast. Und wenn du in der Schule dein Handy rausholst, kommt sofort die Frage: „Can I see Mobile?“ und schon drücken drei Kinder und der Koch auf deinem Handy herum, als ob es deren wäre.&lt;br /&gt;Das klingt jetzt zugegebener Maßen wieder ziemlich einseitig. Ich werde deshalb nächstes Mal, wenn es wieder heißt „Neues vom Inder“, mehr über die unendlich gastfreundlichen und hilfsbereiten Inder sprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soviel vom Inder für dieses Mal,&lt;br /&gt;Namaste (ist die ultimative Grußformel für alles: Hallo, Guten Tag, Guten Abend, Gute Nacht, Ciao, auf Wiedersehen, schön mit dir gesprochen zu haben, ich hoffe deinen Enkeln geht’s gut ect.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Blog gabs diese Woche übrigens verfrüht, weil morgen ein Ayodhya Gerichtsurteil gefällt wird. Vergleichbar ist das mit der Tempelfrage in Jerusalem: Hindus und Moslems streiten seit 500 Jahren über einen Tempelberg im Norden Indiens, auf dem der Mensch Ram (der später zum Gott erhoben wurde) zur Welt kam. Und morgen soll entschieden werden, wem der Berg zugeprochen wird. Egal was das Gericht also entscheidet, eine Seite wird mehr als verärgert sein und man erwartet in ganz Indien die übelsten Randale. Für alle Volunteers bedeutet das strikte Ausgangssperre, da bei solchen Urteilen schon öffters mal ein Bus in Flammen steht und das zu größeren Straßenschlachten führen kann, gilt die Ausgangssperre gleich für ein paar Tage. Also heute besser Chips, Schokolade und Nutella kaufen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-5411267156731974567?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/5411267156731974567/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/09/27.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/5411267156731974567'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/5411267156731974567'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/09/27.html' title='Der Inder'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-2130918189603714588</id><published>2010-09-22T06:43:00.000-07:00</published><updated>2010-09-22T06:46:15.380-07:00</updated><title type='text'>Weihnachten Reloaded – die Party geht weiter!</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;style&gt; .Normal {margin:0.0pt; margin-top:0.0pt; margin-bottom:0.0pt; margin-left:0.0pt; margin-right:0.0pt; text-indent:0.0pt; font-family:"Times New Roman"; font-size:10.0pt; color:Black; font-weight:normal; } H1 {margin:0.0pt; margin-top:12.0pt; margin-bottom:3.0pt; margin-left:0.0pt; margin-right:0.0pt; text-indent:0.0pt; font-family:"Arial"; font-size:18.0pt; color:Black; font-weight:bold; } H2 {margin:0.0pt; margin-top:12.0pt; margin-bottom:3.0pt; margin-left:0.0pt; margin-right:0.0pt; text-indent:0.0pt; font-family:"Arial"; font-size:16.0pt; color:Black; font-weight:bold; } H3 {margin:0.0pt; margin-top:12.0pt; margin-bottom:3.0pt; margin-left:0.0pt; margin-right:0.0pt; text-indent:0.0pt; font-family:"Arial"; font-size:14.0pt; color:Black; font-weight:bold; } .Standard {margin:0.0pt; margin-top:0.0pt; margin-bottom:0.0pt; margin-left:0.0pt; margin-right:0.0pt; text-indent:0.0pt; font-family:"Times New Roman"; font-size:12.0pt; color:Black; font-weight:normal; }  &lt;/style&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt; &lt;/p&gt;    &lt;p class="Standard"&gt;Jeden Freitag, wenn es für mich wieder heißt "Ein Tag ohne Schraz", denn da ist mein einziger freier Tag in der Woche, machen Louis und ich uns auf, Nutella, Chips und Schokolade in Dharward zu kaufen. Louis wollte gleich ins Internetcafé - ich noch nicht – und so ging ich meiner Lieblingsbeschäftigung in Dharward nach: Alleine draufloszulaufen, immer der Nase nach, wohin  die nächst Gasse einen führt. Denn das funktioniert immer: jedes Mal wird ein Abenteuer daraus. &lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Zunächst lief ich den Bazar hinunter, der am Ende in einer Art Slum mit einigen Wellblechhütten auslief (wobei man sagen muss, dass Dharward eine verhältnismäßig reiche Stadt ist, verglichen mit den echten großen Slumstädten wie Bombay oder Kalkutta). Den Slum ging es etwas bergab (das bekannte Zootiergefühl in ständiger Begleitung) und am tiefsten Punkt blickte ich nach oben und sah eine Art Burg zwischen den Hütten herausragen. Ich ließ mir sagen, dass das ein Hindutempel ist. Dort angekommen betrat ich einen recht großen Tempelkomplex, der Hauptgang führte zu einem Gebäude, aus dem ziemlich lauter Männergesang drang. Sonst sah ich absolut niemand.&lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Als ich in das Gebäude hineinschaute, sah ich ca. 10 Männer, halbnackt, nur mit einer Art Toga bekleidet, um ein Lagerfeuer (im Raum) sitzen und so ein monotones Hindupuja abhalten. &lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Ich dachte schon, jetzt störe ich die indischen Freimaurer bei einer geheimen Zusamenkunft und wollte schon wieder gehen, als mich einer sah und natürlich, wie alle Inder, völlig außer Rand und Band, einen Weißen zu sehen, baten sie mich, mich dazuzusetzen. Es stellte sich raus, dass das alles Bramanen (die oberste indische Kaste) waren und ich in einer ziemlich bekannten Sanskritschule (Sanskrit ist die indische Ursprache) gelandet war. So hielt ich alleine in einem geräumigen Tempelraum, der durch die Gitterstäbe überall mehr wie ein Wrestlingkäfig anmutete, mein persönliches Bramanen-Ganeshpuja (Ganeshfestival dauert zwischen 10 und 21 Tage) ab. Das sind solche Momente, von denen man weiß, dass sie kein Tourist der Welt haben wird. Dafür lohnt es sich einfach, im indischen Indien zu wohnen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Nach einer Stunde zeigten mir die Bramanen die ganze, zu dem Zeitpunkt völlig verlassenen Schule (die aber wirklich mehr wie ein Gefängnis aussieht, weil kein einziges Möbelstück drinsteht) und führte mich zuletzt aufs Dach des Schultempels, von wo aus ich einen sagenhaften Blick über ganz Dharward hatte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Zum Abschluss erhielt ich eine geweihte Banane und sie baten mich, am selben Abend nochmal zu kommen, denn da sei ein weiteres großes Ganeshpuja. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und so kaufte ich selber ein paar Bananen, Blumen und für den Ort recht bekannte Teigbällchen als Opfergaben und ging abends wieder zum Tempel (keine Angst, ich bleibe der Trinität treu; außerdem bräuchte ich ja einen Hindutempel in Potsdam, ich glaube, es gibt keinen). Es war ein erhabenes Gefühl, bei Kerzenlicht mit zwanzig Bramanen, die eine Stunde unentwegt Sanskritverse sangen, diesen kleinen gemütlichen Ganesh-Gottesdienst (aber im Schneidersitz; neeein) zu feiern. Danach wurde wieder prozessiert und der Ganesh ertränkt. Dieses Mal habe ich bei der Prozession so ein Böller aber sowas von hart an den Kopf bekommen, dass ich jetzt ein ordentliches Horn auf der Stirn habe. &lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Der Abend war noch nicht vorbei, denn um Mitternacht stand noch eine Dancingparty, wieder bei Avinashs (Rektor) Haus auf dem Programm. Da mein Programm aber viel früher aus war, habe ich zwei Stunden mit besoffenen Indern am großen Busstand verbracht. &lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Die Party begann, ganz europäisch, zu zehnt (wieder alle möglichen Verwandschaftsverflechtungen) mit Vorglühen auf dem Dach des Hauses von Avinashs Bruder. Wir stürzten einen abartig greisligen indischen Wisky, verdünnt mit irgendeiner Fanta, weil man es sonst nicht trinken könne (und das unter erwachsenen Männern... ts, die Inder...) hinunter. &lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Was weniger europäisch war, war die Tatsache, dass es nur Männer waren. Bei allen Veranstaltungen dieser Art ist niemals eine weibliche Person anwesend, sehr zum Ärgernis aller weiblichen Freiwilligen hier. Der echte Nachteil hieraus sollte sich wenig später herausstellen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Die Party sah dann folgendermaßen aus: Auf einem Traktor wurde eine circa drei Meter hohe Lautsprecherwand montiert, mit der man die halbe Stadt beschallen konnte. Dieser Traktor fuhr gaaaanz langsam durch die nächtlichen Gassen Dharwards und direkt vor dem Traktor tanzen circa 200 pitschnasse (es hat natürlich geregnet) Inder. Avinash hatte uns vorgewarnt, dass es zu geringfügigen Komplikationen kommen könnte, wenn wir auftauchen, denn wie immer sind wir überall die Hauptatraktion. Hinzukommt das eigenartige Verhältnis der Inder zu Alkohol: Alkohol gibt es in Indien nur in speziellen Liquor-Shops. Und diese Liquor-Shops spielen statusmäßig ungefähr in der Liga von Rotlichtmilieu und Sexshops (wobei ich hier noch nie einen Sexshop gesehen habe). Wenn man hier eine Rum kauft (der noch viel greisliger ist als der Wiskey) dann kriegt man den in einer undurchsichtigen schwarzen Plastiktüte – schlau, denn wenn man eine schwarze Plastiktüte in der Hand hat,weiß natürlich jeder was drin ist - , Bier kosten mehr als Deutschland und schmeckt wie Wasser, und wenn eine Frau in einem solchen Shop einkehrt, dann wird sie sofort als Prostituierte abgestempelt (deswegen müssen die männlichen Volunteers immer die doppelte Menge kaufen; die müssen uns für die Totaljunkies halten). Alkohol ist also völlig verpönt.&lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Gleichzeitig aber sitzt jeden Abend im Bus mindestens ein völlig betrunkener Inder, der dich eine Stunde lang auf Kannada volllallt und überall gibt’s Werbung für die anonymen Alkoholiker. Das, was die Kultur verbietet, tritt an anderer Stelle wieder in extremer Form zu Tage.&lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Auf der Party waren jedenfalls die Hälfte der Jungs und Opas ziemlich dicht (ich habe zum ersten Mal einen Inder kotzen sehen). Gepaart mit übermäßiger Aufmerksamkeit uns gegenüber und einem Totalmangel an anzutanzenden weiblichen Personen war das eine ganz schlechte Mischung. Ständig wurden wir von Jung und Alt angetatscht, angetanzt, gezogen, geschubst, bis Avinash seinen Kumpels und Verwandten die Anweisung gab, auf uns besonders Obacht zu geben. Es war fantastisch: Wir hatten unsere eigene, mit uns sich bewegende VIP Area, die uns den besoffenen Pöbel vom Leib hielt. &lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Der Abend endete mit einem Gemenge zwischen Polizei und Mob, der sich entgegen den Regeln nicht weiterbewegen wollte. Interessant dabei ist, dass in Indien auch der Mob gewinnen kann, denn nach circa einer Stunde Diskutieren ohne Musik hat sich die einfach Polizei verzogen und die Menge johlte. Das ist doch mal Demokratie! Diskutieren scheint hier allgemein einen hohen Stellenwert zu haben, auch beim Volleyballspielen wird immer mehr diskutiert als gespielt. So hat Indien schließlich auch die Unabhängigkeit erlangt, die haben die Engländer einfach rausdiskutiert.&lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="Standard"&gt;Gute Nacht Deutschland!&lt;/p&gt;&lt;p class="Standard"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="Standard"&gt;Es gibt uebrigens ein paar neue Bilder (wieder auf der Bilderadresse), kommt aber bald ein groesserer Schwung.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-2130918189603714588?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/2130918189603714588/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/09/weihnachten-reloaded-die-party-geht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/2130918189603714588'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/2130918189603714588'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/09/weihnachten-reloaded-die-party-geht.html' title='Weihnachten Reloaded – die Party geht weiter!'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-2852225706525421261</id><published>2010-09-17T03:09:00.000-07:00</published><updated>2010-09-17T03:15:30.841-07:00</updated><title type='text'>Ein frohes Ganapati euch allen!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: right;"&gt;16.09.10&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich dachte schon, diese Woche wäre nichts interessantes zu berichten aber siehe da, plötzlich geht es Schlag auf Schlag.&lt;br /&gt;Das erste der zwei Megaevents war eigentlich ein sehr trauriger Anlass, bei dem Louis und ich aber voll auf unsere Kosten kamen. In unserer Haupthalle steht schon seit ich hier bin ein Schrein mit einem Photo eines blinden Typen, der von allen nur Gurugi (Lehrer + „gi“ als Respektsanhängsel) genannt wurde. Sein eigentlicher Name war Pandit Putaraj Gayai, ein anderer war „Father of Music“ , denn er konnte alle Instrumente übermäßig gut spielen und wird deshalb weit über die Grenzen Karnattakas in ganz Indien fast wie ein Gott verehrt. Fast alle Kinder hier tragen eine Kette mit seinem blinden grinsenden Konterfei drauf um den Hals und viele der Musiklehrer hier hatten bei ihm persönlich Unterricht (was auch die Musiklehrer ziemlich besonders macht; alle Schüler küssen ihnen die Füße, wenn sie den Raum betreten). Der Gurugi jedenfalls ist irgendwas in den hohen Neunzigern sehr arg am Ende seiner Tage.&lt;br /&gt;Am Montag Abend dann kam die Nachricht rein, dass der Zustand des Gurugi, der ohnehin schon so war, dass er unansprechbar im Bett lag, sich plötzlich rasant verschlechtert und er wohl in den nächsten zwei Tagen sterben wird. Für die 18 besten Musiker der Schule hieß das, dass Louis und ich mit ihnen ins drei Stunden entfernte Gadak fahren sollten um ihm dort die letzte Ehre zu erweisen.&lt;br /&gt;Die erste Aufgabe war die Anreise. Avinash, der indische Rektor der Schule, meinte, er hätte einen Bus für uns 20 Personen organisiert, inklusive Fahrer, der uns dort hinbringen und wieder zurückfahren sollte. Der Fehler in der Planung (wobei wahrscheinlich kein Inder hier von Fehler sprechen würde) war nur, dass das Vehikel auf keine Fall ein Bus war, sondern eher ein geräumiger Jeep. Ich musste beim Einsteigen ständig an Tetris denken. Louis, ein Schüler und ich, den Steuernknüppel zwischen den Beinen, saßen vorne, 19 andere Kinder ineinander verknotet und gestapelt hinten. Als wir die Tür zubekommen hatten und wir auf dem Weg von Kalkeri nach Dharward waren, schüttelte der Schüler neben mir den Kopf und meinte, er glaubt, dass es schwierig wird, die zwei Musiklehrer aus Dharward noch reinzubekommen... Es waren nicht zwei, es waren vier. Eigentlich war das physikalisch gar nicht möglich aber in Indien geht alles. 3 Stunden Fahrt...&lt;br /&gt;Wir kamen also im Ort des Gurugi, passierten gefühlt eine Million Polizisten und reihten uns in der Schlange von Gefühlt einer Milliarden Indern ein, die sich durch den ganzen Ort zog.&lt;br /&gt;Ich muss an dieser Stelle noch kurz ausholen. Dharward ist ein ausschließlich indischer Ort ist. Es gibt in dieser Stadt unter einer knappen Millionen Menschen keinen Weißen außer uns 6 Volunteers. Deshalb fühlt man sich bei jedem Ausflug immer ein wenig wie ein Zootier. Inder haben keine Hemmungen, in einer Gruppe von zehn Erwachsenen Männern sich neben dich zu stellen, während du ein Toastbrot kaufst und dich auf einen halben Meter unentwegt anzustarren. Ich find das immer ziemlich lustig aber bei den weiblichen Volunteers stößt das mehr auf Unverständnis, wohl aber auch, weil die Blicke meist anderer Art sind.&lt;br /&gt;Wir waren es jedenfalls gewohnt, etwas „Besonderes“ zu sein aber das, was in Gadak los war, hatte eine andere Dimension. Da das Event nationale Tragweite hatte, waren zig TV Sender mit Sendewagen angereist und es wimmelte von Reportern. Als wir dann in der Schlange in der Nähe des Haus des Gurugi auftauchten, wurden Louis und ich plötzlich von Kameras bestürmt und uns wurden ständig Mikros unter die Nase gehalten. Ja, wir stahlen dem guten Gurugi eine Zeitlang die Show. Indische Interviews basieren aber nicht auf Fragen, sondern man muss einfach nur was sagen. Da wir das erste Interview grandios in den Sand gesetzt hatte, wurden wir schnell von Dulu, einem der älteren Schüler, gebrieft: Erstens, sagen wo wir herkommen, zweitens die Schule erwähnen und, was besonders gut käme, zu sagen, we came here to pray for Putarajs health.&lt;br /&gt;Es hat alles super geklappt bis auf den letzten Part: We came here to pray for the health of …. of... the guy's health. Da hatte ich doch vor dem größten karnattakischen TV Sender, Chanel 9, den Namen des überall bekannten Halbgottes vergessen. Ich habe keine Ahnung, ob das gesendet wurde, ich hoffe jedenfalls nicht.&lt;br /&gt;Nach 2 Stunden Schlange stehen, sah die Audienz dann folgendermaßen aus: Man hatte genau eine Sekunde Zeit, einen Mann mit Beatmungsmaschine durch ein 50x50cm großes vergittertes Fenster zu sehen, bevor man von 10 Polizisten weg geschubst wurde.&lt;br /&gt;Da hatten sich doch 6 Stunden Flüchtlingsbus gelohnt. Zum Abschluss gab es ein vom Gurugi spendiertes kostenloses Mittagessen für alle - eine Art Prä-Leichenschmaus - bevor es schließlich nach Hause ging.&lt;br /&gt;Tja, und am Tag darauf kam meine dritte Klasse mit einer Zeitung auf mich zugerannt, in der ich groß mit Bild abgebildet bin mit der Bildunterschrift: „Sogar aus Berlin, Deutschland, kam Fabian Hafner angereist, um dem Gurugi die letzte Ehre zu erweisen“. Da hat der Reporter meinen langen Ausführungen über meine Lehrtätigkeit in Kalkeri wohl nicht ganz folgen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun noch kurz über das zweite Großevent, das in dieser Woche stattfand. Im Moment befinden wir uns alle, ja, das wisst ihr natürlich nicht, in der Weihnachtszeit der Hindus. Ein fröhliches Ganapati euch allen! Die Feiertage um den Gott Ganesha (der Gott mit dem Elefantenkopf für die ganzen Heiden daheim) sind eine der wichtigsten im Hindukalender. „Is like Christmas in your counrty“, meinte mein kleiner muslimischer Lieblingsstreber Sohil (ich dachte immer, Lehrer hassen Schleimer, aber es geht doch nichts über einen immer grinsenden, deine Tasche tragenden Einserschüler, der besser Englisch spricht als alle anderen und kamaradenschweinisch die anderen verpfeift, wenn sie die Hausaufgaben nicht gemacht haben – ein kleiner Schatz, dieser Junge). Letzten Sonntag wurde in jedes Haus eine Ganeshfigur aus Gips hineinprozessiert (je nach Vermögen fällt die Figur größer oder kleiner aus), ein langes Puja (Gebet) gehalten und am Mittwoch wurden die Figuren feierlich in den nächsten See, Fluss oder Brunnen geworfen. Die feierliche Atmosphäre sollte man aber nicht mit unserer weihnachtlichen Gediegenheit vergleichen, sondern mehr mit Silvester. Avinash, der Rektor, hat Louis, Pierre und mich in sein Haus in Dharwad eingeladen (die Mädchen nicht, weil es zu gefährlich sei; siehe unten), um dort mit seiner Megafamilie (es waren mindestens 30 Cousins, Schwestern, Aunties, Schwager und sonstige Verwandschaftsbeziehungen, die es in Deutschland glaube ich gar nicht gibt) Ganapati zu feiern. Es gab erst was zu essen, nein, leider keine Weihnachtsgans sondern... ja, Reis halt und dann ging die Prozession los. Besonders hervorzuheben ist der finanzielle Aufwand, der hierbei betrieben wird. Hier wird nicht in Geschenke investiert, sondern in Böller. Avinashs Familie hat insgesamt 30000 Rs in Böller investiert: Es war Krieg in den Gassen Dharwards, das kann sich keiner vorstellen! Keine langweilige EU geprüften, mit dem EC-Zeichen versehenen Kracher, sondern echte Sprengsätze werden da geworfen. Auf der Hinfahrt hat mich Avinash gefragt, ob ich was Brandfestes anhätte; da wurde mir schon etwas mulmig. Man stand im Pulverqualm und hat die eigene Hand vor den Augen nicht mehr gesehen. Vor dir, hinter dir, zu deinen Füßen kracht es, zwischendrin rauscht ein Motorrad durch die kleine Gasse, mitten durch die Feiergesellschaft. Wir überlebten alle mit einem ordentlichen Tinitus. Es war das abgefahrendste Weihnachts-Silvester bei 25°C, das ich je erlebt habe und sicher auch erleben werde.&lt;br /&gt;Der Ganesh wurde ertränkt mit dem ausgerufenen Ritus „Ganpatibabaaaa“ (worauf alle „Moorja“ schreien müssen), dann gabs wieder was zu essen und um halb zwei (enorm spät für indische Verhältnisse) ging es dann in die Heia. Aber Ganapati ist noch nicht vorbei, juhu. Freitag geht es weiter mit einem dicken Danceparty, wieder bei Avinashs Familie. Und die soll erst um Mitternacht losgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grüße aus dem Dschungelcamp und genießt eure Feiertage!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8628737751057829177-2852225706525421261?l=ichgoesindien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/feeds/2852225706525421261/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/09/ein-frohes-ganapati-euch-allen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/2852225706525421261'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8628737751057829177/posts/default/2852225706525421261'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://ichgoesindien.blogspot.com/2010/09/ein-frohes-ganapati-euch-allen.html' title='Ein frohes Ganapati euch allen!'/><author><name>Fabian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15229797481399094560</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8628737751057829177.post-6991070400951224952</id><published>2010-09-10T01:34:00.001-07:00</published><updated>2010-09-10T01:34:51.052-07:00</updated><title type='text'>Musik</title><content type='html'>&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.2  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } 	--&gt; 	&lt;/style&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Heute möchte ich ein wenig über Musik sprechen. Es ist zwar viel zu früh, etwas inhaltliches über indische Musik zu erzählen, aber da ich ja in einer Musikschule arbeite, ist es an der Zeit, wenigstens ein paar Worte darüber zu verlieren.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Alle Schüler müssen von der ersten Klasse an in den Gesangsunterricht und bei genügend Interesse und Begabung soll dann später ein Instrument dazukommen. Unterrichtet wird hier Sitar (kennt denke ich jeder), Tabla (zwei kleine Trommeln), Chennai (die schon erwähnte nervige indische Oboe), Basuri Flöte (Bambusflöte), Geige, und Harmonium (eine Art tragbare Paarung von Klavier und Akkordeon) und geübt wird jeden Tag von 6 Uhr bis 11:30 Uhr, danach gibt’s Academic-Unterricht.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;In Dharward befindet sich ein staatliches College, dessen Direktor ein Mitgründer unserer Schule in Kalkeri ist. Da Dharward für klassische Hindustani-Musik ziemlich bekannt ist, treten unter anderem in diesem besagten College Klassik Stars aus ganz Indien auf.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Am Sonntag gab es so ein Programm (eine sehr bekannte Sängerin sollte auftreten), zu dem Laura und ich mit 13 Kindern nach Dharward fahren sollten. Es reicht in dieser Stadt schon, sich alleine nicht über den Haufen fahren zu lassen aber mit so einer Truppe Kindern bekommt das gleich eine ganz andere Dimension. Weder Laura noch ich kannten den Weg von der Busstation zum College, also mussten wir uns auch noch führen lassen.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="LEFT"&gt;Das Konzert sah folgendermaßen aus: Hinten auf dem ca. 3x3 Meter großen Podest sitzen zwei, die soetwas wie eine Riesengitarre senkrecht 
